Ein Welpe zieht ein_Die Hundezeitung. /Foto: Bina Lunzer

Die Entscheidung, sein Leben fortan mit einem Hund zu teilen, ist nicht bloß eine Entscheidung: es ist eine Aneinanderreihung von unfassbar vielen Entscheidungen: Welpe oder erwachsener Hund? Züchter oder Tierschutz? 4 kg oder 40 kg? Wenn Rasse: welche? Welcher Hund gefällt mir gut? Wie steht es um die Gesundheit und Erbkrankheiten bei meinen Favoriten? Welche Eigenschaften und Hundehobbys bringt dieser Hund mit? … und passen die zu meinem Leben? Zum Glück ist heute der Zugang zu Informationen einfach, aber dafür kann es schwierig sein, im Überangebot an Informationen das Passende zu finden. Wann steht welche Entscheidung an? Und wer kann dabei behilflich sein – abgesehen von Dr. Google?
Wann befasse ich mich mit welchen Fragen rund um mein neues Familienmitglied? … und woher krieg ich hilfreiche Infos? 

Auf ins Welpenabenteuer! 12 kostenlose oder kostengünstige Tipps

Auszug aus einer Umfrage unter Happy Training Kunden:

***** Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und mir selbst unmittelbar vor/nach der Übernahme meines aktuellen Hundes einen Tipp geben könnte, dann wäre das: Möglichst früh eine Hundeschule finden, die mich in der Anfangszeit begleitet, eher keine Hundebücher lesen, die haben mich anfangs wirklich sehr verwirrt! *****

***** Das werde ich beim nächsten Hund wieder ganz genauso machen: Viel Spass haben, Zeit nehmen, Beziehung und Bindung, und nicht Sitz, Platz, Fuß. Abruf üben und schauen, dass der Hund stressfrei alleinbleiben kann. *****

Infoveranstaltungen nutzen

Seit über 10 Jahren veranstalten wir bei Happy Training kostenlose Welpen-Infoabende. Mehrmals im Jahr ging dabei jemand aus dem Vortragsabend mit dem Kommentar: „Boa, ich glaub, ich überleg mir das nochmal… eventuell wird es doch lieber eine Katze.“ Ziel solcher Infoveranstaltungen ist es, angehende Hundehalter bei ihrer Entscheidung zu unterstützen und realistisch vorzubereiten, was in der Babyzeit auf sie zukommt: „Ja, man kann mit den meisten Welpen in den Nächten nicht durchschlafen, aber es dauert nicht so lang wie bei einem Kind. Rechnen Sie eher mit ein paar wenige Wochen Schlafstörung aus Fleisch und Blut.“ Inzwischen gibt es in mehreren Bundesländern flächendeckend qualitativ hochwertige Vorabinformation: Zum Beispiel gibt es in Niederösterreich seit 2023 die verpflichtende Sachkunde für 75 EUR, in Wien schon seit 2019 für 40 EUR. Wenn Sie dort wohnen, müssen Sie diese Angebote sowieso wahrnehmen, damit Sie Ihren Hund anmelden können. 

No regrets Tipps:

  1. Nutzen Sie diese günstigen, mehrstündigen Angebote nicht erst nach dem Einzug Ihres Hundes, sondern frühzeitig. Am besten nehmen Sie schon teil, wenn Sie gerade erst angefangen haben, über einen eigenen Hund nachzudenken. 
  2. Für die Sachkunde* gibt es neben Präsenzveranstaltungen auch online-Anbieter, die Sie auch aus anderen Bundesländern nutzen können, wo es solche Angebote (noch) nicht gibt. Es lohnt sich wirklich. 
*Hier finden Sie je eine Liste der Trainer:innen für Sachkunde in Niederösterreich, Wien und Salzburg.

Auszug aus einer Umfrage unter Happy Training Kunden

***** Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und mir selbst unmittelbar vor/nach der Übernahme meines aktuellen Hundes einen Tipp geben könnte, dann wäre das: Ich würde nie wieder einen Hund in einer Tierhandlung kaufen! Wie blöd von mir! Und ich würde nie wieder eine Französische Bulldogge oder irgendeinen anderen brachycephalen Hund nehmen. Unsere damalige Hündin bekam ab ca. 3 Jahren schlecht Luft. Wir mussten sie mehrfach operieren lassen. Im Sommer gab es trotzdem Probleme mit Ohnmachtsanfällen. Der arme Hund! Ich bin so dankbar für die Rasseberatung bei Bina. Wir haben jetzt einen kerngesunden Pudel und sind damit seit Jahren überglücklich. *****

Gesundheit ist wichtig!

„Mischlinge sind von Natur aus gesünder,“ ist womöglich mein eigener biggest regret. Mein erster Hund war ein Mischling aus dem Tierschutz und er war sehr krank, hatte ein leidvolles und viel zu kurzes Leben. Ich habe leider viel zu spät Tierärzte diesem Mythos widersprechen gehört. Obwohl Gesundheit ein ganz wichtiges Ziel der Hundezucht ist, heißt das nicht, dass alle Zuchthunde automatisch gesund sind. Das stimmt ganz sicher nicht für die Rassen, die auf der Qualzuchtliste stehen. Manche davon zählen trotzdem in Österreich zu den meistverkauften Hunderassen, wie etwa der Mops. Aktuell stehen neun Rassen (Kategorie 3, Hunde mit starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen) auf dieser Liste. Da ist es wirklich wichtig, allen angehenden Hundehalter klar zu sagen: Wer einen solchen Welpen kauft, finanziert Tierleid. Eine ganze Reihe an weiteren Hunderassen hat häufig mit Erbkrankheiten zu kämpfen, und auch vom Kauf eines Kategorie-2-Hundes wie der Französischen Bulldogge sollte man aus Tierschutzgründen absehen. 

No regrets Tipps:

  1. Nutzen Sie objektive und kostenlose Informationen über Rassen und deren Gesundheit, an denen Tierärztevereinigungen mitarbeiten, wie die des British Kennel Clubs. Den Link dorthin finden Sie auch in der Linksammlung unter dem Artikel. So können Sie Rassen aus Ihrer Auswahl ausschließen, bei denen mit lebenslangem Leid verbundene Erbkrankheiten sehr häufig vorkommen. Und nein, es gibt keine Retro-Möpse, die frei von den rassentypischen Problemen sind, das ist eine Marketingmasche der Züchter von Defektzuchten.
  2. Die oben genannten Informationen beziehen sich nur auf anerkannte Hunderassen, nicht auf deren Mischlinge, wie Labradoodels, Golden Doodles und alle weiteren Pudelmischlinge (Cockerpoo, Schnoodle usw.). Diese Kreuzungen boomen seit ein paar Jahren. Sie haben aufgrund der Paarung von viel Unterwolle (Retriever) mit den Locken (Pudel) sehr häufig Hautprobleme, ein echt schwierig zu pflegendes Haarkleid und überdurchschnittlich häufig orthopädische Probleme. Als Trainerin erlebe ich viele dieser Kreuzungen als besonders zappelig und/oder schreckhaft, und daher nur bedingt für Anfänger, Familien und Pensionisten geeignet. 
Pudelmischlinge wie der Labradoodle boomen derzeit. /Foto: cstockphotos (canva.com)
Pudelmischlinge wie der Labradoodle boomen derzeit. /Foto: cstockphotos (canva.com)

Den Rassedschungel überblicken

In den meisten Stadtbibliotheken gibt es eine große Anzahl von Büchern über Hunderassen: solche, die viele Rassen portraitieren und solche, die sich speziell einer Rasse widmen. Diese Bücher sind ein guter Start in die ca. 400 anerkannten Hunderassen. Die meisten Menschen haben zumindest eine Vorstellung von Größe und Gewicht ihres zukünftigen Hundes. Einige Bücher sortieren Rassen nach diesen Kriterien. Halten Sie sich in dieser Phase der Entscheidungsfindung noch möglichst viele Optionen offen. Viele Hundeschulen bieten Beratung vor dem Hundekauf sogar kostenlos an, denn es beugt jeder Menge Leid auf Hunde- und Menschenseite vor, wenn man charakterlich gut zusammenpasst. Wenden Sie sich mit Fragen zu Rassewahl an die Hundeschulen in Ihrer Umgebung.

No regrets Tipps:

  1. „Ich will einen Hund, aber nur einen kleinen!“ Kleine Hunde haben zweifelsfrei ihre Vorteile: Mangelhafte Erziehung fällt weniger auf, sie sind günstiger in der Erhaltung und machen weniger Dreck. Wer allerdings meint, ein kleiner Hund hätte nur die Hälfte der Bedürfnisse eines größeren Hundes, der irrt gewaltig! Die meisten kleinen Terrier brauchen mehr Bewegung und Beschäftigung als ein Berner Sennenhund oder andere Riesen. 
  2. „Einen Hund nach dem Aussehen auswählen, ist wie einen Mann nach dem Aussehen zu heiraten.“ Es kann sein, dass es dann vom Charakter her spießt. Für uns Menschen ist die Optik unverhältnismäßig wichtig, dabei zählen auch beim Hund die inneren Werte. Wichtiger als das Aussehen sind: Für welche Aufgaben wurde der Hund gezüchtet? Welche Hundehobbys bringt er daher vermutlich mit? Können diese Hobbys meine Hobbys werden? Ein Border Collie ist zweifelsohne ein hübscher und intelligenter Begleiter, aber er ist für täglich stundenlanges Schafehüten gezüchtet worden. Sind Sie bereit für den unbändigen Arbeitseifer einer Hütehunderasse? Spazierengehen wird jedenfalls nicht reichen, um diesen Hund glücklich zu machen. Es gibt Hunderassen, die mit Spaziergängen und „einfach nur Familienleben“ happy sind – etwa der Pudel oder der West Highland White Terrier. 
  3. Treffen Sie die Entscheidung, welcher Hund es werden soll, nicht vor dem Computer, sondern im echten Leben. Auf Facebook gibt es für so gut wie jede Rasse Gruppen. Vielleicht mögen Sie ja dort mit einem oder mehreren Junghunden (!) Ihrer favorisierten Rasse auf einen Spaziergang verabreden? Züchter sind normalerweise keine objektiven Quellen für Rasseinfos, sind sie doch hoffentlich völlig verliebt in die eigene Rasse und daher deren Werbetrommel. 

Auszug aus einer Umfrage unter Happy Training Kunden:

***** Das werde ich beim nächsten Hund wieder ganz genauso machen: Ihn als Familienmitglied behandeln – ihn überall dabei sein lassen. *****

***** Folgendes bereue ich und würde anders machen beim nächsten Hund: den Welpen nicht erst mit 12 Wochen holen. *****

 

***** Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und mir selbst unmittelbar vor/nach der Übernahme meines aktuellen Hundes einen Tipp geben könnte, dann wäre das: Such dir schon im Vorfeld eine Hundetrainerin und hör auf sie. 😀 *****

Der Zeithorizont

Im Internetzeitalter sind wir von Bestellungen gewohnt, dass wir sie binnen 48h erhalten. Ich habe gerade einen Welpen, und habe zwei Jahre auf ihn gewartet. Dieser Zeitrahmen schreckt viele Leute ab und ist der Hauptgrund, warum eben nicht beim verantwortungsvollen Züchter, sondern bei weniger motivierten „Züchtern“ (oder Vermehren) gekauft wird: mit Abstrichen bei den Gesundheitsuntersuchungen der Vorfahren, beim Inzuchtkoeffizienten oder bei der liebevollen Aufzucht der Welpen.

Manche Menschen haben eine sehr genaue Vorstellung davon, wann der Welpe einziehen soll, etwa am ersten Tag der Sommerferien. Läufigkeiten und die Dauer der Trächtigkeit kann man so genau aber nicht planen. Es ist auch keine gute Lösung, den Welpen „dann halt länger“ bei seiner Mutter zu lassen, wo er wichtige Entwicklungsschritte ohne Sie macht. Erweitern Sie Ihr Zeitfenster für die Welpenanschaffung; und wenn das nicht geht, erweitern Sie den Radius um Ihren Wohnort für die Züchtersuche, auch wenn Sie notfalls fliegen müssen. Abstriche bei der Qualität sind ein schlechter Deal.

No regrets Tipps:

  1. Es gibt nichts, was Ihnen den Start mit Welpe mehr erleichtert, als ein engagierter Züchter. Diese erste Zeit ist unersetzlich! Fragelisten für Züchter – das ist tatsächlich mal was, wo Google gute Ergebnisse ausspuckt.
  2. Übernehmen Sie Ihren Welpen mit 8 oder spätestens 9 Wochen. Spätübernahmen haben automatisch weniger Zeit für die planmäßige Sozialisierung, was ein Hauptauslöser für Angst oder Aggression werden kann. Manchmal gibt es dann auch mehr Probleme beim Alleintraining.
  3. Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Welpen: Sie brauchen mehr als zwei Wochen Urlaub. Oft macht es Sinn, dass Sie und Ihr Partner nacheinander Urlaub nehmen oder sich im HomeOffice abwechseln. Suchen Sie sich Unterstützung, etwa Freundinnen oder Omas und – falls Sie es noch nicht haben – eine Hundeschule bzw. eine Hundetrainerin.

Auszug aus einer Umfrage unter Happy Training Kunden:

***** Das werde ich beim nächsten Hund wieder ganz genauso machen: Sei entspannt und nimm dir Zeit, das erste halbe Jahr gehört dem Hund. Umso besser das erste Jahr abläuft, umso cooler ist die gesamte Lebenszeit. *****

***** Folgendes bereue ich und würde anders machen beim nächsten Hund: Konsequenter bei der lockeren Leine – von Beginn an! Konsequenter beim Alleinbleiben-Training. *****

***** Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und mir selbst unmittelbar vor/nach der Übernahme meines aktuellen Hundes einen Tipp geben könnte, dann wäre das: Ganz viel und ganz langsames Körperpflege- und Tierarzt-Training machen, ohne dass auch nur irgendwas Gruseliges dabei passiert. Und das für mehrere Wochen. Es passiert schnell genug, dass man wirklich etwas Gruseliges tun muss (Krallen schneiden, Ohren zupfen, was auch immer), und ab dann ist Training einfach viel schwerer, weil das Mistrauen des Hundes dann einfach schwerer wegzubekommen ist. *****

Gemeinsam lernen

Gemeinsames lernen von klein auf: Am besten schaut man sich noch bevor der Welpe einzieht, nach passenden Angeboten in der näheren Umgebung um. /Foto: chris-mueller (canva.com)
Gemeinsames lernen von klein auf: Am besten schaut man sich nach passenden Angeboten in der Umgebung um, noch bevor der Welpe einzieht. /Foto: chris-mueller (canva.com)

Der beste Zeitpunkt, sich um eine Hundeschule oder -trainerin umzusehen, ist vor dem Einzug. In den meisten Hundeschulen können Sie anrufen und werden eingeladen, bei einer Welpenstunde ohne Hund zuzusehen. Preis und Wohnortnähe sind wichtig, aber noch wichtiger wären Gruppengröße, Gewaltfreiheit und Aus- und Fortbildung der Trainerinnen. Günstige Angebote finden Sie bei allen ÖKV-Vereinen, die ein flächendeckendes Netz in ganz Österreich haben. Dort sind die Gruppen oft größer. Die Trainer sind einige wenige Stunden pro Woche hobbymäßig tätig. Das Training dort ist eher ausgerichtet auf Sport, weniger auf Alltag.

Deutlich gehobener in der Qualität, der Alltagstauglichkeit, der individuellen Anpassung an einzelne Kursteilnehmer, aber auch im Preis, sind gewerbliche Anbieter. Dort gibt es meist Welpenstunden in der Gruppe, als Einzeltraining oder neuerdings auch oft online. Während Menschen oft zur Vermenschlichung Kindergarten-Welpengruppe neigen, konnten wir in über 10 Jahren keine Unterschiede im Sozialverhalten feststellen zwischen den Gruppen- und den Einzelwelpen, die erst in der Junghundezeit einen Gruppenkurs besucht haben. Inzwischen empfehlen wir für Ersthundehalter und Menschen, die mit Kindern leben, eher Einzeltraining während der Welpenzeit. Denn da gibt es besonders viele Fragen, die vielleicht in einem Kurssystem untergehen würden. 

Online-Welpenkurse sind ein zu neues Format, als dass wir da schon langjährige Vergleiche mit Präsenztrainingswelpen hätten. Wenn Sie ein online-Angebot nutzen, achten Sie auf individuelle Beratung durch eine Trainerin über Fernmedien. Ein Selbstlernkurs ist für Ersthundehalter auf keinen Fall geeignet und vermutlich generell für alle Welpeneltern ungünstig. Ich habe seit über 18 Jahren Hunde, bin seit 2013 Vollzeit und hauptberuflich Tiertrainerin und habe inzwischen hunderte Welpen ins Leben begleitet – und trotzdem ist es mir wichtig, dass eine erfahrene Kollegin regelmäßig meinen eigenen Welpen sieht. Ich schaue auf mein Hundebaby mit Herzerln in den Augen, sie hat einen objektiven Blick. Verläuft die Entwicklung altersentsprechend? In welchen Bereichen sollte ich meinen Neuzugang besonders fördern und durch welche Übungen? Wann ist für diesen individuellen Welpen der passende Zeitpunkt, mit dem Alleintraining zu starten?

Sinnvoll online sind Sportangebote, die sich an Welpen richten, diese dann gern auch als Selbstlernkurs. Das kann man auch wunderbar kombinieren mit einem Alltagstrainings-Präsenzkurs oder -Einzeltraining.

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Achten Sie unbedingt auf einen gewaltfreien Umgang. 

Auch inhaltlich merke ich, dass Welpeneltern Prioritäten oft ganz anders setzen, als es wissenschaftlich empfohlen wird. Viele beginnen mit Tricktraining (Sitz und Pfote schon mit 9 Wochen), und gehen dafür bei der Sozialisierung oder beim Stubenreinheitstraining nicht planvoll genug vor. Wichtige Themen wie Medical Training fallen vielleicht sogar ganz unter den Tisch. Da ist es wirklich wichtig, vom Profi einen Fahrplan zu erhalten, wann welche Lerninhalte dran sind. Denn manche Entwicklungsfenster schließen sich, wie das der Beißhemmung z.B., und der Zug ist dann lebenslänglich abgefahren.

No regrets Tipps:

  1. Recherchieren Sie zuerst im Internet nach Präsenzangeboten in Ihrem Umkreis mit besonderem Fokus auf die Ausbildung der Kursleitung, und schauen Sie sich dann Welpenstunden in mehreren Hundeschulen vor Ort an. Das ist ohne Hund normalerweise kostenlos. Wie geht es den Welpen mit der Gruppengröße? Was passiert, wenn ein Welpe etwas nicht machen möchte? Wie geht es den Hundebesitzern mit den ausgewählten Übungen? Wie geht die Trainerin mit Fragen um? Wie ist der Anteil „Lernen für den Alltag“ zu „freiem Spiel der Welpen“? Für ersteres sollte viel Zeit eingeplant sein, letzteres braucht nicht mehr als ein paar Minuten zu dauern. Tipp: Hier finden Sie gewerbliche Trainer mit strikt gewaltfreier Orientierung, guter Ausbildung und verpflichtender Fortbildung.
  2. Sparen Sie nicht beim Welpentraining. Versäumnisse oder schlechte Ratschläge in der Welpenzeit rächen sich später womöglich monatelang, und es braucht manchmal viel Einzeltraining, um das wieder hinzubiegen. Deswegen macht es vor allem für Ersthundehalter oder Familien Sinn, beim Welpentraining in Einzeltraining bei einer qualifizierten Trainerin zu investieren, und wenn die sensible Phase vorbei ist, ggf. in eine günstigere Hundeschule für Junghunde- oder Sporthundetraining zu wechseln. 

Auszug aus einer Umfrage unter Happy Training Kunden:

***** Das werde ich beim nächsten Hund wieder ganz genauso machen: Realistischere Erwartungen. Es ist wirklich herausfordernd, Kind, Hund, Job, Haushalt, Beziehung, Freunde, mich unter einen Hut zu bekommen. Den tatsächlichen Aufwand habe ich völlig unterschätzt. *****

***** Folgendes bereue ich und würde anders machen beim nächsten Hund: Kein Gruppenkurs für die Grundausbildung, nur Einzeltraining mit Dingen, die wir individuell brauchen. Hundekurse sollen dann nur zum Spaß für uns beide sein. *****

***** Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte und mir selbst unmittelbar vor/nach der Übernahme meines aktuellen Hundes einen Tipp geben könnte, dann wäre das: Lass dich nicht verunsichern, dass andere mit ihren Hunden Prüfungen ablegen und gefühlt dauernd trainieren – sondern lerne mit deinem Hund zu tanzen und lehre ihn Entspannung in turbulenter Umgebung. *****

Über die Autorin

Mag. Bina Lunzer, cert. CBST, betreibt ihre Hundeschule in Breitenfurt bei Wien (www.happytraining.at) und bietet ein Welpenprogramm im Einzelsetting und in der Gruppe an, sowie seit 2023 online. Sie lebt mit zwei Hunden und ist Autorin mehrerer Fachbücher und Artikel in Fachzeitschriften; ihr Trainingsprotokoll zum Gehen an lockerer Leine hat weltweit Aufmerksamkeit erhalten. Sie ist die erste österreichische Absolventin des Trainerlehrgangs „Life Skills for Puppies“ an der University of Lincoln; diese Universität ist die einzige am Globus, die ein eigenes Welpenprogramm entwickelt hat. Außerdem war sie die erste deutschsprachige Absolventin der Zusatzausbildung bei Family Paws (USA) zu den Themen schwanger & Hund, Baby & Hund und Kleinkind & Hund (www.familiemithund.info). 

Autorin: Bina Lunzer

www.happytraining.at
www.vöht.at

Foto: Bina Lunzer

Linksammlung:

Ad 2) Liste der Trainerinnen für Sachkunde in Niederösterreich: https://www.voeht.at/v%C3%B6ht-mitglieder/sachkundenachweis-n%C3%B6/ … in Wien: https://www.voeht.at/v%C3%B6ht-mitglieder/sachkundenachweis-wien/ … und in Salzburg: https://www.voeht.at/v%C3%B6ht-mitglieder/sachkundenachweis-sbg/ 

Ad 3) Qualzuchtliste und Kategorie 2 Hunde: https://www.thekennelclub.org.uk/events-and-activities/dog-showing/judging-dog-shows/breed-watch 

Ad 4) Mehr Info zu Doodles: https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/labradoodle-erfinder-bezeichnet-seine-zuechtung-als–frankensteins-monster–8926036.html 

Ad 5) Mehr kostenlose Info zum Thema Kleinsthund: https://mailchi.mp/4a0b0a067312/kleinehunde 

Ad 11) Gewerbliche Trainer mit strikt gewaltfreier Orientierung, guter Ausbildung und verpflichtender Fortbildung: https://www.voeht.at/vöht-mitglieder/

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