Berlin: Hund beim Baden an Blaualgen-Vergiftung verstorben

Ein Hund steht an einem Gewässer auf einem Stein und schaut besorgt ins Wasser. Es wurde jedoch nicht in Berlin aufgenommen und ist nicht mit Blaualgen verseucht.
Nicht alle Gewässer sind für Vierbeiner geeignet. Informieren Sie sich unbedingt vorher über mögliche Gefahren durch Blaualgen. / Symbolfoto: pixabay.

Blaualgen sind im Sommer eine wahre Plage für Wasserratten und Badegäste. Diese hochgiftige Algenart verleidet vielen den Badespaß. Letzte Woche verstarb in Berlin ein Hund an einer besonders aggressiven Mutation dieser Algen.

Die als Blaualgen bezeichneten Cyanobakterien verleiden Jahr für Jahr vielen begeisterten Wasserratten den Badespaß. Denn die hochgiftigen Bakterienkolonien treiben in den Sommermonaten an der Wasseroberfläche vieler Seen in Europa. Schon Hautkontakt kann zu Ekzemen und Reizungen führen, bei Verschlucken können erwachsene Menschen an Übelkeit, Durchfall und Fieber erkranken. Für kleine Kinder und Hunde kann das Baden in mit Blaualgen verseuchten Gewässern sogar tödlich enden. Wie die B.Z. berichtete, trat genau  dieser Fall letzte Woche ein. Zwei Vierbeiner waren am Tegeler See bei Berlin unterwegs. Der eine ging ins Wasser, trank dort und leckte einen Baumstamm ab. Der andere Hund hatte sich nur am Ufer entlangbewegt. Kurze Zeit später war der erste Hund verstorben, der zweite konnte durch tiernotärztliche Versorgung gerettet werden. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hatte vorsorglich vor Blaualgen im Tegeler See bei Berlin gewarnt.

Besonders aggressive Mutation

Seit 2017 ist im Tegeler See bei Berlin eine besonders aggressive Blaualgen-Mutation namens Tychonema gesichtet worden. Diese hatte sich mit dem dort wachsenden Quellmoos verbunden und produziert ein starkes Nervengift namens Anatoxin A. Von den seitdem 18 betroffenen Hunden waren 16 leider verstorben. Bei der Obduktion der Hunde erlitten teilweise sogar die durchführenden Tierärzte Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen und Schwindel. Diese Blaualgen-Unterart wurde bisher nur am Tegeler See in Berlin und am Mandichosee bei Augsburg nachgewiesen. An beiden Seen sprach man daraufhin Badeverbote aus. Das Strandbad Tegel ist trotzdem geöffnet, denn im Nichtschwimmerbereich ist die Blaualgen-Konzentration nicht hoch genug. Auch der Uferbereich wird regelmäßig fachmännisch gesäubert. Hunde sind dort allerdings nicht erlaubt.

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