Sonntag, Oktober 2, 2022
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Unterm Weihnachtsbaum nichts verloren

Alle Jahre wieder kommen sie als Weihnachtsgeschenke daher. Unzählige Hundewelpen. Dabei haben Tiere unter dem Christbaum meist gar nichts verloren – vor allem nicht, wenn ein unüberlegter Kauf sie dorthin gebracht hat.

Es kann nicht oft genug gesagt werden, solange Hunde jedes Jahr aufs Neue unterm Christbaum landen: Tiere eignen sich nicht als Weihnachtspräsente. Und doch sind es Tausende, die mit großer Begeisterung verschenkt, erhalten und nach noch größerer Überforderung oft wenige Wochen oder Monate später im Tierheim landen. Oder – noch viel schlimmer – ausgesetzt werden.

Tiere sind „Lebewesen, deren Haltung mit viel Verantwortung verbunden ist“, so die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Keine Frage, Hunde bereichern das Leben eines Menschen ungemein. Das das aber auch umgekehrt so ist, sollten der Anschaffung eines Vierbeiners ganz wichtige Überlegungen vorangegangen sein. Welche Bedürfnisse muss ich meinem Tier erfüllen? Wie viel Zeit kann ich ihm täglich widmen? Kann ich mir die Haltung eines Hundes auch in finanzieller Hinsicht leisten? Welche Einschränkungen und Pflichten ergeben sich für alle Familienmitglieder? Wer passt auf den Hund auf, wenn ich auf Urlaub bin? Das sind nur einige Fragen, die sich verantwortungsbewusste Hundebesitzer in spe stellen sollten.

„Wer ein Heimtier möchte, hat über die Weihnachtsfeiertage eine ideale Gelegenheit, die Anschaffung im Familienkreis zu besprechen und sich in aller Ruhe zu informieren. Das Leben mit Tieren kann etwas sehr Bereicherndes und Schönes sein, allerdings nur, wenn vorher genau geklärt ist, wer über die zu erwartende Lebenszeit des neuen Bewohners die Verantwortung trägt“, rät die Pfotenhilfe Lochen.

Finger weg vom Welpenkauf via Internet

Gerade in der Vorweihnachtszeit floriert der illegale Welpenhandel. „Wer sich auf Schnäppchen im Internet einlässt, um etwa einen Rassewelpen zu kaufen, der geht ein enormes Risiko ein und nimmt Tierleid von unter katastrophalen Umständen produzierten und häufig kranken Welpen in Kauf“, so VIER PFOTEN. Denn die Mütter solcher Welpen werden meist als Gebärmaschinen missbraucht, ihre Jungen ihnen viel zu früh weggenommen. Auch wenn solche Welpen dem ersten Anschein nach „billig“ sind – künftige Besitzer büßen einen solchen Kauf oft mit hohen Tierarztkosten – und das mitunter ein ganzes Hundeleben lang.

Viele Tierheime bieten Tierpatenschaften an. Diese können ein toller erster Schritt zum eigenen Hund sein.

 

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