FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

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Viele süße kleine Racker tummeln sich in der FCI-Gruppe 9. / Foto: unsplash.

In der FCI-Gruppe 9 werden die sogenannten Gesellschafts- und Begleithunde zusammengefasst; dabei handelt es sich um Rassen, die mit dem Ziel gezüchtet wurden, uns Menschen eine angenehme und aufgeweckte Gesellschaft zu sein.

Die FCI-Gruppe 9 tummeln sich eine ganze Menge eher kleiner, aber sehr fröhlicher und sozialer Hunde – die Gesellschaftshunde und Begleithunde, deren einziges Zuchtziel es ist, ihren Menschen treue Begleiter und Freunde fürs Leben zu sein. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass die „halben Portionen“ genauso viel Aufmerksamkeit und aktive Beschäftigung brauchen wie ihre größeren Kollegen. Die intelligenten und freundlichen Vierbeiner wollen täglich geistig und körperlich gefordert und konsequent und liebevoll erzogen werden – auch, wenn sie noch so lieb dreinschauen können!

Sektion 1 – Bichons und verwandte Rassen

Das französische Wort „Bichon“ bedeutet soviel wie „Schoßhündchen“ – und genau als solche gelten die Mitglieder dieser Gruppe. Entgegen dem gängigen Stereotyp jedoch haben diese Hunde genauso ein hohes Bedürfnis nach und Recht auf Bewegung im Freien, hundegerechtes Spiel und geistige Forderung wie ihre „großen“ Kollegen – denn die „süßen Kleinen“ sind nicht nur empathisch, freundlich und aufgeweckt, sondern auch sehr intelligent.

1.1 Bichons

Italien

Bologneser

Kuba

zentraler Mittelmeerraum

1.2 Coton de Tulear

Madagaskar

Coton de Tulear

1.3 Petit chien lion

Frankreich

Löwchen

Sektion 2 – Pudel

Pudel kommen in allen Größen (vom Königpudel bis zum Toy-Pudel) und vielen Farben vor, doch allen gemeinsam ist das berühmte, krause Fell. Ursprünglich waren die heutigen Modehunde auf die Wasserjagd spezialisierte Jagdhunde, die Loyalität, Lerneifer und Gutmütigkeit in sich vereinen.

Frankreich

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Wer könnte zu diesem hübschen Pudel schon Nein sagen? / Foto: pixabay.

Sektion 3 – kleine belgische Hunderassen

Diese drei belgischen Zwerggriffons unterscheiden sich nur durch Farbe, Struktur und Länge ihres Felles – ansonsten sind sie sich genetisch so ähnlich, dass sie frei miteinander verpaart werden können. In manchen Würfen kommen Welpen aller drei Varianten gleichzeitig vor.

3.1 Griffons

Belgien

belgischer Griffon
Brüsseler Griffon

3.2 Petit Brabancon

Belgien

Brabanter Griffon

Sektion 4 – haarlose Hunde

Nackthunde eignen sich besonders für Herrchen und Frauchen, die an einer Hundehaarallergie leiden, denn obwohl die meisten haarlosen Hunde durchaus noch einen Schopf am Kopf und/oder den Beinen haben, haaren sie nicht.

China

Sektion 5 – tibetanische Hunderassen

Diese Hunderassen aus den tibetanischen Hochgebirgen sind an schlechte Witterungen und kühles Klima gewöhnt. Die meist sehr alten Rassen waren als Wach- und Hütehunde ein wichtiger Bestandteil des Alltagslebens und wurden von den Menschen in Tibet als Glücksbringer und Boten des Wohlstandes verehrt.

Tibet

Lhasa Apso
Shih Tzu
Tibet-Spaniel
Tibet-Terrier

Sektion 6 – Chihuahueno

Diese Hunde haben ihren Ursprung höchstwahrscheinlich in Südamerika und sind im Westen als kleinste Hunderasse der Welt bekannt geworden. Den Chihuahua kann man als Kurz- und Langhaarvariante antreffen, und er ist leicht an den großen Ohren und großen Augen zu erkennen.

Mexiko

Sektion 7 – englische Gesellschaftsspaniel

Diese beiden Spanielrassen unterscheiden sich hauptsächlich durch die Länge ihrer Schnauzen (der Cavalier hat eine deutlich längere Nase) und die durchschnittliche Körpergröße. Die kompakten Kleinhunde weisen außerdem nur vier Farbvarianten auf und sind für ihr langes, seidiges Fell wohlbekannt.

Großbritannien

Cavalier King Charles Spaniel
King Charles Spaniel

Sektion 8 – japanische Spaniel und Pekinesen

Diese Gesellschaftshunde aus Asien waren stark mit ihren jeweiligen Adelshäusern assoziiert – der Pekinese durfte nur von der chinesischen Kaiserfamilie gehalten werden, die Chins wurden vom japanischen Adel gezüchtet und gehalten. Beide Hunde sind sanfte, angenehme Gefährten.

China

Pekinese

Japan

Japan-Chin

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Der Pekinese ist eine sehr alte Hunderasse aus China, deren Haltung früher nur dem Adel vorbehalten war. / Foto: pixabay.

Sektion 9 – kontinentale Zwergspaniel

Diese beiden freundlichen Kleinhunderassen sind für ihre Eignung als Gesellschaftshund und ihr verspieltes, lebensfrohes Wesen bekannt.

Belgien/Frankreich

Russland

russicher Toy

Sektion 10 – Kromfohrländer

Diese noch sehr junge deutsche Hunderasse ist in den Varianten Glatthaar und Rauhaar vorhanden und stammt aus der Verpaarung eines Griffon Vendeen und einem Foxterrier. Er zeichnet sich durch seine Anpassungsfähigkeit, seinen Lerneifer und seinen geringen Jagdtrieb als familienfreundlicher Gefährte aus.

Deutschland

Kromfohrländer

Sektion 11 – kleine doggenartige Hunde

Die letzte Sektion der FCI-Gruppe 9 bilden drei Hunderassen, denen die äußerliche Ähnlichkeit zur englischen Bulldogge gemein ist. Als verspielte, lustige Gesellschafter haben sie besonders in den letzten Jahrzehnten stark an Beliebtheit gewonnen und gelten heute als Modehunde.

USA

Frankreich

China

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