Wie viel Bewegung braucht ein Hund?

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Wie viel Bewegung braucht ein Hund? Das hängt auch von der Art der Bewegung ab, sagt Hundetrainerin Biernat-Scherf. / Foto: Unsplash

Wie viel Bewegung braucht ein Hund? Eine Standardantwort gibt es auf diese wichtige leider nicht. Dennoch bessern sich viele Verhaltensprobleme, wenn die Vierbeiner mehr Bewegung oder eine ausgleichende Betätigung bekommen. Dabei bestehen abhängig von der Hunderasse unterschiedliche Bedürfnisse.

Hundegerechten Bewegungsdrang zu stillen, bedeutet nicht, den Hund auf ein Laufband zu stellen, sondern gemeinsame Aktivitäten erleben. Nicht nur deshalb bringt die Frage „Wie viel Bewegung braucht ein Hund?“ komplexe Antworten.

In der „Qualitätszeit“ der liegt der Schlüssel zum Glück, weiß die Hundetrainerin Kerstin Biernat-Scherf. Denn die Zeit mit seinem Menschen braucht jeder Hund, wenn er ein zufriedenes Leben haben soll!

Innerartlich variiert das nötige Bewegungspensum je nach Rasse stark. Jagdhunde brauchen mehr körperliche Betätigung aufgrund ihrer ursprünglichen Bestimmung als reine Begleithunde, die noch dazu oft kurze Nasen haben. Deshalb können sie mit viel Bewegung etwa im Sommer, in der heißen Mittagszeit Probleme bekommen.

Ältere Semester gehen es lieber ruhiger an, wohingegen speziell Junghunde einmal am Tag die Gelegenheit bekommen sollten, sich hundegerecht auszutoben.

Viele Hunde, deren Menschen Vollzeit arbeiten, gewöhnen sich daran, dass die Hauptaktivität an den freien Tagen stattfindet. Das darf man nicht verurteilen – viele Menschen könnten ansonsten auch gar keinen Hund halten –, aber am Feierabend ist es dann umso wichtiger, gemeinsam Zeit zu verbringen.

Geistige Auslastung & nötige Erholung

Wer schon nicht gerne und lange spazieren geht, der sollte zumindest für geistige Auslastung oder Spielrunden mit verträglichen Artgenossen sorgen. Die meisten wenig bewegten Hunde suchen sich ihre Ventile – oft nicht immer zur Freude der Menschen, denn vielfach entlädt sich Unterbeschäftigung in Verhaltensproblemen, weiß Kerstin Biernat-Scherf.

Hier ist der Mensch in die Verantwortung zu nehmen. Sich genau zu informieren und in der Junghundphase mehr gemeinsame Aktivitäten einzuplanen, ist ein guter Anfang. Nach Anstrengungen sind Ruhephasen wichtig, damit der Organismus auf ein angenehmes Level herunterfahren kann.

Fakt ist: Jeder Hund, der nicht traumatisiert oder in anderer Weise beeinträchtigt ist, geht gerne hündischen Bedürfnissen nach und profitiert von einem gesunden Maß an Bewegung. Morgens und abends einmal um den Block zu gehen, ist definitiv zu wenig!

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