Beziehungstipps: Mein Hund ist eifersüchtig auf meinen Freund

mein hund ist eifersuechtig auf meinen freund meine freundin pudel partnerschaft beziehung
Bekommen sie aufgrund des neuen Partners weniger Aufmerksamkeit, reagieren viele Hunde eifersüchtig. / Foto: Unsplash

Wenn da plötzlich so ein neuer Zweibeiner herumschwirrt, dem dann vielleicht auch noch sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, bemerken Frauchen oder Herrchen nicht selten: „Mein Hund ist eifersüchtig auf meinen Freund bzw. meine Freundin.“ Verhaltensberaterin Kristina Ziemer-Falke erklärt, wie man mit der Eifersucht von Hunden umgeht.

Verliebt zu sein ist ein sehr schönes Gefühl. Es beflügelt uns und spornt uns in unserem Alltag meist zu Höchstleistungen an. Wenn das Gefühl von unserem Gegenüber auch noch erwidert wird und sich somit eine neue Partnerschaft ankündigt, ist die Welt für uns in Ordnung.

Wenn Sie jedoch einen Hund haben, kann es genau für diesen schwierig werden mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin an Ihrer Seite. War er vorher stets alleine mit Ihnen und hat sich zu einem treuen Teampartner entwickelt, kann sich jetzt alles ändern. Zudem werden Sie bestimmt auch Regeln, Strukturen und einige Rituale mit in Ihren Alltag eingebaut haben. Diese erleichtern schließlich das Zusammenspiel mit dem Teampartner Hund.

Kommt jetzt jedoch der neue Partner in Ihr Leben und somit auch in den Alltag, können sich schnell neue Strukturen und Rituale bilden. So wird beispielsweise das abendliche Ausklingen auf der Couch jetzt auf einmal zu dritt stattfinden und nicht wie bisher nur zu zweit. Selbst ein Spaziergang mit dem neuen Menschengefährten kann aus Sicht Ihres Hundes alles andere als harmonisch und entspannt verlaufen. Schließlich wird die sonst so großzügige Aufmerksamkeit Ihrem Hund gegenüber geringer ausfallen. Ganz schön viel Veränderung für den treuen Vierbeiner

Eifersucht bei Hunden

Das Gefühl der Eifersucht kennt fast jeder. Auch wenn wir es uns meist nicht eingestehen wollen, reagieren wir häufig sehr empfindlich, sobald sich jemand unseren Liebsten nähert und sich mit ihnen zu lange beschäftigt. Bei manchen Menschen ist dieses Gefühl stärker ausgeprägt als bei anderen.

Auch für Hunde ist es schwierig, wenn der Sozialpartner Mensch auf einmal auf eine andere Art und Weise zur Verfügung steht – zumal Untersuchungen gezeigt haben, dass Hunde ein Gefühl von Eifersucht fühlen können. Vor allem wenn sich dann noch ein fremder Mensch in den Haushalt integriert und alte Strukturen neuen
weichen.

Um genau zu erkennen, wann Ihr Hund eifersüchtiges Verhalten zeigt, ist es wichtig, den Hund im Gesamten zu betrachten. Zeigt er Stressanzeichen oder das Bedürfnis, immer mit dabei zu sein
oder auch den neuen Partner wegzuschnappen, sobald dieser zu Hause ist, sollte Vorsicht geboten sein. Denn jeder Hund kann bei Stress mit einem anderen – meist unerwünschten – Verhalten
reagieren. Mögliche Reaktionen können knurren, bellen oder auch schnappen sein.

Egal, ob beim Beisammensein auf der Couch, in der Küche beim Kochen oder bei einem Spaziergang im Freien – das Stresspensum des Hundes sollte möglichst niedrig gehalten werden. Nur so kann
ein entspanntes Miteinander aller Beteiligten möglich sein.

Gemeinsame Zeit & Vertrauen

Es ist also wichtig, Ihrem Hund deutlich zu machen, dass Sie auch weiterhin für ihn da sind und ihm Sicherheit und Orientierung bieten können. Um das zu signalisieren, sollten bisherige Rituale auch künftig in Ihrem Alltag bestehen bleiben. Das bedeutet Sicherheit für Ihren Vierbeiner.

Zeigen Sie Ihrem Hund, dass er sich auf Sie verlassen kann und die Beziehung zueinander nicht gefährdet ist. Gemeinsame Zeit ohne Ihren neuen Partner ist für die weiter fortbestehende Mensch-Hund-Bindung somit ganz wichtig.

Die neugewonnene Liebe auf zwei Beinen darf dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen, denn sie braucht genauso Zeit. Versuchen Sie also, eine gesunde Balance zwischen Ihrem Hund und Ihrem Partner zu finden. Dann steht dem neuen Rudel
nichts im Wege.