Faktencheck: Karies bei Hunden

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Während Karies bei 90% aller Menschen auftritt, sind bei Hunden nur 5% betroffen. / ©Foto: pixabay

Karies bei Hunden ist eher die Seltenheit. Wenn sie aber auftritt, dann ist sie genauso schmerzhaft wie bei uns.

Während über 90 Prozent von uns Menschen mit dieser Erkrankung der Zähne zu kämpfen haben, betrifft Karies nur wenige Vierbeiner. Das ist die gute Nachricht. Wenngleich der Grund dafür noch nicht restlos geklärt scheint, so spielen Zahnform, -stellung und die für gewöhnlich geringe Zuckeraufnahme von Hunden eine wesentliche Rolle.

Ein Grund mehr, warum Tante Mizzis Sachertorte keine adäquate Ernährung für Ihren Struppi darstellt! Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass Karies für unsere Vierbeiner ebenso schmerzhaft ist wie bei Menschen. Sie zeigen’s nur weniger!

Kontrolle

Damit sind wir auch schon beim nächsten Haken: Wer von uns kontrolliert und sucht regelmäßig in den Tiefen von Rex‘ Beißwerkzeug nach auffälligen Verfärbungen?! Eben. Aber gerade dort können in den zum Teil tiefen Einkerbungen der Kauflächen Bakterien mit geeignetem Nährboden (Futterreste) im Laufe der Zeit den Zahnschmelz zerstören. Diese härteste Schicht und Schutzschild des Zahnes ist übrigens um ein Vielfaches dünner als bei uns Menschen.

Im darunter liegenden Dentin breiten sich die Bakterien dann schnell in Richtung der Zahnpulpa und dem Zahnnerv aus. End das tut weh! Deshalb ist die regelmäßige und professionelle Kontrolle der Zähne durch den Tierarzt mindestens ebenso wichtig wie die vorsorgliche Reinigung beim Zähneputzen.

Karies bei Hunden: Das sind die Fakten …

  • Nur etwa 5% unserer Hunde leiden unter Karies.
  • Diese Erkrankung der Zähne ist für den Vierbeiner wohl genauso schmerzhaft wie für uns Menschen, nur zeigen sie es nicht so deutlich.
  • Zuckerhältige Lebensmittel und Süßigkeiten sind allein schon aus diesem Grund für Hunde nicht geeignet.
  • Bei Hunden ist Karies vor allem an den Kauflächen der Backenzähne zu finden.
  • Der schützende Zahnschmelz ist beim Hund weit dünner als beim Menschen.
  • Regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Tierarzt und vorbeugendes Zähneputzen schützen.
  • Bei Früherkennung und geeigneter tierärztlicher Maßnahme kann der Zahn erhalten werden.