Thursday, May 19, 2022
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Die 10 beliebtesten Jagdhunderassen

Welche Rassen zählen eigentlich zu den beliebtesten Jagdhunderassen im deutschsprachigen Raum? Wir haben die 10 besten Jagdgefährten für Sie zusammengetragen. Viele dieser Rassen erfreuen sich heute jedoch auch abseits von Wald und Waid großer Wertschätzung.

Für einen Berufsjäger oder -jägerin sind die Jagdhunde oftmals das wichtigste Werkzeug bei der Ausübung ihrer Pflicht. Die Pflicht des Jägers ist im deutschsprachigen Raum wie Deutschland, Österreich und der Schweiz gesetzlich streng geregelt. Sie umfasst abseits der tatsächlichen Jagd auch andere wichtige Aufgaben. Dazu zählen Hegemaßnahmen, Natur- und Biotopschutz, Erhaltung von natürlichen Lebensräumen, die strenge Einhaltung der behördlichen Abschusspläne und die Verhinderung von Wildunfällen und Mähtoden.

Berufsjäger und Berufsjägerinnen verbringen zwangsläufig viel Zeit alleine auf weiter Flur und im tiefen Wald. Daher ist ein brauchbarer Hund bei der Jagd nicht nur ein unerlässliches Mittel zum Zweck, sondern auch ein Freund fürs Leben und oftmals die einzige Gesellschaft. Aber nicht jede Hunderasse ist gleich gut für die Aufgaben eines Jagdhundes geeignet. Auch wenn sie vom talentierten Beutejäger Wolf abstammen.

Zudem ist jede Jagdhunderasse auf einen bestimmten Aspekt der Jagd spezialisiert (Vorstehen, Hetzen, Apportieren, Fährtensuche, etc.). Einen perfekten Allrounder gibt es also nicht, genauso wenig wie die eine beste Jagdhunderasse. Aus diesem Grund haben wir hier die 10 beliebtesten Jagdhunderassen zusammengefasst!

Großer Münsterländer

Der Große Münsterländer zählt zu den langhaarigen deutschen Vorstehhunderassen, die besonders in der Region um Münster und im südlichen Niedersachen gezüchtet und stark gefördert wurde. Nicht zu verwechseln mit dem Kleinen Münsterländers, der einer anderen Stammlinie entsprungen ist. Als führige und passionierte Jagdhunde fühlen sich diese Vierbeiner in ihrer ursprünglichen Tätigkeit am wohlsten. Waidmannsheil! Als reine Familienhunde kann ihnen schnell langweilig werden, wenn man sie nicht artgerecht auslastet.

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Der große Münsterländer ist ein aufmerksamer Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb. / Foto: pixabay.

Weimaraner

Der Weimaraner ist ein vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund. Er besitzt ein gut ausgesprägtes Talent zum Vorstehen (= Anzeigen der Richtung der Beute durch eine bestimmte Körperpositionierung). Er wurde besonders in Weimar und Thüringen sorgfältig gezüchtet und ist am leichtesten an seinem Markenzeichen, dem mausgrauen bis silbern schimmernden Fell, und den hellen Augen zu erkennen.

ein weimaraner liegt auf einer sonnenbeschienenen wiese und macht pause von der jagd
Der Weimaraner zählt zu den ältesten deutschen Vorstehhunderassen. / Foto: pixabay.

Magyar Vizsla

Mit seiner goldenen Fellfarbe ist der Magyar Vizsla in Getreidefeldern und auf Steppen und Wiesen gut getarnt. In der jagdlichen Verwendung ist er ein guter Schweißhund und Fährtensucher, der gerne apportiert. Wegen seiner Menschenfreundlichkeit und Anhänglichkeit wird er auch gerne als reiner Familienhund gehalten – bei ausreichender Beschäftigung natürlich.

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Der ungarische Vorstehhund Magyar Vizsla ist ein treuer Gefährte - egal, ob auf der Jagd oder nicht. / Foto: pixabay.

Beagle

Der ursprüntlich aus Großbritannien stammende Beagle ist heutzutage eher als Familienhund zu sehen. Seine Funktion als Meutejäger ist eher Zweitrangig. Dennoch hat der fröhliche und intelligente Hund weiterhin einen ausgeprägten Jagdtrieb und auch einen gewissen Eigensinn, der seine Erziehung zu einer Herausforderung machen kann. Anders als seine Kollegen ist der Beagle eher kleiner und kompakt gebaut.

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Der englische Beagle ist mittlerweile auch ein beliebter Haushund. / Foto: pixabay.

Dackel

Mit seiner länglichen Körperform und den kurzen Beinen ist der deutsche Dackel oder Dachshund bereits seit langem eine richtige Ikone. Tatsächlich wurde die im Englischen “Würstchenhund” genannte Rasse speziell für die Jagd auf Füchse und Dachse gezüchtet. Der Dackel kann sehr gut in deren niedrige Erdbauten eindringen.

Als flinke, intelligente und auch etwas sturköpfige Fellnasen brauchen sie eine liebevolle und konsequente Führung. Der Dackel gibt es in einer kurzhaarigen, einer langhaarigen und einer rauhaarigen Variante.

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Der Dackel (oder auch Dachshund genannt) ist ein vielseitiger und talentierter Jäger. Klein, aber oho! / Foto: pixabay.

English Springer Spaniel

Der English Springer Spaniel geht auf die wahrscheinlich ältesten Jagdhundetypen Großbritanniens zurück. Er hat eine sehr ausgeprägte Begabung als Stöber- und Apportierhund.

Als solcher soll er das Wild vor die Flinten der Jäger treiben und die erlegte Beute zu seinem Herrchen bzw. Frauchen zurückbringen. Aufgrund dessen liebt er die Bewegung im Freien und ist meist sehr anhänglich einer einzigen Bezugsperson gegenüber.

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Mit fliegenden Ohren über Wiesen und Fluren! / Foto: pixabay.

Deutsch Drahthaar

Der Deutsch Drahthaar wurde als idealer Vorstehhund perfektioniert und ist auf diese Tätigkeit spezialisiert. Aber nicht nur das er überzeugt auch in anderen Disziplinen mit seinem Talent. Er ist das Ergebnis aus den Kreuzungen zwischen Pudelpointer, Griffon Korthals, Deutsch Stichelhaar und Deutsch Kurzhaar – ein edler und treuherziger Geselle mit hoher körperlicher Leistungsfähigkeit und Wesensfestigkeit. Innerhalb weniger Jahre mauserte er sich deshalb zu einem der beliebtesten Jagdhunde Deutschlands.

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Der Deutsch Drahthaar ist nicht nur ein leidenschaftlicher Jäger, sondern auch ein begeisterter Schwimmer. / Foto: pixabay.

Deutsch Langhaar

Vertreter dieser Jagdhunderasse sind Nachkommen jener Habicht- und Wachtelhunde, die bereits im Mittelalter zur Jagd eingesetzt wurden. Er ist besonders in Norddeutschland sehr verbreitet und eng mit dem Großen Münsterländer (siehe oben!) verwandt.

Da man sich nicht auf eine Fellfarbe einigen konnte, spaltete sich die Zucht. Zum einen gibt es heute die braune Variante, die Deutsch Langhaar. Zum anderen entstand die schwarz-weiße Variante, die Großen Münsterländer.

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Der Deutsch Langhaar kommt sowohl in reinem Braun als auch in mit weiß kombinierten Farbvariationen vor. / Foto: pixabay.

Labrador Retriever

Die Labrador Retriever, welche sehr schwimmfreudigen Apportierhunde sind, wurden in den letzten Jahren immer beliebter als Familienhunde. Da kann man schnell vergessen, dass diese ursprünglich exklusiv als Jagdhunde eingesetzt wurden. Noch heute haben sie sich aber ihre Freude am Wasser und am Apportieren beibehalten. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität und Gelehrsamkeit werden sie auch gerne als Therapie-, Blinden- und Rettungshunde eingesetzt

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Der Labrador liebt es, zu schwimmen, und fühlt sich am Wasser am wohlsten. / Foto.pixabay.

Irish Setter

Der Irish (Red bzw. Red and White) Setter ist aus dem englischen Setter und Pointer hervorgegangen und hat sich zuerst als Irish Red and White Setter etabliert, bevor sich einmal mehr der rein rote Irish Red Setter abgespalten hat. Er ist ein Vorstehhund mit ausgezeichnetem Geruchssinn, der besonders auf die Schnepfenjagd in Sumpfgebieten gezüchtet und trainiert wurde. Wie viele (ehemalige) Jagdhunde braucht auch der Irish Setter eine Menge Auslauf, am besten zwei bis drei Stunden pro Tag.

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Der Irish Setter besticht durch sein rötlich schimmerndes Fellkleid. / Foto: pixabay.
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