Freitag, Oktober 7, 2022
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Warum Hunde Blut spenden sollten

Es dauert etwa eine Viertelstunde, ist schmerzfrei und kann Leben retten. Warum Hunde Blut spenden sollten.

Wie viele Vierbeiner es genau sind, denen eine Bluttransfusion schon das Leben gerettet hat, kann nicht einmal geschätzt werden. Tatsache ist: es sind zu wenige und es hätten viel mehr sein können. Spenderblut ist beim Veterinär ein genauso elementarer Saft wie in der Humanmedizin. Zum Einsatz kommt es nicht nur bei Unfallversorgung oder Operationen, wo die Tiere viel Blut brauchen.

Durch Zecken übertragene Blutparasiten oder Gerinnungsstörungen durch Vergiftungen und aus genetischen Gründen („Bluterkrankheit“) machen den Einsatz von Spenderblut ebenfalls notwendig. Weil Blut nicht lange haltbar ist – gekühlt etwa vier Wochen, aus ihm gewonnenes Plasma tiefgefroren etwa ein Jahr –, werden permanent Spender gebraucht. An der Vetmeduni Wien gibt es die größte und älteste „tierische“ Blutbank Österreichs. Hier gibt es nicht nur Hundeblut. Auch andere Haustiere, etwa Katzen oder Pferde, werden quasi „zur Ader gelassen“ und zum Blut spenden herangezogen.

Kurz und schmerzlos

Der Spendevorgang ist bei Tier und Mensch annähernd gleich und dauert nach einer Untersuchung etwa 15 Minuten. 450 Milliliter Blut werden abgenommen, bei kleineren Hunden entsprechend weniger. Danach gibt es eine kleine Stärkung für die edlen Spender. Das wissen die vierbeinigen Helden spätestens nach dem ersten Besuch in der Blutbank. „Wir gestalten die Spende für die Tiere absolut stressfrei“, bestätigt Nicole Luckschander-Zeller von der Vetmeduni Wien.

„Die meisten Hunde kommen schon schwanzwedelnd zu uns.“ Freude auf beiden Seiten der Leine. Schließlich hat auch der Besitzer etwas von der Spende seines Lieblings: medizinische Kontrolle, ein Blutbild mit den wichtigsten Werten, die Bestimmung der Blutgruppe und einen Spenderausweis. Der spart im Notfall entscheidende Zeit, falls das Tier selbst einmal Spenderblut benötigen sollte. Völlig ungefährlich Das Spenden ist aufgrund des Einsatzes von sterilen Einmalkanülen ungefährlich, der Organismus ersetzt die abgenommene Blutmenge innerhalb kürzester Zeit. Und genau in diesem Intervall werden sie auch benötigt: „Momentan haben wir etwas über 130 Blutspender in unserer Datenbank und die Blutkonserven wurden immer alle benötigt“, erzählt Boris Mikula von der Tierklinik Parndorf. „Mithilfe unserer großen Datenbank kommt es vor, dass wir in Notfällen die passenden Spender kontaktieren. Diese Hilfsbereitschaft hat schon einigen Tieren das Leben gerettet!“

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