Gut fürs Klima: Der Bürohund

Bürohund
Bürohund: Hund mit Laptop
Eine große Bereicherung, doch viel zu selten erlaubt. Foto: pixabay

Nie getrennt sein zu müssen vom vierbeinigen Liebling, das wäre der Traum vieler Hundebesitzer. Ihn mit zur Arbeit nehmen zu können oft aber die Voraussetzung dafür. Hunde am Arbeitsplatz können eine Bereicherung sein – erlaubt sind sie leider viel zu selten.

Kein lästiges Stundenzählen, wie lang der Hund schon wieder alleine zuhause ist, nicht nervös auf die Uhr schauen zu müssen, wenn die Besprechung mal wieder länger dauert und der Vierbeiner daheim schon längst Gassi müsste. So viel entspannter könnten Hundebesitzer sein, wenn der Liebling doch einfach im Büro mit dabei wäre. Dass das die meisten Arbeitgeber – und auch viele Kollegen – ganz anders sehen, ist allerdings meist traurige Realität.

Umfragen zufolge können die wenigsten Erwerbstätigen ihren Hund mit ins Büro nehmen. „In den USA erlauben nur 20 Prozent der Unternehmen Hunde am Arbeitsplatz, das ist erhoben. Bei uns ist es noch schlimmer“, so Michael Weihs, Unternehmensberater und Gründer der Plattform „Unternehmen Hund – die Initiative zur Förderung von Hunden am Arbeitsplatz“ im Standard. Demnach seien in Österreich nur 160 Unternehmen aufgelistet, die Hunde erlauben. Wobei das meist kleinere Unternehmen seien.

Warum eigentlich nicht? Das ist die Frage. Auf die Antworten wie Hygiene oder Ablenkung von der Arbeit folgen. „Grundsätzlich waren bei uns Hunde erlaubt. Eine Mitarbeiterin brachte ihren Hund mit zur Arbeit, das war an sich kein Problem. Dann begannen zwei weitere Mitarbeiter, ihre Hunde mitzubringen, die sich dann aber nicht verstanden und somit Chaos reinbrachten. Also haben wir das Ganze wieder untersagt“, so der Leiter eines Großraumbüros.

Gesteigerte Leistungsfähigkeit

Dass die Vierbeiner sozial verträglich – sowohl mit Mensch als auch mit Hund – und stubenrein sein sollten, versteht sich von selbst. Dann kann er sogar eine große Bereicherung für die gesamte Belegschaft sein. Und nicht nur, weil beim Streicheln eines Tieres bekanntermaßen das Glückshormon Endorphin ausgeschüttet wird, das Kopfschmerzen und Müdigkeit einfach verschwinden lassen kann. Auch bei der Rauchentwöhnung sollen Hunde helfen. Studien der University of New York belegen sogar eine gesteigerte Leistungsfähigkeit von Frauchen und Herrchen beim Kopfrechnen.

Interessantes fand eine weitere amerikanische Studie an 50 Maklern heraus. 25 davon gab man Medikamente gegen Bluthochdruck. Den anderen 25 stellte man einen Hund als neuen Arbeitskollegen vor. Mit spannendem Ergebnis. Die Makler mit dem Hund hatten einen niedrigeren Blutdruck als ihre Kollegen mit den Medikamenten. Zusätzlich waren sie um ein Vielfaches entspannter.

Der Bundesverband Bürohund e.V. bestätigt diese Erkenntnisse. „Hunde lassen uns Menschen psychisch und körperlich gesünder sein, reduzieren damit sogar Krankenkosten. Sie sorgen zudem für mehr Mitarbeiter-Engagement und eine größere Motivation“, erläutert Markus Beyer, erster Vorsitzender des Bundesverbands.