Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Langeweile ade! Beschäftigung für den Hund

Immer nur Stöckchen werfen, jeden Tag dieselben Gassirunden – Routine kann schnell langweilig werden. Insbesondere aktive Hunderassen wie der Australian Shepard, der Border Collie oder der Dobermann brauchen mehr als nur regelmäßige Spaziergänge. Denn ein nicht ausreichend ausgelasteter Hund kann schnell auf dumme Ideen kommen. Daher sollte man stets versuchen, etwas Abwechslung in die Hundebeschäftigung zu bringen und den Vierbeiner mit neuen Spielchen zu überraschen. Wir stellen Ihnen ein paar tolle Möglichkeiten zur Beschäftigung mit Hund vor!

Wie viel Beschäftigung ein Hund am Tag benötigt, kann man nicht pauschal sagen. Jede Rasse, jede Altersgruppe und jeder individuelle Vierbeiner hat ganz eigene Bedürfnisse. Natürlich kann man es mit der Auslastung übertreiben – und dann verlernt die Fellnase es ganz, sich jemals entspannt auszuruhen. Aber ab wann beschäftigt man den Hund zu viel oder zu wenig? Bei sehr kleinen sowie großen, schweren Fellnasen sind bereits tägliche Spaziergänge ausreichend. Hunde, die für Arbeiten wie Herdenhüten oder Schlittenzeihen gezüchtet wurden, brauchen wesentlich mehr Auslauf – am liebsten in der freien Natur. Die meisten Hunde jedoch schätzen Denkspiele, die den Verstand fordern und fördern. Besonders intelligente Hunderassen wie der Border Collie brauchen diese sogar regelmäßig, um auch geistig ausgelastet zu sein. Im Endeffekt sollte jeder Besitzer seinen Hund am besten kennen und selbst entscheiden können, wie viel Beschäftigung er braucht und wann es an der Zeit ist, sich auszuruhen.

Welche Möglichkeiten zur Beschäftigung gibt es?

Abgesehen von den klassischen Tätigkeiten wie Agility, Dummy-Training oder Clicker-Training gibt es zahlreiche andere Methoden, seine Fellnase artgerecht auszulasten. Speziell, wenn das Wetter schlecht ist oder die Fellnase sich nicht alleine zu Hause langweilen soll, kann man auf andere Spielchen zurückgreifen. Es ist nie schlecht, ein paar spannende Spiele in seinem Repertoire zu haben, um seinem vierbeinigen Freund eine passende Abwechslung zu bieten. Wir haben hier ein paar zusammengefasst:

  • Verstecken

Suchspiele sind nicht nur für Kinder, sondern auch für besonders aktive Hundenasen eine lustige Freizeitaktivität. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Lieblingsspielzeug versteckt wird oder sich Menschen verbergen. Lassen Sie den Hund an einer Stelle im Haus warten und verstecken Sie sich. Jetzt rufen Sie den hündischen Spielkameraden und warten Sie ab, bis er Sie aufgespürt hat. Damit das Suchspiel nicht zu lang und damit frustrierend wird, kann man immer wieder durch Rufen Hinweise geben. Hat der Vierbeiner schlussendlich erfolgreich gefunden, kann man ihn mit Lob oder Leckerli belohnen. Dieses Spielchen eignet sich besonders gut, um Kinder und im Haushalt lebende Hunde gleichzeitig zu beschäftigen.

  • Duftspur legen

Mit ihrer Nase können Hunde viel mehr als bloß Gerüche erkennen. So ist es nicht verwunderlich, dass Schnüffel- und Riechspiele für die meisten Hunde spannende Beschäftigungen darstellen. Nehmen Sie für dieses Spielchen ein stark riechendes Leckerli und ziehen Sie es über den Boden. Am Ende der gezogenen Duftspur bleibt es als Belohnung liegen. Für den Anfang sollte man möglichst gerade Strecken ziehen, um die Fellnase an das Spiel zu gewöhnen. Hat sie nach ein paar Mal den Dreh raus, kann man später auch Winkel, Wendungen und Hindernisse einbauen. Um die Schwierigkeit noch weiter zu erhöhen könnt ihr das Leckerli am Ende unter einem von mehreren Bechern verstecken. Somit wird euer Hund nicht nur unterhalten, sondern auch mental ausgelastet.

Ein Hund schnüffelt im hohen Gras.
Für Hunde sind Nasenspiele eine artgerechte Auslastung von Körper und Geist. / Symbolfoto: Canva (Elena Voevodskaya).
  • Decken-Leckerli erschnüffeln

Neben dem Legen einer Fährte kann man auch einfach ein duftendes Leckerli unter einer Decke oder in einem Schnüffelteppich verstecken. Am besten faltet man die Decke mehrfach oder knüllt sie fest zusammen. Für fortgeschrittene Spürnasen kann man auch mehrere Decken ineinander verwickeln und mehrere Leckerlis platzieren. Diese Möglichkeit beschäftigt euren vierbeinigen Mitbewohner einige Zeit und benötigt nicht keine menschliche Anwesenheit.

  • Überraschungspakete

Für ein Überraschungspaket nimmt man eine Handvoll köstlich riechender Leckereien und packt sie nach und nach in mehrere Schichten Verpackungsmaterial ein. Egal, ob alte Klopapierrollen, Stoffreste oder Versandkartons – der Kreativität kann man dabei freien Lauf lassen! Am besten fängt man mit einer einfachen Verpackung an. Zeitungspapier, das der Hund nur zerfetzen muss, eignet sich dafür besonders gut. Im nächsten Schritt könnt ihr die Schwierigkeit erhöhen, indem ihr beispielsweise eine leere Klopapierrolle befüllt und die Enden umknickt. Für raffinierte Fellnasen füllt man einen Karton mit Überraschungspaketen und Papierschnipseln. Damit ist der Hund sicherlich eine ganze Weile beschäftigt.

  • Haushaltshilfe

Aktive Hunderassen können Gefallen daran finden, wenn man ihnen kleine Tätigkeiten im Haushalt anvertraut. Diese sind unterschiedlich gestaltbar: vom Wäschekorb leeren, zum Kleidung oder Zeitung holen bis hin zum Suchen und Bringen von speziellen Gegenständen. Euer vierbeiniger Mitbewohner fühlt sich dadurch gebraucht und in das Alltagsgeschehen eingebunden. Diese Tätigkeit eignet sich besonders für Hunde, die gerne apportieren oder Dinge im Maul herumtragen, wie Retrieverrassen. Wichtig dabei ist, das Training langsam anzugehen und ihnen Schritt für Schritt und mit viel Lob klarzumachen, was man von ihnen erwartet.

EIn Hund bringt zur Beschäftigung eine Zeitung zu seinem Frauchen.
Kleine Aufgaben im Haushalt zu erledigen kann dem Hund gut gefallen. / Symbolfoto: Canva (pixelshot).
  • Indoor-Agility

Ist genügend Platz in der Wohnung, kann man einen Indoor-Agility-Parcours aufbauen. Dies bietet sich vor allem für Schlechtwettertage an. Dafür muss man Hindernisse nicht extra kaufen, sondern kann problemlos ein paar Haushaltsgegenständen zweckfremden. Ein Hula-Hopp-Reifen wird zum Sprungring, ein Bücherstapel wird zur Hürde und Wasserflaschen zum lustigen Slalom. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass der Parcours nicht zu schwer wird und sich der Hund nicht verletzen oder auf glattem Boden ausrutschen kann.

Kreativität ist gefragt!

Bei der Suche einer neuen Möglichkeit, seinen hündischen Freund zu beschäftigen, sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dabei kann natürlich immer wieder auf altbewährte Spielchen, wie dem Apportieren vom Stöckchen oder Bällen, dem Verstecken von Leckerlis im Gras oder Tauziehen zurückgegriffen werden. Wichtig ist es, seinem Hund genügend Auslastung und Abwechslung zu bieten – und ihm danach auch seine Ruhe zu gönnen. Viele käufliche Intelligenzspielzeuge, wie etwa ein Snackball oder Flip Boards, bieten zudem weitere Möglichkeiten, den Hund zu beschäftigen.

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