Hund füttern: Wie oft am Tag? Risiko Magendrehung?

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Wie oft sollte man seinen Hund füttern? Das ist nicht unumstritten, auch wegen eines Gesundheitsfaktors: dem Risiko Magendrehung ... / Foto: Pixabay

Wie oft soll ich meinen Hund füttern? Nur einmal am Tag? Oder kleine Portionen über den Tag verteilt? Und wann ist das Risiko für eine Magendrehung am höchsten?

Die Ernährung des Hundes ist ein Thema für sich, wie viele Mahlzeiten man am Tag geben sollte, ein Teil davon. In welchen Abständen sollte ich meinen Hund also füttern? Das ist nicht ganz unumstritten.

Hungrig sind unsere Vierbeiner von früh bis spät. Zumindest macht das ein oder andere Exemplar allen Anschein danach. Es liegt also an uns Zweibeinern, die adäquate Futtermenge für unsere Lieblinge zu bestimmen.

Auch wann und in wie vielen Portionen wir diese geben. „Grundsätzlich gibt es keine Faustregel. Das Fütterungsmanagement ist immer individuell zu gestalten“, erklärt Regina Bregenzer, Tierärztin und Hundezüchterin.

„Ich selbst füttere erwachsene Hunde einmal pro Tag. Der Hund ist ein Schlinger und kann große Mengen fressen, sollte danach aber eine Ruhephase haben. Ich füttere daher abends. Gerade bei Hunden, die zu Übergewicht neigen, ist es besser einmal zu füttern um mit der entsprechend größeren Menge ein Sättigungsgefühl zu erzielen. Meiner Erfahrung nach schummeln die Hundebesitzer, was die Gesamtmenge angeht, wenn sie es auf zwei Mal aufteilen, weil die halbe Portion ihnen halt doch extrem wenig vorkommt“.

Fakt sei nämlich, dass Übergewicht nicht nur beim Menschen sondern auch beim Hund eine immer größere Rolle spielt. Zu viel auf den Rippen kann auch bei unseren vierbeinigen Lieblingen zu „Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislaufbeschwerden und Gelenksproblemen“ führen.

Risiko Magendrehung

Gründe, die Futtermenge aufzuteilen, gibt es dennoch. „Bei sehr großen Hunden, die eventuell eine Prädisposition zu Magenumdrehungen haben, sollte man die Futtermenge besser auf zwei bis drei Mal aufteilen. Ebenso bei manchen alten Hunden empfiehlt es sich, die Ration aufzuteilen“, so Bregenzer.

„Gerade bei großen Rassen begünstigt eine einzige große Mahlzeit, verbunden mit anschließender körperlicher Anstrengung, eine Drehung des Magens um die eigene Achse“, erklärt Tierarzt Stefan Reischl. Auch bei Junghunden empfiehlt es sich, mehrmals am Tag zu füttern. „Junghunde nach dem Absetzen sollte man mindestens drei bis vier Mahlzeiten pro Tag zukommen lassen. Der Verdauungstrakt ist noch nicht voll ausgebildet und auch die Darmflora muss sich erst entwickeln und kann mit mehreren kleinen Portionen besser umgehen als mit zu großen“. Eine regelmäßige Energiezufuhr über den Tag verteilt spricht für den Tierarzt im Übrigen auch bei erwachsenen, gesunden Hunden für eine mehrmalige Fütterung pro Tag. „Bei zwei – oder mehrmaliger Fütterung wird nicht nur der Verdauungsapparat gleichmäßiger belastet, auch die Nährstoff- und Energiezufuhr erfolgt gleichmäßig. Zusätzlich spricht für eine Fütterung von zwei Mahlzeiten pro Tag, dass zu lange Abstände zwischen den Fütterungen zu Hungergefühl und somit zu Konzentrations- und Leistungsschwäche führen“, so Reischl.

„Üblicherweise reicht einmal, empfindliche Hunde, große Rassen und ältere Hunde eher mehrmals täglich“, rät Jürgen Zentek, Ernährungsexperte an der Universität Berlin.