Community hilft: Hund „Ramon“ wieder zu Hause!

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Ramon und Carlos sind nicht nur beste Kumpels, sie dürfen jetzt auch ihr Leben zusammen verbringen.

Es waren sechs kräftezerrende und beängstigende Tage (und vor allem Nächte) für Tom Pfeifer. Denn für sechs Tage und Nächte war Rüde „Ramon“ verschwunden. Und das bei Eiseskälte. Jetzt ist der Dank Tom, seinem besten Hundefreund „Carlo“ und vielen Helfern endlich zu Hause.

Von der Müllhalde ins Tierheim

Ramon wurde als Welpe auf einer kroatischen Müllhalde aufgelesen und kam ins Tierheim in Zadar. Dort lernten er und Tom Pfeifer sich kennen. „Ich war auf Besuch im Tierheim und wollte mit einem Hund spazieren gehen, der das Tierheim noch nie wirklich verlassen hat.“, sagt Pfeifer. Also gingen er und Ramon eine Runde spazieren. Doch wirklich weit kamen sie nicht: „Ramon hat sich einfach in die Wiese gelegt und wollte dort eine Stunde lang nicht weg. Wir vermuten, dass er zum ersten Mal Gras unter seinen Pfoten gespürt hat und das einfach wahnsinnig genossen hat.“
Zwischen Pfeifer und Ramon entstand eine Freundschaft, bei jedem Besuch in Kroatien durfte auch der Abstecher zu Ramon nicht fehlen. Langsam baute der Rüde Vertrauen zu Pfeifer und zu Menschen auf. Ihn selbst bei sich aufnehmen ging jedoch leider nicht, da Pfeifer selbst schon zwei Hunde hat.

Der Weg in ein besseres Leben

Im Oktober 2020 beschloss Pfeifer jedoch, Ramon nach Österreich mitzunehmen. Dort wurde er zuerst im Hundezentrum Niederl im steirischen Deutsch Goritz untergebracht. Schnell entstand dort eine Freundschaft zwischen Ramon und deren Schwarzen Schäfer Carlos. Ramon durfte dort endlich einmal lernen, was es heißt, ein Hund zu sein. Er taute auf und es wurde beschlossen, ihm eine Familie zu finden. Ende Jänner kam er in sein neues zu Hause in Wundschuh. Dort geschah, wovor sich jeder Hundebesitzer fürchtet: Ramon erschrak und lief davon.

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Ramon völlig erschöpft, aber in Sicherheit: Im Hundezentrum Niederl hat er ein zu Hause gefunden.

Große Hilfsbereitschaft der Community

Seine neuen Besitzer starteten einen Aufruf über die Sozialen Medien und die lokale Zeitung. Auch Tom Pfeifer setzte alle Hebel in Bewegung, um Ramon so schnell wie möglich wieder nach Hause zu bringen. Tausende Flyer wurden verteilt und aufgehängt. Viele, auch fremde Personen, haben sich an der Suche beteiligt. Pfeifer übernachtete sogar im Wald, in der Hoffnung, sein Freund würde das Auto, mit dem er gute Erinnerungen verbindet, erkennen. Sein bester Freund Carlo suchte die Umgebung ab, um eine Duftspur für Ramon zu hinterlassen. Auch die Rettungshunde-Organisation K9 beteiligte sich an der Suche und die Freiwillige Feuerwehr Stiwoll suchte die Wälder mit einer Wärmebilddrohne ab. Mit Erfolg: am Sonntag kam es zu ersten Sichtungen von Ramon. Am Dienstag Vormittag fand ihn dann schließlich der Mitarbeiter eines Landwirts. Ramon hatte sich unter einem Stapel Baumstämme verkrochen, die Leine noch immer am Halsband. Pfeifer stieg sofort ins Auto und versuchte, seinen Kumpel herauszulocken. Ramon freute sich zwar sichtlich, traute sich aber noch nicht so ganz aus seinem Versteck heraus. Erst als Carlo, sein bester Freund, zu ihm in sein Versteck kroch, traute sich der verängstigte Rüde heraus. Von dort sprang er sofort in Pfeifers Auto.

„Carlo“ holt „Ramon“ aus seinem Versteck:

Happy End

Pfeifer ist überglücklich, dass Ramon den Umständen entsprechend wohl auf ist! Ramon wurde tierärztlich untersucht und ist in einem überraschend guten Zustand. „Bis auf eine leichte beginnende Lungenentzündung, die aber gut behandelbar ist, fehlt Ramon glücklicherweise nichts!“, so Mag. Stefan Moser, Tierarzt von MobilVet.

Mag. Stefan Moser über den Gesundheitszustand von Ramon:

Und das Beste an der Geschichte: Ramon darf nun im beliebten Hundezentrum Niederl bei seinem Kumpel Carlo bleiben.

Das ist Hundeliebe, Carlo hat Ramon schlussendlich auch aus seinem Unterschlupf gelockt und auf diese Weise wieder heimgebracht. Wer von den beiden sich mehr darüber freut, ist gleich: sie haben einander wieder und sind ein Herz und eine Seele.

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Chrisi & Ramon Niederl sind die Spezialisten für Hunde, Hundebesitzer mit Fragen und Sorgen und helfen mit Ihrem Hundezentrum oft dabei, schwierige Zeiten zu meistern. Jeder, der seinen vierbeinigen Liebling (und sich selbst als Hundemensch) schon einmal in diesem Paradies für Hunde hat ausbilden oder einfach nur Urlaub hat machen lassen, kennt den hohen Standard, die großen Ausbildungserfolge und die liebevolle und aufwendige Betreuung durch Chrisi und Ramon Niederl und ihrem Team.

Da im Hundezentrum aber nur eine begrenzte Anzahl von Hundehäusern und -zimmern vorhanden ist und Ramon nun einen dieser Plätze beansprucht, ersuchen wir Sie um überschaubare monatliche Patenschaften oder einmalige Spenden, damit die aufkommenden Kosten dafür abgedeckt werden können. Ein Teil dieser Kosten wird weiterhin von seinen Rettern übernommen.

Wer Ramon unterstützen will, bitte Spenden auf das „Ramon Spendenkonto“ bei der Raiffeisenbank Deutsch Goritz:

BLZ :38370
IBAN : AT41 3837 0000 3505 9088

Jeder Betrag zählt und hilft Ramon endlich nach seinen traurigen ersten Lebensjahren das zu Hause zu geben, das er verdient!