CBD bei Hunden: Alternative für mehr Lebensqualität & Wohlbefinden

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CBD bei Hunden wird meistens in Tropfenform verabreicht. / Symbolfoto: pixabay

Was beim Menschen schon seit langem zur Steigerung von Wohlbefinden und Balance in Einsatz kommt, erlangt nun auch bei vielen Hundebesitzern und Tierärzten Aufmerksamkeit. Hunde besitzen, wie wir Menschen, ein körpereigenes Endocannabinoid-System und können vom breiten Wirkungsspektrum von CBD profitieren – für mehr Wohlbefinden und Balance im Hundealltag.

Was ist CBD?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein natürliches Phytocannabinoid der Hanfpflanze. Sie zählt zu den ältesten und vielfältigsten Kulturpflanzen der Menschheit und ist bereits seit Jahrtausenden ein wichtiger Lieferant für Bekleidung, Papier, Lebensmittel und Medizin. Im Vergleich zu THC, ein weiteres Cannabinoid der Hanfpflanze, wirkt CBD nicht berauschend und wird deshalb bei unterschiedlichen Thematiken zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden alternativ eingesetzt. Da Tiere, wie wir Menschen, ein Endocannabinoid-System besitzen, können auch sie vom breiten Wirkungsspektrum der Heilpflanze profitieren und CBD kann auch bei Hunden angewandt werden.

Das Endocannabinoid-System kurz erklärt

Das Endocannabinoid-System ist Teil des Nervensystems und für zwei Faktoren besonders wichtig:

  • Es moduliert Freude, Energie und Wohlbefinden
  • Es bringt den Körper in Balance

Zusätzlich interagiert das Endocannabinoid-System mit dem Endorphin-, Immun- und Vanilloidsystem.

Das System besteht insgesamt aus zwei Rezeptoren, die sogenannten CBD1- und CBD2-Rezeptoren, zwei Signalmolekülen und fünf Enzymen und ist unter anderem an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Appetitregulierung
  • Schmerzempfindung
  • Stimmung
  • Gedächtnis

Grundsätzlich ist das Endocannabinoid-System bei allen Tieren ähnlich aufgebaut. Hunde stellen hier jedoch eine Ausnahme dar. Sie besitzen eine vergleichsweise hohe Konzentration an Rezeptoren im Hirnstamm und Kleinhirn [1].

CBD bei Hunden

Aufgrund der hohen Konzentration an Rezeptoren sprechen Hunde im Vergleich zu anderen Tieren besonders gut auf CBD an. Niedrige Dosierungen können bereits ausreichend sein.

Die Cannabinoid-Rezeptoren bei Hunden sind in folgenden Hirnregionen positioniert:

Großhirnrinde – Für Gedächtnis, Denken, Aufmerksamkeit und Bewusstsein

Hypothalamus – Steuert Stoffwechselprozesse

Amygdala – Bedeutend für Emotionen

Hippocampus- Speichert und ruft Erinnerungen ab

Basalganglien- Steuert Lernfähigkeiten und Motorik

Kleinhirn – Für Koordination und Muskelkontrolle

Hirnstamm- Moduliert Funktionen wie Blutdruck, Herzrate, Muskeltonus [1]

Das sagt die aktuelle Studienlage

Trotz der wachsenden Beliebtheit und der Wiederentdeckung der Hanfpflanze wächst die Studienlage nur langsam. Mehr Längsschnittstudien werden benötigt, um aussagekräftige Empfehlungen abgeben zu können.

Ein Großteil der Studien wird an Menschen oder an Mäusen durchgeführt. Da das Endocannabinoid-System bei den meisten Spezies gleich bis ähnlich aufgebaut ist, können so jedoch Rückschlüsse gezogen werden.

Die qualitative Forschung sieht dahingegen schon besser aus. Bereits eine Reihe an Beobachtungen und Erfahrungsberichten liegen vor.

Auch die WHO hat CBD, basierend auf Tier- und Humanstudien, als unbedenklich eingestuft. Das Cannabinoid könnte bei unterschiedlichen Beschwerden, wie Epilepsie, eine wertvolle therapeutische Unterstützung darstellen [2].

Eine Studie, die sich mit der Pharmakokinetik bei Hunden beschäftigt hat, kam zum Ergebnis, dass sich CBD schnell im Hundekörper verteilt.  Dennoch ist die Resorption herausfordernd [3].

Basierend darauf lauten die Empfehlung: Greifen Sie zu einem CBD Öl mit einem hochwertigen Trägeröl, wie Bio Hanfsamenöl. Das Trägeröl sorgt dafür, dass der Körper das CBD besser aufnehmen kann.

Einsatzgebiete von CBD bei Hunden

CBD Öl kann bei Hunden als zusätzliche, natürliche Alternative bei den folgenden Thematiken zum Einsatz kommen:

Bei alltäglichen Thematiken kommt CBD Öl ebenfalls zum Einsatz:

  • Zur Förderung der allgemeinen Lebensqualität, gerade bei älteren Hunden
  • Als natürliche Alternative gegen Nervosität, wie zum Beispiel bei Autofahrten oder zu Silvester
  • Zur Beruhigung und Entspannung
  • Zur Förderung der Lebensqualität
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Anwendung von CBD bei Hunden

In den meisten Fällen kommt CBD Öl in Form von CBD Tropfen zum Einsatz. Diese Art der Verabreichung erweist sich als einfachste und effektivste.

Im Idealfall wird das CBD Öl mit Hilfe einer Pipette in das Maul getropft. Das Öl kann so direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Gerne vor oder nach dem Fressen verabreichen, da CBD fettlöslich ist und die Aufnahmen so zusätzlich gefördert werden kann.

Tipp: Das CBD Öl kann alternativ auch auf ein Leckerli getropft werden.

Die orale Verabreichung in Form von Pulver sowie die topische Anwendung mit Cremes und Salben ist ebenfalls möglich.

Welche Dosierung ist für meinen Hund die richtige?

Die Dosierung bei Hunden richtet sich nach dem Körpergewicht und der vorliegenden Thematik. Es empfiehlt sich, Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten und sich an den Verzehrempfehlungen zu orientieren.

Tipps für den Einsatz von CBD bei Hunden

  • Beginnen Sie mit wenigen Tropfen und tasten Sie sich langsam heran
  • Sprechen Sie die Einnahme mit Ihrem Tierarzt ab, vor allem wenn bereits Beschwerden vorliegen oder Medikamente eingenommen werden
  • Beim Einsatz von CBD Öl bei Hunden ist darauf zu achten, dass der THC Gehalt besonders gering ist, da ein übermäßiger THC Konsum bei Hunden unter anderem zu Schwierigkeiten bei der Muskelkontraktion führt sowie zu Gleichgewichtsproblemen [1].
  • Achten Sie beimCBD Öl zudem auf einen besonders milden Geschmack, sodass es von den Tieren gut angenommen wird.
Die CBD VITAL Hanföle für Hunde enthalten weder THC (THC-frei), noch Terpene, die für Hunde ungeeignet sind. Durch das besondere Kaltpressverfahren sind die CBD Hanföle genau auf die Bedürfnisse von Haustieren angepasst. Erhältlich sind die speziell entwickelten CBD Öle unter cbd-vital.at/cbd-fuer-tiere und in allen österreichischen Apotheken.

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Fazit

CBD ist zwar kein Wundermittel, kann jedoch als natürliche Alternative positiv zur Bewältigung unterschiedlicher Thematiken bei Hunden beitragen. Das Cannabinoid wurde in den letzten Jahren vermehrt von Tierliebhabern und Tierärzten wiederentdeckt. Ob gezielt bei unterschiedlichen Beschwerden oder zur Förderung von Lebensqualität und Wohlbefinden– einen Versuch ist CBD allemal wert, wie die vielen positiven Erfahrungsberichte zeigen.

Quellen

[1] Moskowitz, M. (2019). Das Endocannabinoid-System. In Heilen mit CBD. Das wissenschaftlich fundierte Handbuch zur medizinischen Anwendung von Cannabidiol. Leinow & Birnbaum (Hsg.). Riva Verlag: München.
[2] WHO. (2017). Cannabidiol (compound of cannabis). Download vom 30. Juni 2020, von https://www.who.int/news-room/q-a-detail/cannabidiol-(compound-of-cannabis)
[3] Samara, E., Bialer, M., Mechoulam, R. (1988). Pharmacokinetics of cannabidiol in dogs. 16(3):469-72. Drug Metabolism and Dispositon.