Sonntag, Oktober 2, 2022
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Studie: Frauen schlafen besser mit Hund als mit Partner

Eine US-amerikanische Studie bestätigte, was Hundebesitzerinnen schon immer geahnt haben: Frauen schlafen besser, wenn ein Hund neben ihnen im Bett liegt – im Gegensatz zu einer Katze oder einem Partner. Die Anwesenheit von Vierbeinern neben uns ist besonders im Schlaf sehr beruhigend.

Dass wir Zweibeiner grundsätzlich besser schlafen, wenn sich eine Fellnase neben uns in die Laken kuschelt, bewies bereits eine Studie der Mayo-Schlafklinik in den USA im Jahr 2015. Besonders alleinstehende Singles profitierten bei der Schlafqualität sehr von ihren vierbeinigen Bettgenossen. Sie gaben an, tiefer und besser im Land der Träume zu verweilen, solange man ein anderes Lebewesen an seiner Seite weiß. Ein paar Jahre später veröffentlichte eine Studie des Canisius College aus den USA weitere interessante Erkenntnisse aus der Mensch-Tier-Schlafforschung. Frauen schlafen besser mit einem Hund an der Seite als mit einem menschlichen Partner. Gerade viele Hundebesitzerinnen werden sich nun denken: Ich habe es doch schon immer gewusst! Doch die Gründe dafür liegen nicht unbedingt am nervigen Schnarchen der Partner.

Lieber Hund statt Mann?

Die Tierverhaltensforscherin Christy L. Hoffmann und ihr Team sammelten im Zuge ihrer wissenschaftlichen Studie Daten von 962 erwachsenen Frauen. Aufgrund ihrer Schlafsituation wurden die Frauen in drei Gruppen eingeteilt: Frauen mit einem oder mehreren Hunden im Bett, Frauen mit Katze(n) im Bett und Frauen mit einem menschlichen Partner am Polster nebenan. Danach wurden die Testteilnehmer gebeten, Angaben zu ihrer Schlafqualität zu machen. Das Ergebnis überraschte. Frauen mit einem menschlichen Partner oder mindestens einer Katze in den Federn schliefen signifikant schlechter als Hundebesitzerinnen, die mit ihren Fellnasen das Bett teilen. Menschen und Katzen im Bett wurden eher als störend empfunden. Und auch das Gefühl von Sicherheit war niedriger als bei Hundebesitzerinnen. Denn diese Frauen schlafen besser und tiefer mit einem Hund an ihrer Seite und empfinden ein hohes Ausmaß an Sicherheit und Geborgenheit. Auch die Bett- und Aufstehzeiten waren bei Hundebesitzerinnen tendenziell früher als bei Katzenbesitzerinnen oder Pärchen.

Mögliche Gründe für diese Ergebnisse gibt es viele. Dennoch müssen erst weitere Studien erfolgen, um Spekulationen weiter zu erforschen. Beispielsweise ist es möglich, dass fixe Bettzeiten und kein Aufbleiben bis in die tiefe Nacht hinein für einen stabileren Schlafrhythmus sorgt. Außerdem sind Katzen nachts tendenziell aktiver als Hunde, was von Menschen als störend empfunden werden kann. Schließlich kennt wahrscheinlich jeder Fan von Samtpfoten das aufgeregte Ausrasten mancher Katzen in den frühen Morgenstunden! Hunde stattdessen beschrieben die Frauen der Studie als ruhiger und angenehmer im Schlaf.

Natürlich können auch Hunde uns das Schäferstündchen vermiesen. Besonders, wenn diese wie verrückt schnarchen! Erfahren Sie hier, welche Ursachen tierisches Schnarchen haben kann und ob Sie etwas dagegen tun können.

Außerdem: Wie schlafen Hunde überhaupt? Alles über das Phänomen Hundeschlaf!

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