Spondylose beim Hund: Erklärung, Symptome und Behandlung

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Spondylose beim Hund ist eine Erkrankung der Wirbelsäule und verursacht Schmerzen im Bewegungsapparat. / Foto: Pixabay

Ungewohntes Gangbild, Vermeidung von Bewegung, längeres Liegen? Spondylose beim Hund ist leider keine Seltenheit und könnte (vereinfacht gesagt) als „Verkalkung“ der Wirbelsäule bezeichnet werden.

Als Spondylose beim Hund bezeichnet man eine degenerative Veränderung der Wirbelsäule, die mit einer Verkalkung der Wirbelzwischenräume einhergeht und zu einer Versteifung der Wirbelsäule führt.

Funktion der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule, die in fünf verschiedene Bereiche eingeteilt werden kann (Hals- und Brustwirbel, Lendenwirbel, Kreuzbein, Schwanzwirbel) und deren Bestandteile durch  Bänder, Gelenke und Bandscheiben elastisch miteinander verbunden sind, erfüllt viele wichtige Aufgaben im Körper eines Hundes, nämlich:

  • Schutz des Rückenmarks
  • Verteilung des Druckes auf die einzelnen Wirbel
  • Stütze und Träger des Bewegungsapparates
  • Haltegerüst für innere Organe

Krankheitsverlauf

Die meisten Spondylosen haben ihren Ursprung in den Übergängen von den starren zu den beweglichen Wirbeln. Die Wirbelsäule ist nämlich nicht überall gleich elastisch: Hals- und Lendenwirbel sind beweglich, Brust- und Kreuzwirbel sind jedoch eher starr. Wird also nun der elastische Teil der Wirbelsäule daran gehindert, eine Bewegung an den starren Teil weiterzugeben, muss der bewegliche Teil eine Art „Puffer“ bilden, um den Druck von den Bandscheiben zu nehmen und die Bewegung abzufedern – der Körper bildet zu diesem Zwecke knöcherne Verbindungen zwischen den Wirbeln. Die vom Körper produzierten Verkalkungen zwischen den Wirbeln sind somit eine Art Schutzmechanismus und dienen als Stabilisator der Wirbelsäule.

Ursachen für Spondylose beim Hund

Grundsätzlich kann jede Hunderasse an einer Spondylose erkranken, besonders Boxer weisen aber ein erhöhtes Risiko auf. Da vor allem die Beweglichkeit der Wirbel in diesem Zusammenhang ausschlaggebend ist, spielt das Alter der Hunde eine erhebliche Rolle: Besonders Hunde im fortgeschrittenen Alter leiden aufgrund der verminderten Elastizität ihrer Wirbelsäule oft an einer Spondylose.

Weitere Ursachen können sein:

  • Genetische Veranlagungen
  • Umwelteinflüsse
  • Lang andauernde, starke Belastung wie z.B. Übergewicht oder zu viel Sport
  • Traumata
  • Zucht von unnatürlichen Formen des Bewegungsapparates

Symptome und Verlauf

Ist die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten, ist ein symptomloser Verlauf durchaus nicht unüblich. Ist die Wirbelsäule jedoch stark verkalkt, können ein starrer Gang, Bewegungsunwilligkeit oder Hinken auf eine Spondylose hindeuten. Zusätzlich können weitere Folgeschäden wie beispielsweise Bandscheibenvorfälle oder eingeklemmte Nerven auftreten, die dem Hund starke Schmerzen bereiten. Reagiert Ihr Hund also besonders empfindlich oder sogar mit Aggressivität auf Ihre Berührungen und ist eine Einschränkung oder Veränderung seines Bewegungsapparates wie beispielsweise Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Treppensteigen beobachtbar, darf eine Spondylose nicht ausgeschlossen werden.

Prognose vom Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Spondylose ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, jedoch ist es sehr wohl möglich, dem Hund ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. So können bei akuten Schmerzschüben Medikamente verabreicht werden, und auch Massagen und Wärme können bei der Linderung der Symptome hilfreich sein. Auch Physiotherapie in Form von Wassertherapie bewährt sich bei der Behandlung von Spondylosen immer wieder.

Prävention für Spondylose beim Hund

Um es aber gar nicht so weit kommen zu lassen und eine Spondylose so gut es geht vorzubeugen, ist es wichtig, dass man als Hundebesitzer auf einige Dinge achtgibt.  So sollte man Ballspiele mit abrupten Stopps, exzessives Training und Sprünge (z.B. ins Auto) weitgehend vermeiden. Kurz gesagt: Alles, was eine zu starke Druck- oder Stoßbewegung auf die Wirbelsäule ausübt, begünstigt die Entwicklung einer Verknöcherung der Wirbelzwischenräume. Auch das Gewicht des Hundes spielt hier eine tragende Rolle – die Wahrscheinlichkeit, dass übergewichtige Hunde an einer Spondylose erkranken, ist deutlich größer als bei idealgewichtigen Hunden.

Wichtig ist es auch, auf die Bedürfnisse Ihres Hundes einzugehen. Leidet dieser nämlich aufgrund einer Spondylose bereits unter Schmerzen und ist deswegen bewegungsunwillig, sollte dies akzeptiert und ihm Ruhe gegönnt werden. Unnötige Bewegungen können die Lage nur zusätzlich verschlimmern.

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