Wer sind die 10 besten JagdgefÀhrten?
Viele dieser Rassen erfreuen sich heute auch abseits von Wald und Waid groĂer WertschĂ€tzung. FĂŒr einen BerufsjĂ€ger oder -jĂ€gerin sind die Jagdhunde oftmals das wichtigste Werkzeug bei der AusĂŒbung ihrer Pflicht. Die Pflicht des JĂ€gers ist im deutschsprachigen Raum wie Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz gesetzlich streng geregelt. Sie umfasst abseits der tatsĂ€chlichen Jagd auch andere wichtige Aufgaben. Dazu zĂ€hlen HegemaĂnahmen, Natur- und Biotopschutz, Erhaltung von natĂŒrlichen LebensrĂ€umen, die strenge Einhaltung der behördlichen AbschussplĂ€ne und die Verhinderung von WildunfĂ€llen und MĂ€htoden.
BerufsjĂ€ger und BerufsjĂ€gerinnen verbringen zwangslĂ€ufig viel Zeit alleine auf weiter Flur und im tiefen Wald. Daher ist ein brauchbarer Hund bei der Jagd nicht nur ein unerlĂ€ssliches Mittel zum Zweck, sondern auch ein Freund fĂŒrs Leben und oftmals die einzige Gesellschaft. Aber nicht jede Hunderasse ist gleich gut fĂŒr die Aufgaben eines Jagdhundes geeignet. Auch wenn sie vom talentierten BeutejĂ€ger Wolf abstammen.
GroĂer MĂŒnsterlĂ€nder
Der GroĂe MĂŒnsterlĂ€nder zĂ€hlt zu den langhaarigen deutschen Vorstehhunderassen, die besonders in der Region um MĂŒnster und im sĂŒdlichen Niedersachen gezĂŒchtet und stark gefördert wurde. Nicht zu verwechseln mit dem Kleinen MĂŒnsterlĂ€nders, der einer anderen Stammlinie entsprungen ist. Als fĂŒhrige und passionierte Jagdhunde fĂŒhlen sich diese Vierbeiner in ihrer ursprĂŒnglichen TĂ€tigkeit am wohlsten. Waidmannsheil! Als reine Familienhunde kann ihnen schnell langweilig werden, wenn man sie nicht artgerecht auslastet.
Zudem ist jede Jagdhunderasse auf einen bestimmten Aspekt der Jagd spezialisiert (Vorstehen, Hetzen, Apportieren, FĂ€hrtensuche, etc.). Einen perfekten Allrounder gibt es also nicht, genauso wenig wie die eine beste Jagdhunderasse. Aus diesem Grund haben wir hier die 10 beliebtesten Jagdhunderassen zusammengefasst! Davor noch eine kleiner Tipp: Hier findet sogar der erfahrenste JĂ€ger noch spannende Neuigkeiten
Weimaraner
Der Weimaraner ist ein vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund. Er besitzt ein gut ausgesprĂ€gtes Talent zum Vorstehen (= Anzeigen der Richtung der Beute durch eine bestimmte Körperpositionierung). Er wurde besonders in Weimar und ThĂŒringen sorgfĂ€ltig gezĂŒchtet und ist am leichtesten an seinem Markenzeichen, dem mausgrauen bis silbern schimmernden Fell, und den hellen Augen zu erkennen.
Magyar Vizsla
Mit seiner goldenen Fellfarbe ist der Magyar Vizsla in Getreidefeldern und auf Steppen und Wiesen gut getarnt. In der jagdlichen Verwendung ist er ein guter SchweiĂhund und FĂ€hrtensucher, der gerne apportiert. Wegen seiner Menschenfreundlichkeit und AnhĂ€nglichkeit wird er auch gerne als reiner Familienhund gehalten – bei ausreichender BeschĂ€ftigung natĂŒrlich.
Beagle
Der ursprĂŒntlich aus GroĂbritannien stammende Beagle ist heutzutage eher als Familienhund zu sehen. Seine Funktion als MeutejĂ€ger ist eher Zweitrangig. Dennoch hat der fröhliche und intelligente Hund weiterhin einen ausgeprĂ€gten Jagdtrieb und auch einen gewissen Eigensinn, der seine Erziehung zu einer Herausforderung machen kann. Anders als seine Kollegen ist der Beagle eher kleiner und kompakt gebaut.
Dackel
Mit seiner lĂ€nglichen Körperform und den kurzen Beinen ist der deutsche Dackel oder Dachshund bereits seit langem eine richtige Ikone. TatsĂ€chlich wurde die im Englischen „WĂŒrstchenhund“ genannte Rasse speziell fĂŒr die Jagd auf FĂŒchse und Dachse gezĂŒchtet. Der Dackel kann sehr gut in deren niedrige Erdbauten eindringen.
Als flinke, intelligente und auch etwas sturköpfige Fellnasen brauchen sie eine liebevolle und konsequente FĂŒhrung. Der Dackel gibt es in einer kurzhaarigen, einer langhaarigen und einer rauhaarigen Variante.
English Springer Spaniel
Der English Springer Spaniel geht auf die wahrscheinlich Ă€ltesten Jagdhundetypen GroĂbritanniens zurĂŒck. Er hat eine sehr ausgeprĂ€gte Begabung als Stöber- und Apportierhund.
Als solcher soll er das Wild vor die Flinten der JĂ€ger treiben und die erlegte Beute zu seinem Herrchen bzw. Frauchen zurĂŒckbringen. Aufgrund dessen liebt er die Bewegung im Freien und ist meist sehr anhĂ€nglich einer einzigen Bezugsperson gegenĂŒber.
Deutsch Drahthaar
Der Deutsch Drahthaar wurde als idealer Vorstehhund perfektioniert und ist auf diese TĂ€tigkeit spezialisiert. Aber nicht nur das er ĂŒberzeugt auch in anderen Disziplinen mit seinem Talent. Er ist das Ergebnis aus den Kreuzungen zwischen Pudelpointer, Griffon Korthals, Deutsch Stichelhaar und Deutsch Kurzhaar – ein edler und treuherziger Geselle mit hoher körperlicher LeistungsfĂ€higkeit und Wesensfestigkeit. Innerhalb weniger Jahre mauserte er sich deshalb zu einem der beliebtesten Jagdhunde Deutschlands.
Deutsch Langhaar
Vertreter dieser Jagdhunderasse sind Nachkommen jener Habicht- und Wachtelhunde, die bereits im Mittelalter zur Jagd eingesetzt wurden. Er ist besonders in Norddeutschland sehr verbreitet und eng mit dem GroĂen MĂŒnsterlĂ€nder (siehe oben!) verwandt.
Da man sich nicht auf eine Fellfarbe einigen konnte, spaltete sich die Zucht. Zum einen gibt es heute die braune Variante, die Deutsch Langhaar. Zum anderen entstand die schwarz-weiĂe Variante, die GroĂen MĂŒnsterlĂ€nder.
Labrador Retriever
Die Labrador Retriever, welche sehr schwimmfreudigen Apportierhunde sind, wurden in den letzten Jahren immer beliebter als Familienhunde. Da kann man schnell vergessen, dass diese ursprĂŒnglich exklusiv als Jagdhunde eingesetzt wurden. Noch heute haben sie sich aber ihre Freude am Wasser und am Apportieren beibehalten. Aufgrund ihrer hohen SensibilitĂ€t und Gelehrsamkeit werden sie auch gerne als Therapie-, Blinden- und Rettungshunde eingesetzt
Irish Setter
Der Irish (Red bzw. Red and White) Setter ist aus dem englischen Setter und Pointer hervorgegangen und hat sich zuerst als Irish Red and White Setter etabliert, bevor sich einmal mehr der rein rote Irish Red Setter abgespalten hat. Er ist ein Vorstehhund mit ausgezeichnetem Geruchssinn, der besonders auf die Schnepfenjagd in Sumpfgebieten gezĂŒchtet und trainiert wurde. Wie viele (ehemalige) Jagdhunde braucht auch der Irish Setter eine Menge Auslauf, am besten zwei bis drei Stunden pro Tag.