Malteser (Hunderasse) – geselliger Begleiter

malteser hund mit schwarzer schnauze und schwarzen augen blickt süß
Weißes Fell und schwarze Knopfaugen - der Malteser ist ein richtiger Hingucker! / Foto: pixabay.

Der Malteser liebt Gesellschaft, ist lebhaft und sein Jagdtrieb ist im Vergleich zu anderen Hunderassen nur wenig ausgeprägt. Die Hunderasse ist anhänglich, gelehrig und freundlich. Er ist ein wahrer Begleiter!

Maltester (Hund) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion 1:
Bichons und verwandte Rassen
Ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Mittleres Mittelmeergebiet
FCI-Standardnummer: 65

Widerristhöhe:
Rüden: 21–25 cm
Hündinnen: 20–23 cm
Gewicht: ca. 3–4 kg
Verwendung: Gesellschaftshund, Begleithund

Geschichte und Herkunft

Der Malteser stammte aus dem zentralen Mittelmeerraum, wo seine Vorfahren an Häfen und Küstenorten lebten. Dort waren sie dafür zuständig, dass Mäuse und Ratten nicht an die wertvollen Waren gelangen konnten. Seinen Namen verdankt er nicht, wie ursprünglich angenommen, der Insel Malta. Tatsächlich geht er auf das simitische Wort „málat“ zurück, was „Hafen“ oder „Zuflucht“ bedeutet. Die Ursprünge der Rasse reichen weit zurück bis ins antike Rom. So wurde damals schon ein kleiner Hund (lateinisch „canes malitenses“) in den Aufzeichnungen erwähnt. In der Renaissance war der weiße Schoßhund besonders bei den Damen des hohen Adels sehr beliebt. Diese weltweite Beliebtheit hat sich die freundliche Hunderasse bis heute erhalten.

Wesensart und Verhalten

Der Malteser ist unkompliziert und wachsam, jedoch ohne ein Kläffer zu sein. Der kleine Begleithund ist leicht zu führen, stets gut gelaunt und hat ein freundliches Wesen. Das macht ihn zu einem guten Begleiter. Er liebt seine Menschen und bindet sich auch sehr stark an sie. Längere Spaziergänge sind ohne Probleme möglich, ein Sportler ist der Malteser allerdings nicht. Besonders für Familien mit kleinen Kindern ist der Malteser eine toller Ergänzung!

malteser hund mit blauer weste sitzt auf einer parkbank, gelbe laubblätter sind darunter zu sehen
Malteser sind für auch bei Wind und Wetter für einen Spaziergang zu gewinnen. / Foto: pixabay.

Erscheinungsbild

Der Malteser zählt aufgrund seiner geringen Körpergröße zu den Zwerghunden. Sein länglicher Körper steht auf vier kurzen Beinen. Er ist nicht besonders kräftig oder ausdauernd, aber genießt lange Spaziergänge wie jeder andere Hund. Der Kopf wird stolz und vornehm getragen. Die dunkelbraunen Augen und die schwarze Nase setzen einen schönen Konstrastpunkt zum ansonsten sehr hellen Fell. Zugelassene Fellfarben umfassen Schattierungen von reiweiß bis elfenbeinfarben. Die Textur der Haare ist seidig und verleiht ihm Eleganz und Anmut. Sie verlieren kaum Haare und haben keine Unterwolle. Deswegen sind sie hypoallergen – auch Personen mit Hundehaarallergien kommen gut mit ihnen zurecht. Allerdings ist das Fell dafür sehr pflegeintensiv. Tägliches Bürsten und regelmäßige Pflege sollten beim Malteser unbedingt am Programm stehen.

Gesundheit

Der Malteser darf sich über eine stolze durschnittliche Lebensspanne von 12 bis 16 Jahren freuen. Werden die Haare über den Augen zu lang, kann es zu Reizungen oder Augenentzündungen kommen. Tränende, gerötete oder zu trockene Augen sind daher manchmal zu beobachten. Wie bei vielen kleinen Hunderassen ist der Malteser außerdem anfälliger für Patellaluxationen. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Verschiebung der Kniescheibe. Ansonsten ist er eine sehr robuste und gesunde Hunderasse.

malteser welpe steht auf einer schoterstraße
Mit ihrem hypoallergenen Fell sind Malteser ideale Begleiter für Personen mit Hundehaarallergie. / Foto: pixabay.

Wusstest du, dass der Malteser...

… die Farbe seiner Schnauze verändern kann?

Dem Malteser sieht man seinen Lebensstil buchstäblich an der Nasenspitze an. Denn seine schwarze Schnauze kann sich leicht pink verfärben, wenn er nicht genug Sonnenlicht bekommt. Aber Achtung: Auch läufige Hündinnen können einen pinke Schnauze bekommen!

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglichkeit

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Interview mit Mag. Carina Miklautsch

Wie lebt es sich mit einem Maltester? Wir haben bei einer Hundefreundin nachgefragt, die aus eigener Erfahrung berichten kann!

Wie bist du auf die Rasse aufmerksam geworden?

Ich bin durch Zufall auf die Rasse gekommen. Eigentlich wollte ich ursprünglich einen Westhighland White Terrier und hörte mich nach aktuellen oder baldigen Würfen um. Ich fand recht rasch eine Züchterin in der Nähe, die noch einen Welpen hatte. Ich machte einen Termin aus, um den Welpen zu sehen. Dort angekommen, holte die Züchterin den Westie-Welpen aus dem hinteren Bereich, vergaß jedoch die Tür zu schließen und ein kleines, weißes „Flauschkugerl“ schlüpfte mit heraus und lief direkt zu mir. Dieses „Flauschkugerl“ ist meine „Phoebe“. Ich hatte mich sofort in sie verliebt und wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Züchterin auch Malteser hat. Somit lag die Wahl wohl eher beim Vierbeiner.

Welche „rassetypischen“ Eigenschaften sind besonders herausfordernd?

Die Malteser sind grundsätzlich sehr freundliche und liebesbedürftige Zeitgenossen. Sie können allerdings auch sehr eigensinnig, stur und faul sein. Sie verweigern in Folge jedes Kommando oder haben auf einmal alles „vergessen“. Mit dem Lieblingsleckerli hat man sie aber schnell wieder auf seiner Seite.

Wie sieht dein Alltag mit Hund aus?

Ein normaler Tag beginnt mit einem Morgenspaziergang mit Phoebe und meinem zweiten Hund Sammy, einem Yorkie-Mix. Da ich beruflich flexible Arbeitszeiten habe und auch von zuhause aus arbeiten kann, sind die beiden maximal sechs Stunden am Tag alleine. Gleich nachdem ich heimkomme, geht es wieder raus zum Spazieren, Spielen und Toben. Zwischen 6 und 7 Uhr gibt es dann Essen und um 21:00 herum geht es das letzte Mal raus, bevor es ab ins Bett geht. Am Wochenende unternehmen wir viel und fahren öfters in die Berge oder an den See. Wandern gefällt Phoebe besser als schwimmen.

Malteser-Welpen (Video)

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