Schwanger und Hund – na und?!

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Die Kombination "schwanger und Hund" braucht zusätzliche Achtsamkeit. Wie die richtige Vorbereitung funktioniert, erklärt Autorin und Hundetrainerin Kristina Ziemer-Falke ... / Foto: Pixabay / WerbeFabrik

Schwanger und Hund? Klar, der geliebte Vierbeiner war lange Zeit Ihre Nummer eins. Ist nun aber ein kleiner Zweibeiner am Weg, muss Ihre Fellnase diesen Platz vermutlich fortan teilen. Damit das so harmonisch wie möglich funktioniert, ist eine gewisse Vorbereitung ratsam.

 

Auch wenn sich Ihre Prioritäten mit der Schwangerschaft etwas verschieben, schließt sich mit der richtigen Herangehensweise „schwanger und Hund“ nicht gegenseitig aus!

  • Wie bereite ich meinen Hund auf meinen Nachwuchs vor?
  • Und wie sorge ich für Harmonie zwischen Baby und Fellnase?

Die passenden Antworten auf diese Fragen weiß die erfahrene Hundetrainerin Kristina Ziemer-Falke:

Sie erwarten Nachwuchs und können es kaum erwarten diese tolle Nachricht zu erzählen? Es gibt da auf jeden Fall jemanden, den Sie nicht davon unterrichten müssen, denn der weiß längst schon Bescheid – er weiß es meist schon vor dem Schwangerschaftstest – Ihr Hund. Durch seine feine Nase ist er in der Lage die hormonell bedingte Veränderung Ihres Körpers wahrzunehmen.

Gute Vorbereitung

Freunde und Familie freuen sich mit Ihnen und überschütten Sie mit vielen Ratschlägen und gut gemeinten Tipps für die Zeit mit Baby. Oftmals gibt nun der Hund und die von ihm vermeintlich ausgehende Gefahr Anlass zur Diskussion. Stellen Sie sich mental darauf ein. Sie selbst werden sich natürlich eigene Gedanken zum richtigen Umgang mit dem Hund während der Schwangerschaft und für die Zeit danach machen.

Lassen Sie sich nicht unnötig verunsichern! Sie werden für sich und Ihre Familie die ideale Lösung finden und die innige Beziehung zu Ihrem Hund auch nach der Geburt aufrecht erhalten können. Sie kennen Ihren Hund am besten und werden bei guter Vorbereitung trotz Stress und Hektik im neuen Alltag ihm auch weiterhin gerecht werden können. Im Idealfall haben Sie nun ein paar Monate Zeit um sich und Ihren Hund gut auf die gemeinsame Zukunft vorzubereiten.

Vor der Geburt: Hund ungewollte Privilegien entziehen

Überlegen Sie mit Ihrem Partner im Vorfeld, wie Sie sich das Leben mit Baby und Hund vorstellen:

  • Was ist Ihnen wichtig, welche Regeln möchten Sie einführen und welche Gewohnheiten werden Sie nicht beibehalten können?
  • Was sollte Ihr Hund unbedingt noch vor der Ankunft des Babys lernen?

Soll Ihr Hund in Zukunft zum Beispiel nicht mehr auf das Sofa oder ins Bett dürfen, können Sie ihn frühzeitig an einen neuen Platz gewöhnen. Denn wird der Hund vom Sofa geschickt, wenn das Baby da ist, wird er diesen Verlust eventuell negativ mit dem Kind in Verbindung bringen.

  • Liegen überall in der Wohnung verteilt Hundespielzeug und Kauknochen herum?

Dann sollten Sie rechtzeitig damit beginnen sie wegzuräumen, so wird Ihr Hund später gar nicht erst auf die Idee kommen, es vor dem Krabbelkind oder dessen Besuch verteidigen zu müssen und der Stresspegel bleibt im Normalbereich.

  • Reagieren Sie auf das kleinste Winseln oder jede Spielaufforderung Ihres geliebten Vierbeiners?

Dann sollte er lernen, dass sie nicht rund um die Uhr verfügbar sind. Frühzeitige Veränderungen und neue Rituale, an die Sie Ihren Hund nun gewöhnen, werden auf diese Weise nicht in Verbindung mit dem neuen Baby gebracht.

Grunderziehung des Hundes überprüfen

Auch wenn Sie das Leben mit Kind und Hund sehr genießen werden, es wird Tage geben, an denen Ihre Nerven blank liegen und Sie gestresst sind und sich freuen werden, wenn der Hund zuverlässig auf Ihre Signale reagiert. Dies ist nun die richtige Zeit, die Erziehung Ihres Vierbeiners zu überprüfen, beziehungsweise damit anzufangen.

Perfektionieren Sie gern Ihr „Sitz“ und das „Platz“. Den Hund fixieren zu können, wird Ihnen das Leben ungemein erleichtern. Stellen Sie sich vor wie schön es ist, wenn der Hund ganz entspannt auf Ihr Signal „Sitz“ im Auto sitzen bleibt und wartet, bis Sie Kind und Ihren Kinderwagen ausgepackt haben ohne nervös und fordernd an Ihnen hochzuspringen.

  • Kommt Ihr Hund bei Ihrem Rückruf umgehend zu Ihnen angerannt?

Perfekt. Wenn nicht, sollten Sie das bis zur Geburt trainieren. Sie werden den Kinderwagen vermutlich nicht mit ins Unterholz schieben können, um Ihren auf Abwege geratenen Vierbeiner zu suchen.

  • Und wie sieht es mit der Leinenführigkeit aus, wie konsequent haben Sie mit Ihrem Hund trainiert?

Im Laufe Ihrer Schwangerschaft wird ein ziehender Hund immer anstrengender. Spätestens wenn Sie mit dem Kinderwagen unterwegs sind, werden Sie sich freuen, wenn Sie Ihrem Hund beigebracht haben auf eine leicht durchhängende Leine zu achten.

Lesen Sie in Schwanger und Hund – na und?! – Teil 2, was zu tun ist, wenn es soweit ist.