Mein Hund hat Flöhe – was tun?

Flöhe sind klein, gemein und kommen selten allein: Erblickt man nur ein Tier im Fell des Hundes, sollte man mit hunderten mehr rechnen, die besser versteckt sind. Doch wie kann man den Plagen am besten an den Kragen?

Viele Menschen denken, dass nur heimatlose Streuner von Flöhen befallen werden können. Tatsächlich ist allerdings selbst der sauberste Hund und Haushalt nicht vor den kleinen Tierchen sicher – ein Befall erfolgt meist per Zufall, über Kontakt mit bereits betroffenen Artgenossen oder mit Eiern, Larven und Puppen in einer kontaminierten Umgebung. Durch ihre rasante Vermehrungsfähigkeit können einige wenige Flöhe schnell Überhand gewinnen.

Floh im Fell – was nun?

Entdeckt man auf seiner geliebten Fellnase auch nur einen verdächtig hüpfenden Punkt, ist schnelles und sorgfältiges Handeln angesagt. Am wirksamsten gegen den direkten Befall des Hundes sind Antiparasitika, die den Vermehrungszyklus der Parasiten durchbrechen. Dies können Kombipräparate gegen mehrere Parasitenarten sein, die oral in Tablettenform verabreicht oder als Spray, Halsbänder oder Spot-ons direkt auf Haut und Fell aufgetragen werden. Diese Mittel sollten jedoch nicht nur zur Akutbehandlung, sondern auch vorbeugend das ganze Jahr über regelmäßig angewendet werden, damit die lästigen kleinen Tierchen erst gar keine Chance haben. Denn wer die Vorbeugung versäumt, muss mit einem hohen Arbeitsaufwand rechnen, um die Flöhe nachhaltig wieder loszuwerden.

Weiß schwarzer Hund kratzt sich auf einer Wiese.
Flöhe sind nicht nur für den Hund eine lästige Angelegenheit - deswegen ist Vorbeugung gegen Parasiten essenziell. © Canva

Großputz nach Befall

Findet man Flöhe auf dem Hund, kann man sich sicher sein, dass auch bereits tausende Eier in der Umgebung abgelegt wurden. Daher ist es unabdingbar, neben der Behandlung des Hundes auch den gesamten Wohnraum gründlich mit Insektiziden zur Umgebungsbehandlung zu putzen. Bis der Hund flohfrei ist, müssen regelmäßig alle Böden und Bodenritzen, Polstermöbel, Heimtextilien wie Teppiche, Kissen, Decken und Vorhänge und auch Tiermöbel wie Hundebetten und -decken regelmäßig und sorgfältig gesäubert werden. Auch den Innenraum des Autos darf man nicht vergessen – ansonsten geht der Flohzirkus wieder von vorne los. Daher gilt bei diesen Parasiten besonders: Vorbeugung ist besser als Nachbehandlung – und spart zudem Kosten, Zeit und Mühe!

Fakten

  • Flöhe sind winzige Parasiten, die sich vom Blut ihres Wirtes ernähren
  • Ihr Speichel löst dabei den typischen
    Juckreiz aus
  • Flöhe legen schon kurz nach dem Befall unzählige Eier, die vom Hund abfallen und so die Umgebung kontaminieren

Tipps

  • Mit Antiparasitika lässt sich der direkte Befall wirksam behandeln
  • Die gesamte Umgebung des Hundes muss unbedingt sorgsam gereinigt werden – sonst gibt der Flohzirkus demnächst eine weitere Vorstellung
  • Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist eine regelmäßige Flohprophylaxe auf jeden Fall ratsam