Die 7 häufigsten Verletzungen und Krankheiten bei Hunden

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Hunde kosten Geld - nicht nur in der Anschaffung. / Symbolfoto: pixabay

Hunde kosten nicht nur viel Zeit. Sie können Herrchen und Frauchen auch ganz schön teuer kommen. Schließlich müssen nicht nur Welpen, sondern auch ausgewachsene Vierbeiner regelmäßig untersucht und geimpft werden. Doch welche sind die weitverbreitetsten gesundheitlichen Probleme der Fellnasen, die Besitzer und Besitzerinnen unbedingt kennen sollten? Wir haben hier die 7 häufigsten Verletzungen und Krankheiten bei Hunden zusammengefasst.

Hunde bedeuten Kosten

Eines vorweg: Hunde kosten jede Menge Geld. Die Frage nach den Tierarztkosten lässt sich jedoch nicht pauschal beantworten. Sie richten sich immer nach dem jeweiligen Gesundheitszustand des Vierbeiners. Doch eines ist sicher: Fällt eine Untersuchung oder Operation an, muss man nicht zwingend für alle Kosten selbst aufkommen.

Glücklicherweise gibt es nämlich die Möglichkeit, eine umfängliche Hundeversicherung abzuschließen. Diese übernimmt im Falle einer Verletzung oder Operation den Großteil der Kosten. Die perfekte Hundeversicherung gibt es zwar nicht, aber es lohnt sich, mehrere miteinander zu vergleichen, um keine voreilige Entscheidung zu treffen:

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Bild: transparent-beraten.de

Doch welche Verletzungen und Operationen sind es nun, für die mehr oder weniger hohe Kosten anfallen könnten? Im Folgenden gehen wir auf die häufigsten gesundheitlichen Probleme der Vierbeiner ein.

1. Kreuzbandriss

Das Kreuzband ist eine Sehne am Knie des Hundes. So unscheinbar diese Sehne auch sein mag: Ein verheerender Kreuzbandriss kommt öfters vor als man vielleicht denkt. Vor allem bei älteren Hunden steigt die Gefahr für diese Verletzung. Durch Arthrose kann das Kreuzband nämlich schnell Risse bekommen und bei einer falschen Bewegung plötzlich reißen. Die Folge: Der Hund leidet unter großen Schmerzen.
Hier hilft nur mehr der Tierarzt. Er kann feststellen, ob das Kreuzband nur angerissen oder vollkommen durchgerissen ist. Ist Ersteres der Fall, muss nicht immer gleich operiert werden. Die strikte Anordnung von wenig Bewegung kann hier den Heilungsprozess auf die Sprünge helfen. Für den Vierbeiner bedeutet das: kein Toben und kein Rennen.

2. Schnitt- und Rissverletzungen

Auch Schnitte und Risse an den Pfoten gehören zu den häufigsten Verletzungen überhaupt. Das Gefährliche daran: Sie können schon beim harmlosen Gassigehen oder Toben in der Natur entstehen. Wenn die Fellnase nämlich auf z. B. Splitter oder spitze Steinchen tritt, kann der Pfotenballen aufreißen.
Bei einem tieferen Schnitt kommt es zu starken Blutungen und die Wunde klafft immer mehr auf. Wenn dann noch Schmutz in die offene Stelle gelangt, kann sich eine bakterielle Infektion entwickeln. Um Schlimmstes zu vermeiden, wird die Wunde vom Tierarzt gereinigt, desinfiziert, geschlossen und verbunden.

3. Verschluckte Fremdkörper

Die meisten Hunde haben einen großen Appetit. Beim hastigen Fressen kann es öfters vorkommen, dass unwillkommene Fremdkörper mitverschluckt werden. Dazu zählen z. B. kleine Spielsachen sowie Teile von Haushalts- und Gartenutensilien. Das Tier leidet daraufhin unter Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Apathie. In manchen Fällen kann es Fieber und Atemnot bekommen.
Auch hier ist ein Tierarztbesuch unumgänglich. Bei der Untersuchung wird der Bauchraum des Hundes auf Fremdkörper und uncharakteristische Körpererscheinungen abgetastet. Auch Blut-, Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen werden in solchen Fällen manchmal durchgeführt.

4. Tumore

Hunde werden häufig wegen eines Tumors operiert. Hauttumore sind dabei am häufigsten. Deshalb ist es als Hundebesitzer sehr wichtig, die Haut des Hundes regelmäßig zu kontrollieren und auf Veränderungen zu achten. Dabei muss man keine speziellen Handgriffe kennen – allein beim Streicheln können z. B. ungewöhnliche Beulen gut erkannt werden.

5. Zahnprobleme

Nach gefährlichen Tumoren stehen verschiedene Zahnprobleme an zweiter Stelle der häufigsten Operationen bei Hunden. Die Gründe können unterschiedlicher Natur sein: ein entzündeter Wurzelkanal, Wurzel- und Zahnkronenverletzungen oder ausgefallene Milchzähne können eine Operation erfordern.
Um Zahnprobleme möglichst frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können, ist es wichtig, dass Hundebesitzer ihre Fellnase immer einmal wieder beim Spielen und Fressen beobachten. Wenn der Hund sein Stöckchen plötzlich liegen lässt oder sein Futter keines Blickes würdigt, kann das ein Warnzeichen dafür sein, dass etwas mit seinen Zähnen nicht stimmt.

6. Magendrehung

Insbesondere bei großen Hunden kann häufig eine völlig unerwartete Magendrehung auftreten. Gerade hat der Hund fröhlich herumgetobt und im nächsten Moment kauert er laut jaulend mit angeschwollenem Bauch auf dem Boden. Bei der äußerst schmerzhaften Magendrehung kann nur mehr eine Operation den Qualen des Hundes ein Ende bereiten.

7. Blutohr

Beim sogenannten Blutohr handelt es sich um einen Bluterguss an den Ohren des Hundes. Dieser entsteht u. a. durch schnelles Kopfschütteln oder Raufereien mit anderen Vierbeinern. Dabei platzen kleine Äderchen am Ohr, die anschwellen und sich mit Blut füllen. Der Tierarzt muss diese operativ entfernen. Vom Blutohr sind Rassen mit herunterhängenden Ohren betroffen: z. B. Deutsche Doggen und Cocker Spaniel.

Fazit

Wer einen Hund besitzt, weiß: Der Vierbeiner braucht nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern kostet auch so einiges an Geld. Regelmäßige Impfungen, Untersuchungen und gelegentliche Operationen sind mit mehr oder weniger hohen Kosten verbunden. Die 7 häufigsten Verletzungen und Krankheiten sollten aber der Anschaffung eines Hundes nicht im Weg stehen. Mit einer Hundeversicherung kann schließlich der Großteil der Tierarztkosten abgedeckt werden.

Über die Autorin:

Nina Bruckmann ist Online-Redakteurin bei der transparent-beraten.de GmbH. Ihre Schwerpunkte umfassen Finanzprodukte sowie Kapitalanlage-Immobilien. Sie schreibt jedoch auch Ratgeber über Versicherungsthematiken für den Privatkunden.

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