Selbstbefriedigung bei Hunden – natürlich oder ungesund?

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Selbstbefriedigung bei Hunden ist weder eine Seltenheit noch unnatürlich. Bei zwanghaftem Verhalten sollte dennoch gehandelt werden. / Fotos: Pexels & Pixabay

Ja, es gibt sie, die Selbstbefriedigung bei Hunden. Gerade bei Rüden ist sie häufiger zu beobachten, als man denkt und auch Hündinnen zeigen Ansätze. Ist das ganz natürlich oder vielleicht sogar ungesund? Und welches Verhalten sollte man unterbinden? Hier unsere Antworten …

Wie funktioniert Selbstbefriedigung bei Hunden? Manche Vierbeiner positionieren einen Polster oder ein Plüschtier zwischen ihren Beinen oder benützen ihr Maul – und los geht’s, oft auch bis zum „bitteren Ende“. Und das ist weder abartig noch ungesund oder zu verbieten, denn es ist ein Teil einer natürlichen Verhaltensweise.

Wird allerdings das Bein von Herrchen oder Frauchen oder gar vom Besuch missbraucht, ist das zu viel des Guten! Verständnis für Sexualität schön und gut, aber ein bisschen Sittsamkeit muss der Hund schon lernen, wenn er mit uns Wohnraum und Bekannte teilt.

Wann Selbstbefriedigung bei Hunden problematisch wird …

Findet Selbstbefriedigung bei Hunden  als Übersprungshandlung oder sexuelles Verhalten zur Stressreduktion statt, hat es auch sein Gutes. Erst, wenn das Verhalten zu einer zwanghaft stattfindenden Stereotypie wird, ist es körperlich bedenklich. Verhalten im Vorfeld umzulenken, damit es nicht auftritt, ist dann sinnvoll. Bis dahin gilt: Erlaubt ist, was das Zusammenleben nicht stört.

Warum lecken Hunde fremden Urin …?

Manche Hunde lecken immer wieder den Urin ihrer Artgenossen auf und klappern danach mit den Zähnen. Damit bedienen sie das Jacobsonsche Organ am Gaumen, auch Vomeronasalorgan genannt. Durch diese Mischung aus Schmecken und Riechen bekommen sie besonders viele Informationen. Also nicht schimpfen!

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