CBD-Öl für Hunde – worauf muss man achten?

CBD für Hunde, dunkler Hund schaut freudig zur Pipette mit dem CBD Öl. /pixabay

CBD-Öl für Hunde – darauf ist beim Kauf zu achten

CBD oder Cannabidiol kommt natürlich in der weiblichen Hanfpflanze vor. Sie bietet nicht nur Menschen, sondern auch Hunden gesundheitliche Vorzüge. Doch viele Hundehalter haben diesbezüglich Bedenken, ihr Hund könnte von CBD abhängig werden. Da CBD keinerlei psychoaktive Wirkung hat und der THC-Gehalt geringer als 0,2 Prozent ist, besteht hier überhaupt keine Gefahr für den Hund.

CBD für Hunde, Hanfpflanze mit chemischer Verbindung /pixabay
Die positive Wirkung von Cannabidiol ist noch gar nicht so lange erforscht. Erst in den letzten Jahren interessiert sich die medizinische Forschung verstärkt für diese Substanz, die so viele positive Eigenschaften für Mensch und Tier hat. /Foto: Pixabay (erin hinterland)

Unterschied von CBD-Öl für Hunde und Menschen

CBD-Öl in der Tiermedizin ist im Grunde das gleiche Produkt wie das für Menschen auch, mit den gleichen Inhaltsstoffen. Menschen können bedenkenlos ebenfalls das CBD-Öl verwenden, das sie für ihren Hund gekauft haben. Umgekehrt ist es bedenklicher. Wer ein CBD-Öl verwendet mit einem höheren THC-Gehalt, sollte das auf keinen Fall seinem Hund geben, da das THC für Hunde giftig ist, weil die Cannabinoid-Konzentration dann zu hoch ist. Für Hunde haben die Hersteller spezielle CBD-Öle entwickelt, die nicht gefährlich für sie werden können. Auch sind sie oft geschmacklich etwas verändert, sodass der Hund sie leichter einnimmt. Hundebesitzer, die ihrem Hund CBD-Öl geben möchten, sollten unbedingt darauf achten ein gutes CBD Öl für Hunde zu kaufen.

cbd oel, flaeschchen und aufgezogene pipette. /pixabay
CBD-Öl für Hunde und für Menschen ist im Grunde das gleiche Produkt. Vorsicht ist bei Vollspektrum-Ölen geboten, die auch THC enthalten können. /Foto: Pixabay (erin hinterland)

Wie wirkt CBD bei Hunden?

Genau wie der Mensch auch, haben Hunde ein Endocannabinoid-System (ECS). Damit interagiert das CBD. Dieses System ist ein komplexes Netzwerk aus Cannabinoid-Rezeptoren und Neurotransmittern, das über den gesamten Körper verteilt ist. Seine Rolle im biologischen Gleichgewicht ist sehr groß.

CBD für Hunde, Hund liegt und bekommt über eine Pipette CBD Tropfe. /pixabay
Manche Hunde lassen sich das CBD-Öl problemlos verabreichen, während andere es gar nicht mögen, wenn ihnen etwas auf die Zunge geträufelt wird. /Foto: Pixabay (rr medicinals)

Cannabidiol koppelt sich an die Rezeptoren im Körper. Im Gehirn sitzen die CB1-Rezeptoren, die das Immunsystem aktivieren. Weitere Rezeptoren, die CB2-Rezeptoren, befinden sich im Immunsystem und im Nervensystem. Wenn sich das CBD dort anbindet, regt das die körpereigene Cannabinoid-Produktion an. Entzündungen und Schmerzen gehen zurück. Zugleich tritt das Cannabidiol auch mit den Schmerzrezeptoren in Interaktion. Das kann Schmerzen beim Hund, die durch Nervenentzündungen verursacht sind, lindern. Zudem sorgt CBD dafür, dass der Körper mehr Noradrenalin und Dopamin ausschüttet, was ebenfalls hilft Schmerzen zu lindern und zugleich gegen Depressionen hilft.

Wie schnell wirkt CBD bei einem Hund?

Je nach Form der Anwendung, wirkt die aktive Substanz unterschiedlich schnell. Der Hund kann das CBD-Öl unter der Zunge aufnehmen, mit seinem Futter oder über die Haut.

Anwendungsform Wirkungseintritt Dauer der Wirkung
Sublingual (unter der Zunge) 20 bis 30 Minuten bis 5 Stunden
im Futter 1 bis 2 Stunden bis 8 Stunden
Haut 60 bis 90 Minuten bis 6 Stunden

 

Um eine gute und vollständige Wirkung zu erzielen, sollte der Hund das CBD-Öl für mindestens drei Wochen am Stück einnehmen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei Hunden kommt es nur sehr selten zu Nebenwirkungen durch CBD-Öl. Wenn dennoch Nebenwirkungen auftreten, sind sie meist sehr abgeschwächt und schnell überstanden.

Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

  • niedriger Blutdruck
  • Schläfrigkeit
  • reduzierte Speichelproduktion und damit trockene Mundschleimhaut

Bei einer längerfristigen Anwendung kann das CBD das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen. Experten empfehlen deshalb, alle drei Monate eine Woche Pause zu machen.

Bekommt ein Hund noch andere Medikamente sollten Tierhalter das CBD-Öl erst nach Rücksprache mit dem Tierarzt verabreichen. Es könnten unerwünschte Wechselwirkungen mit den anderen Arzneimitteln auftreten.

Bei richtiger Anwendung sind diese Risiken minimal. Die Dosierung sollte mit Bedacht erfolgen. Am besten ist es, mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese langsam zu steigern.

Bei welchen Beschwerden hilft CBD-Öl dem Hund?

CBD-Öl erfreut sich unter Hundebesitzern steigender Beliebtheit. Es fördert die Gesundheit und kann gezielt psychische und physische Leiden lindern.

Die regelmäßige Einnahme kann bei den nachfolgenden Erkrankungen helfen:

  • Schmerzen – Cannabidiol kann das Schmerzempfinden beeinflussen. Darüber hinaus lindert es die Schmerzen, die von Entzündungen und Arthrose verursacht werden können.
  • Stress und Angst – viele Hunde sind bei lauten Geräuschen, wie Gewitter oder Feuerwerk, sehr ängstlich, geraten teilweise sogar in Panik. Cannabidiol sorgt hier für mehr Ausgeglichenheit, mindert den Stress, sodass der Hund wieder zur Ruhe kommt.
  • Krebs – die Anwendung von Cannabidiol kann die Wirksamkeit konventioneller Krebsbehandlungen erhöhen. Zudem kann es das Wachstum von Tumoren und Brustkrebszellen hemmen.
  • Epilepsie – etwa fünf Prozent aller Hunde leiden unter Epilepsie. Cannabidiol kann helfen sowohl die Häufigkeit der Anfälle sowie deren Stärke zu vermindern. Es kann fehlgeleitete Prozesse im Gehirn regulieren.

Welches CBD-Öl sollte der Hund bekomme?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Wirkung ist davon abhängig, wie groß der Hund ist und wie er auf das Cannabidiol reagiert. Fünf Kriterien spielen bei der Auswahl eine Rolle: CBD-Konzentration, Vollspektrumöl, Breitspektrumöl, Isolat und Trägeröl.

In welcher Konzentration das Cannabidiol im Öl enthalten ist, ist in Prozent angegeben. Aber viel wichtiger als diese Prozentzahl ist die effektive Menge in Milligramm, die der Hund mit jeder Dosis bekommt. Ein 2,5-Prozent-CBD-Öl kann daher genauso wirkungsvoll sein wie ein 5-Prozent-CBD-Öl. Der Hund muss nur die doppelte Menge an Tropfen bekommen.

Am Anfang ist das 5-prozentige besser, weil die Dosierung einfacher ist, besonders für kleine und mittelgroße Hunde. Es ist auch eine gesunde Nahrungsergänzung, wenn der Hund keine akuten Beschwerden hat.

Das 10-prozentige Öl eignet sich besonders für größere Hunde ab etwa 20 Kilogramm Körpergewicht und zur Therapie schwerer Erkrankungen.

Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat – wo liegt der Unterschied?

Ein Vollspektrum-CBD-Öl enthält neben dem CBD noch weitere Cannabinoide der Hanfpflanze, auch THC. Ein Breitspektrum-CBD-Öl enthält ebenfalls noch weitere Cannabinoide, allerdings kein THC und ein Isolat ist reines Cannabidiol-Öl.

Was ist ein Trägeröl?

Trägeröle haben keine Bedeutung für die Wirkung des CBD. Es wirkt sich auf den Geschmack aus. Neben Hanfsamenöl ist auch MTC-Öl oder Schwarzkümmelöl geeignet. MCT-Öl ist besonders gut für Hunde geeignet, da es geschmacksneutral ist.

Gibt es auch andere Darreichungsformen?

Viele Hunde wollen nichts im Futter haben und sich auch nichts unter die Zunge träufeln lassen. Als Alternative gibt es auch Hundekekse, Pfotenbalsam oder Creme mit Cannabidiol als Inhaltsstoff.

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