Donnerstag, September 29, 2022
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Eurasier (Hunderasse) – ruhiger Kuschler mit starkem Charakter

Wie der Name schon sagt, liegt der Ursprung dieser Rasse zwischen Europa und Asien. Denn der Eurasier hat sich zu einem ruhigen Hund mit starkem Charakter entwickelt – sehr zur Freude seiner Besitzer.

Eurasier (Hunderasse) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 5: Asiatische Spitze & verwandte Rassen
Ursprungsland: Deutschland

FCI-Standardnummer: 291
Widerristhöhe: Rüden 52-60 cm Hündinnen 48-56 cm
Gewicht: Rüden 23-32 kg, Hündinnen 18-26 kg
Verwendung: Begleithund

Geschichte und Herkunft

Den Eurasier könnte man fast als lebendig gewordenen Teddybären bezeichnen. Denn das weiche, fluffige Fell und der sanftmütige Charakter lassen in erster Linie darauf schließen. Durchforstet man die Ahnengeschichte des Hundes, entdeckt man Erstaunliches: Als direkter Nachfahre der Rassen Wolfsspitz, Chow-Chow und Samojede hat sich der Eurasier heute zu einem anhänglichen und liebenswerten Begleiter entwickelt. Was Anfang der 1960er als Kombinationszucht begann, erlangte im Jahr 1973 einen eigenen Rassestandard. Der Eurasier war offiziell geboren. Des Weiteren zählt er zu den jüngsten deutschen Hunderassen. Das Ziel der Züchtung war es, die besten Eigenschaften der Ursprungsrassen zu vereinen und daraus einen freundlichen Familienhund zu formen.

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Den Eurasier findet man in den unterschiedlichsten Farben. / Foto: pixabay

Wesen und Charakter

Dieser spitzartige Hund ist verträglich, anpassungsfähig und stark auf seine Familie fixiert. Zudem wird den Tieren ein feines Gespür nachgesagt. Sie haben ein besonders gut ausgeprägtes Sozialverhalten. Außerdem besitzt die Hunderasse keinen starken Jagdinstinkt. Fremden gegenüber kann das Tier distanziert auftreten, grundsätzlich hat es aber ein freundliches Gemüt. Eurasier sind ausdrucksstark und wachsam. Die Rasse braucht viel Auslauf und Beschäftigung – unterwegs kann sie sehr aktiv und ausdauernd sein. Weil die Hunde gerne ihren eigenen Kopf bewahren und Gehorsam nicht immer an der Tagesordnung steht, sind sie nicht unmittelbar für Anfänger geeignet.

Erscheinungsbild

Der Eurasier ist mittelgroß und harmonisch gebaut. Mit seinen spitzen Dreiecksohren und den dunklen Augen verfügt er über einen freundlichen Gesichtsausdruck. Der keilförmige Schädel, die spitze Schnauze und der wache Gesichtsausdruck geben dem Hund zusätzlich etwas füchsisches. Der Nasenschwamm ist bei allen Fellfarben schwarz pigmentiert, erlaubte Augenfarben umfassen ebenfalls ausschließlich dunkelbraun. Die hoch angesetzte Rute wird meist über den Rücken gerollt oder gebogen getragen. Das Gangwerk des Eurasier ist raumgreifend und harmonisch, mit kräftigem Schub und gutem Vortritt.

Fell und Pflege

Eines der entscheidenden Charakteristika des Eurasiers ist sein üppiges Fellkleid. Es besteht aus mittellangem, lose anliegendem Deckhaar und dichter Unterwolle. Am Fang, dem Gesicht, den Ohren und an der Vorderseite der Läufe ist das Fell jedoch kürzer. Diese Rasse kommt in vielen verschiedenen Farbschlägen vor und ist – bis auf reinweiß und weißgescheckt – in allen Kombinationen zugelassen.

Trotz der dichten Unterwolle ist die Fellpflege eher unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten sollte aber trotzdem auf der Agenda stehen. Zum Fellwechsel können diese Hunde sehr stark haaren – dann müssen auch Bürste und der Staubsauger mehrmals die Woche zum Einsatz kommen.

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Als junge Hunderasse gilt der Eurasier und seine Welpen als sehr gesund und robust. / Foto: pixabay.

Gesundheit

Der Eurasier wird im Durchschnitt etwa 12 bis 15 Jahre alt. Sie gelten als gesunde und widerstandfähige Hunde mit robuster Konsitution. Grundsätzlich wird bei der Zucht großes Augemerk auf das körperliche Wohlbefinden gelegt. Allerdings bahnen sich wegen der Absplitterung von Zuchtvereinen eventuelle Inzucht-Probleme an, wenn die Hundepopulation zu klein wird.

Wusstest du, dass der Eurasier ...

… ursprünglich „Wolf-Chow“ hieß?

Zunächst wurden Wolfsspitz und Chow-Chow miteinander verpaart, woraus sich auch der Rassenname ergibt. Im Jahr 1972 wurde der sibirische Samojede eingekreuzt – dem verdankt die Hunderasse auch ihre Sanftmut.

… seinen Namen den Ursprungsrassen verdankt?

Die Bezeichnung „Eurasier“ wurde vom europäischen Wolfsspitz und dem asiatischen Chow-Chow abgeleitet. Die Länder der Ursprungsrassen wurden unter einem Namen zusammengefasst.

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Seine Ursprünge liegen zwischen Europa und Asien. / Foto: pixabay

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Eurasier Welpen mit Hundemama (Video)

Das folgende Video (Dauer: 4:26 Min.) zeigt Eurasier-Nachwuchs im Alter von vier bis fünf Wochen beim Spielen und mit ihrer Mutter.

Hunderassen aus aller Welt

Rund um den Globus existieren zahlreiche Varianten unserer Lieblingsvierbeiner – in unserer Rubrik Rasseporträts haben wir zahlreiche Beschreibungen der unterschiedlichen Hunderassen gesammelt!

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