Stadt, Land, Hund – diehundezeitung.com

by Michael Wurz
Zwei Frauen haben zwei kleine Hunde am Arm und sind im Urlaub

Mittendrin statt nur dabei. Ist der Vierbeiner natürlich, wenn’s raus in die Natur geht. Darf er aber auch dabei sein, wenn’s im Urlaub in die Großstadt oder ins Spa geht. Ja wirklich? Was aber hat Bello von Städtetrip, Relax-Wochenende und Co.?

Zugegeben, der Wellnesstyp war ich noch nie. Und ich bin’s auch jetzt noch nicht. Ich werde ein- fach nicht warm mit dem Herumtümpeln im warmen oder eigentlich gar nicht so warmen Wasser. Mich fröstelt’s da eigentlich immer. Bademäntel, wo man hinsieht und so weit das Auge reicht (nämlich auch beim Essen! – das mache ich persönlich einfach lieber angezogen) und für die Sauna bin ich schon seit jeher zu gschamig. Und mit Hunden macht man ja sowieso lieber Urlaub am Berg oder am Strand (aber nicht nur, wie sich ein paar Zeilen weiter noch herausstellen wird). So viel zu meiner Sicht auf die (Urlaubs-)Dinge.

Mein Mann sieht das etwas anders

Also eigentlich ist er da das komplette Gegenteil. Wellnessurlaub ist für ihn das Nonplusultra. Aber kann man das den lieben Hunden (und mir) denn zumuten? Das ist für unsere Vierbeiner (und mich) doch nix, oder? Ähm … doch. Wellnesshotels, in denen Hunde herzlich willkommen sind, gibt es sogar einige. Da fehlt es Bello an nichts, während Frauchen und Herrchen sich Bad, Massage und Sauna gönnen. So sieht das auch Alina Rupp von der Urlaubsplattform pfotencheck.com: „Auch im Wellnessurlaub muss man auf den vierbeinigen Reisebegleiter nicht verzichten, denn auch hier gibt es eine tolle Auswahl an hundefreundlichen Hotels. Es versteht sich natürlich von selbst, dass der Hund nichts im (Whirl-)Pool zu suchen hat – ganz abgesehen davon, dass es ihm absolut keine Freude machen würde, ist das aus hygienischen Gründen nicht möglich.

Immer mehr Hotels haben allerdings sogar eigene Wellnessangebote für den Hund! Beispielsweise Tellington TTouch Behandlungen oder auch Yoga mit Hund. Das sind sehr erfreuliche Entwicklungen, denn das Bewusstsein für das Wohlbefinden des Hundes rückt stärker in den Fokus.“ Es muss also nicht immer gleich ein Berggipfel sein. „Auch Entschleunigung und miteinander zur Ruhe kommen ist wichtig“, so Rupp. 

Frau steht mit ihrem Hund auf einer Brücke an einem Kanal in Venedig
Eine Reise der Erinnerung mit treuem Begleiter. © RossHelen (Canva)

Apropos nicht Berggipfel.

Eine Alternative zum klassischen Wanderurlaub kann auch ein Städtetrip sein. Was, mit dem Hund in die Großstadt?? Hat der denn dann was davon? Klar. Sofern sich Frauchen und Herrchen im Vorfeld Gedanken machen. Worüber? Zum Beispiel darüber, ob der vierbeinige Liebling an Verkehrslärm gewöhnt ist. Um Schweißausbrüche sowohl auf zwei- als auch vierbeiniger Seite zu vermeiden, tut man vor allem mit einem Landei gut daran, es schon einige Zeit vor Urlaubsantritt und auch ganz behutsam mit dem Lärm in der Großstadt vertraut zu machen. Mit kleineren oder größeren Tagesausflügen etwa. Auch das Fahren mit Bus und Bim (damit einhergehend ein Maulkorbtraining) will – falls für den bevorstehenden Trip benötigt – gelernt sein. Was noch? Meist sind es die immer gleichen und auch bekannten Fellnasen, die unser Vierbeiner beim täglichen Spaziergang in gewohnter Umgebung so sieht und riecht. Da kann das Treffen auf fremde Artgenossen schon mal etwas stressen. Gute Hundeschulen bieten Begegnungstrainings an – die übrigens auch ohne bevorstehenden Urlaub eine nette Abwechslung in den (Hunde-)Alltag bringen können.

Last, not least

Es ist natürlich auch in der Stadt die Wahl einer geeigneten Unterkunft für das Wohl von Zwei- und Vierbeinern maßgeblich. „Für Gäste mit Hund ist wichtig, dass sie sich tatsäch- lich willkommen fühlen!“, weiß die Expertin in Sachen Urlaub mit Hund, Alina Rupp, und meint weiter: „Das fängt bei einem Begrüßungsleckerli an der Rezeption an, geht über vorbereitete Näpfe am Zimmer bis hin zum Spazierservice. Natürlich braucht nicht jeder Hund eine persönliche Betreuung, um sich im (Städte-)Urlaub wohlzufühlen. Viele Hunde relaxen auch gerne im Zimmer, während sich Frauchen und Herrchen die Sehenswürdigkeiten ansehen. Andere Hunde hingegen sind beim Sightseeing freudig mit von der Partie. Hier sollte man sich allerdings im Vorhinein erkundigen, ob Hunde beim jeweiligen Ausflugsziel auch erlaubt sind, damit es keine bösen Überraschungen gibt.“

Fazit:

Wo auch immer es uns in Sachen Erholung hinziehen mag: Hund kann nicht nur mit von der Partie sein, sondern darf – sofern Frauchen und Herrchen sich bereits im Vorfeld sinnvolle Gedanken zur Planung machen – im besten Fall auch selbst den Urlaub genießen.

Frau mit Hund im Urlaub. Sie sitzen am Siena
Zweisamkeit in Siena: Erinnerungen schaffen, die bleiben. © dtephoto (Canva)

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