Die 11 aktivsten Hunderassen

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Die aktivsten Hunderassen im Porträt

Nicht jeder Hund hat den gleichen Bewegungsdrang. Oft sagt man großen, schweren Rassen nach, dass sie ruhiger wären, jedoch genauso oft taucht der Irrglaube auf, kleinere Hunde bräuchten weniger Bewegung. In dieser Liste findet ihr die 11 aktivsten Hunderassen mit dem größten Bewegungsdrang.

Disclaimer: Der Bewegungsdrang eines Hundes ist auch innerhalb einer Rasse oft unterschiedlich und hängt vom Alter und der Gesundheit des Hundes ab. Den Rassen in dieser Auflistung wird allerdings vom Rassestandard die Charaktereigenschaft „aktiv“ zugeordnet, auf dessen Basis diese Auflistung aufbaut.

Weimaraner

Der Weimaraner Vorstehhund hat seinen Namen daher, dass er Anfang des 19. Jahrhunderts am Hof zu Weimar von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach gehalten wurde. In gibt es sowohl mit kurzem Haar, als auch als Langhaar. Der Weimaraner ist ein Jagdhund, der vor allem für seine exzellente Nase bekannt ist. Der Weimaraner ist muskulös und liebt es, sich zu bewegen. Ihm wird auch nachgesagt, dass er oft sehr eigensinnig sein kann, weswegen er eine strenge Erziehung benötigt.

ein weimaraner liegt auf einer sonnenbeschienenen wiese und macht pause von der jagd
Der Weimaraner zählt zu den ältesten deutschen Vorstehhunderassen. / Foto: pixabay.

Dalmatiner

Der Dalmatiner stammt ursprünglich aus Kroatien und ist bekannt für sein getupftes Fell. Die Welpen kommen weiß zur Welt und die Flecken zeigen sich erst nach 10 bis 14 Tagen. Die Geschichte der Dalmatiner reicht bis weit in die Antike zurück. In England war er während der viktorianischen Zeit besonders als Kutschenbegleithund sehr beliebt. Später wurde er Maskottchen der New Yorker Feuerwehr, da er im 19. Jahrhundert dem Löschwagen, der damals noch von Pferden gezogen wurde, als lebende Sirene vorauslief. Der Dalmatiner gilt als sehr freundlich und lebhaft. Sie sind sehr sensibel und können schnell Verhaltensauffälligkeiten zeigen, wenn sie konstant unterfordert sind.

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Dalmatiner mit braunen Flecken sind seltener, aber laut Rassestandard erlaubt. / Foto: pixabay

Border Collie

Der Border Collie verdankt seinen Namen seiner Herkunft, nämlich dem Grenzland („border“ bedeutet „Grenze“) zwischen Schottland und England. Da der Border Collie als Hütehund gezüchtet wird, zeichnet er sich besonders durch seine Gelehrigkeit und Intelligenz aus. Mittlerweile ist der Border Collie auch ein beliebter Familienhund. Besonders geeignet ist der für Hundesportarten wie Agility, wo er auch im Vergleich die meisten Teilnehmer stellt. Nicht ausgelastete, stark unterforderte und missverstandene Border Collies können zu schwierigen, manchmal sogar verhaltensgestörten Hunden werden.

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Border Collies mussten ganz schön Stoff geben können, um die Schafherde zusammenzuhalten. / Foto: pixabay.

Deutscher Schäferhund

Auch der Deutsche Schäferhund wurde als Hütehund gezüchtet. Als Begründer der Rasse gilt Max von Stephanitz, der von dem Hundetyp begeistert war und jahrelang züchtete, um die Rasse zu „verbessern“. Laut Rassestandard ist der Deutsche Schäferhund vom Wesensbild her nervenfest, selbstsicher, aufmerksam und völlig gutmütig. Er wird oft als Schutz-, Dienst- oder Hütehund eingesetzt.

Deutscher Schäferhund mit kurzem Fell sprintet über eine Wiese
Laut FCI-Standard sind die zulässigen Farben für Deutsche Schäferhunde "schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen, schwarz einfarbig, grau mit dunklerer Wolkung, schwarzem Sattel und Maske." / Foto: Pixabay

Husky

Der Husky stammt ursprünglich aus dem nördlichen Sibirien, wo er bereits Begleiter der dort ansässigen Nomadenvölker war. Schon damals wurden sie als Schlittenhunde eingesetzt. Der Husky ist in der Lage, das Neunfache seines eigenen Körpergewichts zu ziehen, was ihn auch zu einem der stärksten Hunde macht. Schon früher wurden die Welpen der Huskys zusammen mit der Familie im Haus aufgezogen, woher sein menschen- und kinderfreundliches Wesen stammt. Speziell ist bei ihnen auch der besonders ausgeprägte Orientierungssinn, der sie selbst bei starkem Schnee nicht vom Weg abkommen lässt.

Ein Sibirischer Husky sitzt mit heraushängender Zunge im Schnee.
Der Husky ist an Schnee und kalte Temperaturen gewöhnt. / Foto: Pixabay.

Australian Shepherd

Anders als sein Name vermuten lässt, stammt der Australian Shepherd ursprünglich aus Nordamerika, wo er als Hütehund eingesetzt wurde. Den Aussie gibt es in unüblich vielen Farbvarianten, darunter Schwarz, Rot, Tricolor in Schwarz und Rot, sowie Merle. Eine rein körperliche Beschäftigung wie Spazierengehen oder Fahrradfahren reicht nicht aus, um einen Australian Shepherd zu fordern. Er braucht sowohl körperliche als auch geistige Auslastung. Daher sind Aussies für sämtliche Hundesportarten bestens geeignet.

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Ein Australian Shepherd in Red Merle. / Foto: unsplash

Australian Cattle Dog

Der Australian Cattle Dog hat seinen Ursprung, im Gegensatz zum Australian Shepherd, tatsächlich in Australien. Auch er zählt zu den Hütehunden. Auch die Australian Cattle Dogs werden weiß geboren und bekommen ihre Farbe in den ersten Wochen. Allerdings sind Masken und Flecken von Geburt an sichtbar. Er ist mutig, rustikal, fleißig und sehr treu gegenüber seinen Menschen. Allerdings ist er Fremden gegenüber eher zurückhaltend. Da der Australian Cattle Dog dafür gezüchtet wurde, Rinderherden durch die weite Prärie Australiens zu führen, braucht er jede Menge Freilauf und Bewegung.

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Der Australian Cattle Dog wurde zum Führen von Rinderherden eingesetzt. / Foto: pixabay

Jack Russell Terrier

Der Jack Russell Terrier ist im Vergleich zu den bisher vorgestellten Hunderassen eher klein und niederläufig. Er wurde von John Jack Russell als Jagdhund gezüchtet, speziell für die Jagd auf Füchse. Er gilt als kühn und furchtlos, aber auch freundlich und selbstbewusst.

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Was den Hundesport betrifft, kommen Jack Russell Terrier gerne bei Agility und Dog Diving zum Einsatz. / Foto: Pixabay

Airedale Terrier

Der Airedale Terrier wurde ursprünglich zur Jagd auf Ratten eingesetzt und stammt aus der englischen Grafschaft Yorkshire. Er gilt als besonders intelligent und liebt Menschen, besonders Kinder. Er besitzt noch immer einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb, weswegen bei einem Familienhund unbedingt Antijagdtraining ausgeübt werden sollte.

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Das charakteristische Fellkleid von Airedale Terriern ist lohfarben mit dunklem Rücken. / Foto: pixabay.

Shetland Sheepdog

Der Shetland Sheepdog, oder auch Sheltie, stammt von den Shetlandinseln im Nordosten Schottlands. Auch der Sheltie wurde als Hütehund gezüchtet und eingesetzt. Heute ist er vor allem ein beliebter Haushund, der seine Arbeitswilligkeit jedoch nicht verloren hat. Er eignet sich ausgezeichnet für Agility und andere Hundesportarten. Auch als Therapiehund wird der Sheltie eingesetzt.

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Der Shetland Sheepdog braucht ausreichend körperliche und geistige Herausforderung. / Foto: Pixabay

Magyar Vizsla

Der Magyar Vizsla, oder auch kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund, hat seinen Ursprung, wie der Name schon verrät, in Ungarn und gehört zur Gruppe der Jagdhunde. Besonders auffällig ist seine gold-kupfrige Fellfarbe, die vor allem zur Tarnung in den Steppen und Getreidefeldern diente. Er vereint bei seiner Aufgabe als Jagdhund die Vorteiler anderer Hunderassen, so ist er zum Beispiel schnell und ausdauernd wie ein Windhund, aber kann auch gut apportieren wie ein Retriever. Der Vizsla gilt als besonders sensibel und geht eine sehr starke Bindung mit seienr Bezugsperson ein. Er benötigt neben Auslauf und Bewegung entsprechende geistige Auslastung. Eine Unterforderung kann zu Verhaltensproblemen führen.

ein kurhaariger magyar vizsla ein ungarischer vorstehhund steht auf der terrasse eines hauses
Der Magyar Vizsla kann locker mit flüchtendem Wild mithalten. / Foto: pixabay.

Fakt ist: Jeder Hund braucht sein angemessenes Maß an Bewegung. Dies kann vom Alter, der Gesundheit, sowie der Rasse abhängig sein. Es ist besonders wichtig, sich vor der Entscheidung, einen Hund zu adoptieren, Gedanken zu machen, welcher Hund zum eigenen Lebensstil passt und sich auf dieser Grundlage für einen Hund vom Züchter oder aus dem Tierheim zu entscheiden.