Donnerstag, Oktober 6, 2022
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Prüfung für Assistenzhunde: Österreich ist Vorreiter

Richtig ausgebildete Assistenzhunde unterstützen Menschen mit Behinderung im Alltag. Seit 2015 garantiert eine verpflichtende Prüfung, dass die vierbeinigen Helfer den hohen Ansprüchen gerecht werden. Österreich nimmt bei der Umsetzung der entsprechenden Gesetzesnovelle damit eine europäische Vorreiterrolle ein.

Eine fundierte Ausbildung ist nicht nur für Menschen wichtig, sondern auch für Assistenzhunde. Sie haben die große Aufgabe Menschen mit Behinderungen im Alltag verlässlich zur Seite zu stehen. In Österreich gibt es daher seit 2015 eine verpflichtende Prüfung für Halterinnen und Halter von Assistenzhunden. Diese bestätigt, dass der zukünftige Assistenzhund für seine spezielle Aufgabe gesundheitlich geeignet und sozial verträglich ist und dass das Team Mensch-Tier gut funktioniert, schreibt die Vetmeduni Wien in einer Aussendung. 20 neuen, erfolgreichen HalterInnen von Assistenzhunden wurden kürzlich ihre Zertifikate verliehen.

Internationale Topleistung

Die professionelle Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ist richtungsweisend und verschaffte Österreich sogar eine Vorreiterrolle in Europa. „Wir bekommen Anfragen aus vielen Ländern, wie man unsere Konzepte der Beurteilung von Assistenzhunden auch dort effizient umsetzen kann“, sagt Karl Weissenbacher, der Leiter der Prüfstelle des Messerli Forschungsinstitutes der Vetmeduni Wien. „Die  Ausbildnerinnen und Ausbildner in Österreich können stolz sein, dass sie eine international wahrgenommene Topleistung für die Ausbildung der Assistenzhunde liefern.“

Auswirkungen auf den Hund

Ein wichtiger Aspekt sind dabei die Auswirkungen der Aufgabe auf den eingesetzten Hund. „Die Mensch-Tier-Beziehung ist sehr vielfältig. Im Mittelpunkt der Vetmeduni Vienna steht die Tiergesundheit und die ist immer im Zusammenhang mit den Bedürfnissen und dem Wohlbefinden der Tiere zu sehen“, stellt Vizerektor Otto Doblhoff-Dier fest. Die Prüfstelle führt deshalb auch ein zentrales Register aller Assistenz- und Therapiebegleithunde in Österreich. Damit lassen sich Auswirkungen des Langzeiteinsatzes auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Hunde wissenschaftlich untersuchen.

Verschiedene Assistenzhunde

Seit der entsprechenden Gesetzesnovelle für das Bundesbehindertengesetz im Jahr 2015 werden Hunde, die Menschen mit Behinderung unterstützen, als Assistenzhunde bezeichnet. Darunter fallen Blindenführhunde genauso wie Service- und Signalhunde. Die Servicehunde unterstützen Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Alltag. Signalhunde haben die wichtige Aufgabe, Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes auf drohende Unterzuckerung oder Gehörlose auf Geräusche aufmerksam zu machen.

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