Sonntag, Oktober 2, 2022
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Rückwärtsniesen beim Hund: Symptome, Ursache, Behandlung

Das Rückwärtsniesen beim Hund auch engl. “Reverse Sneezing” genannt, ist ein Phänomen, bei dem das Tier schnell und ruckartig Luft aufsaugt. Dies äußert sich meist in einem röchelnden oder schnarchenden Geräusch.

Rückwärtsniesen beim Hund, so besorgniserregend es sich auch anhören mag, stellt in den wenigsten Fällen eine Gefahr dar. Auch wenn die Anfälle oft mit kurzzeitiger Atemnot verbunden sind, dauern diese meist nur wenige Sekunden, selten Minuten, an. Das Rückwärtsniesen ist nicht mit normalem niesen vergleichbar.

Häufiger betroffen vom Rückwärtsniesen sind vor allem junge Hunde und kleine kurzköpfige Hunderassen. Also besser gesagt Hunderassen wie Mops, Französische Bulldogge, Chihuahua, Cavalier King Charles Spaniel,  Malteser oder den Boxer.

Typische Symptome beim Rückwärtsniesen

Normalerweise atmen Hunde durch die Nase, der Atem geht dabei gleichmäßig und ruhig, der Fang ist geschlossen. Beim Rückwärtsniesen nimmt der Hund meist schon eine bestimmte Haltung ein: Der Hals ist gestreckt, die Ellenbogen abgespreizt. Luft wird durch die Nase sehr schnell und ruckartig angesogen.

Das röchelnde Geräusch, das beim Rückwärtniesen entsteht, kann auch mit dem Hochziehen von Nasensekret bei Menschen verglichen werden. Viele Hundebesitzer erschrecken, wenn ihr Hund plötzlich grunzt, schnauft und röchelt oder gar würgt. Diese “Anfälle” sind in der Regel aber harmlos und für den Hund völlig ungefährlich.

Rückwärtsniesen beim Hund: Ursache

Die Ursache des Rückwärtsniesen beim Hund ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht aber davon aus, dass Reizungen im Rachen, in der Kehle oder im Kehlkopf für das Rückwärtsniesen verantwortlich sind. Diese Reizungen bewirken nämlich, dass sich Hals und weicher Gaumen verkrampfen und so die zuvor genannten Symptome ausgelöst werden.

Als mögliche Reizauslöser kommen in Frage:

  • Pollen
  • Toben und spielen
  • intensive Gerüche wie Zigarettenrauch, Parfüm oder Putzmittel
  • Entzündungen der Mandeln (Tonsillitis) oder des Rachens (Pharyngitis)
  • Aufregung
  • zu enges Halsband
  • Allergien

Unter Umständen kann auch ein Milbenbefall mit Pneumonyssoides caninum ein Rückwärtsniesen auslösen

Man geht auch davon aus, dass ein zu langes Gaumensegel das Niesen verursacht. Ist dieses nämlich zu groß, verfängt es sich leicht mit dem Kehldeckel. Das Gaumensegel kann auch für das Schnarchen beim Hund verantwortlich sein und außerdem weitere gesundheitliche Probleme verursachen. Ein Hund wird kaum an seinem Gaumensegel ersticken – doch je nach Ausprägung ist es durchaus lebenseinschränkend.

Wieder leiden Hunde ohne Nase, die ohnehin oft schon Probleme mit der Atmung haben, häufiger darunter. Ein überlanges Gaumensegel kann mithilfe einer Operation korrigiert werden. Damit wird dem Hund die Atmung, und dadurch auch das Leben erleichtern.

Beim Kauf eines Halsbandes immer darauf achten die richtige Größe zu wählen. Wir empfehlen euch eher ein Geschirr. Folgende Produkte werden von unserer Redaktion empfohlen!

Die richtige Behandlung des Rückwärtsniesen

Das Rückwärtsniesen beim Hund wird meist mit dem Auslösen eines Schluckreflexes beendet. Aus diesem Grund kann es z. B. helfen, sanft den Kehlkopf des Hundes zu massieren oder ihm auf die Vorderbrust zu klopfen. Auch das Geben eines Leckerlis oder kurzes Nasezuhalten kann ein Rückwärtsniesen stoppen.

Wichtig ist hierbei vor allem: Ruhe bewahren! Wie bereits erwähnt, ist das Rückwärtsniesen noch lange kein Grund zur Sorge. Reagiert man allzu panisch, kann auch der Hund in einen nervösen Zustand verfallen.

Tritt das Rückwärtsniesen beim Hund übermäßig häufig auf, treten weitere Symptome hinzu oder schlagen die Behandlungsmethoden nicht an, ist es notwendig, eine/n Tierärztin/Tierarzt aufzusuchen.

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