Freitag, Februar 3, 2023
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Dachshund – Dackel (Hunderasse) – treu und mutig

Dachshund, Dackel oder Teckel – der kleine Jagdhund hat viele Namen. Er wurde speziell für die Jagd gezüchtet und aufgrund seiner Körperform kann er problemlos in Wildtierhöhlen eindringen.

Obwohl diese deutsche Hunderasse heute noch immer als Jagdhund eingesetzt wird, hat sich der Dachshund oder Dackel mittlerweile als beliebter Begleithund etabliert. Er besitzt ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, ist aber trotzdem sehr liebevoll und ein freundlicher Familienhund. Manchmal wird ihm aber auch eine gewisse Sturheit nachgesagt.

Dachshund bzw. Dackel – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 4: Dachshunde.
mit Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Deutschland

FCI-Standardnummer: 148
Gewicht: ca. 9 kg
Verwendung: Jagdhund über und unter der Erde

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Geschichte und Herkunft

Ursprünglich wurde der Dackel für die Jagd unter der Erde gezüchtet und findet bereits im Mittelalter eine erste Erwähnung. Er stammt von kurzbeinigen Bracken ab. Dieser niederläufige Hund ist als eine der vielseitigsten Jagdgebrauchshunderassen anerkannt. Beim spurlauten Jagen sowie im Stöbern und auf der Schweißfährte ist er ein Meister seiner Klasse. Seinen Namen verdankt der Dackel, weil seine Aufgabe darin bestand, in Fuchs- und Dachsbaue einzudringen und die Tiere aus ihren Höhlen zu treiben. Der Kurzhaardackel ist wohl die älteste Züchtung, erst später kamen Rauhaardackel und Langhaardackel hinzu. Die Hunderasse wird seit mehreren Jahrzehnten in drei verschiedenen Größen und drei verschiedenen Haararten gezüchtet.

Ein Dachshund steht auf einem umgestürzten Baumstamm.
Trotz seiner kurzen Beine ist der Dachshund in jedem Terrain sicher unterwegs. / Foto: Canva (Norrie3699).

Wesen und Charakter

Der Dackel ist im Allgemeinen flink, freundlich und hat ein ausgeglichenes Temperament. Obwohl sie manchmal zum Bellen neigen, sind sie normalerweise weder ängstlich noch aggressiv. Sie sind sehr gelehrige und intelligente Tiere, die schnell neue Tricks lernen. Allerdings wollen sie manchmal ihren Dickkopf durchsetzen, weswegen eine liebevolle, aber konsequente Erziehung unbedingt erforderlich ist. Als traditioneller Jagdhund beweist diese Hunderasse Nerven aus Stahl, wenn es darum geht, die Beute aus ihrem Versteck zu locken. Denn obwohl der Dachshund mittlerweile gerne als Familienhund gehalten wird, sollte man nicht vergessen, dass in seinen Adern noch Jägerblut fließt. Ausreichende Bewegung (am besten in der freien Natur) und geistige Auslastung ist wichtig dafür, dass der Dackel sein angenehmes Temperament beibehält.

Seine Bindungsfähigkeit ist – anders als bei anderen Rassen – weniger intensiv ausgeprägt. Sein übermäßiges Selbstbewusstsein führt manchmal dazu, dass er im Umgang mit Artgenossen provokant und frech kann. Dadurch sind Konfrontationen vorprogrammiert; sorgfältige Sozialisierung mit anderen Hunden ist daher essentiell. Der kleine Dachshund ist ein guter Begleiter für viele Lebensbereiche, da er sehr anpassungsfähig ist. Auch in kleinen Stadtwohnungen wird er bei genügend Beschäftigung sehr glücklich.

Ein Dackel mit einem langen Stock im Maul.
Aufgrund seines endlosen Selbstbewusstseins überschätzt sich der Dackel gerne. / Foto: Canva (geoleo).

Erscheinungsbild

Besonders markant ist die Körperform des Dackels: niedrig, kurzläufig, langgestreckt, aber kompakt. Wegen ihrer speziellen Gestalt werden sie deswegen im Englischen gerne wiener dogs, zu Deutsch “Würstchenhunde”, genannt. Doch trotz ihrer kurzen Beine sind Dachshunde erstaunlich flink, ausdauernd und kräftig. Der langgestreckte Kopf mit dem stets aufmerksamen Gesichtsausdruck läuft zur Schnauze hin beinahe spitz zu. Die erlaubten Augenfarben der ovalen Augen umfassen leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun. Helle Augenfarben sind bei gefleckten Tieren nicht erwünscht, werden aber im Rassestandard toleriert.

Anders als bei anderen Rassen geht es bei der Größe des Dackels nicht um die Widerristhöhe, sondern um den Brunstumfang. Denn als Jagdhund ist entscheidend, in welchen unterirdischen Wildbau er damit eindringen kann.

Folgende Größen gibt es beim Dachshund:

  • Standardteckel: Brunstumfang ab 35 cm
  • Zwergteckel: Brustumfang zwischen 30–35 cm
  • Kaninchenteckel: bis zu 30 cm
Zwei Langhaar-Dackel nebeneinander.
Der langhaarige Dachshund benötigt etwas mehr Fellpflege. / Foto: Canva (Bigandt Photography).

Fell & Pflege

Egal, ob Kurzhaar, Langhaar oder Rauhaar – die Hunderasse Dachshund gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farbvarianten. Besonders häufig kommen einfarbig rot, zweifarbig tiefschwarz oder braun mit Brand sowie verschiedene Variationen von Merle vor. Abzeichen sind nicht gewünscht, ein weißer Fleck auf der Brust wird jedoch toleriert. Die Palette des Haarkleides reicht von glatt, dicht und glänzend bis hin zu drahtig und weiter zu langem, leicht welligem Fell. Über Unterwolle verfügt der Dackel jedoch nicht, deswegen haart er etwas weniger als andere Hunderassen.

Das Fell von Kurzhaardackel und Rauhaardackel ist sehr pflegeleicht, regelmäßiges Bürsten reicht vollkommen aus. Beim Langhaardackel jedoch muss man etwas mehr Zeit investieren, und das lange Fell sorgfältig kämmen. Ansonsten können lästige Verfilzungen der Haare entstehen. Außerdem könnte es besonders beim Rauhaardackel erforderlich sein, das Fell professionell und regelmäßig trimmen oder zupfen zu lassen.

Ein Rauhaar-Dachshund im Herbstlaub.
Der Rauhaardackel ist zu jeder Jahreszeit ein schöner Anblick. / Foto: Canva (Carmelka).

Gesundheit

Grundsätzlich haben Dackel mit einer Lebenserwartung zwischen 12 und 16 Jahren gute Aussichten auf ein langes Hundeleben. Leider kommt diese Hunderasse jedoch mit einigen Erbkrankheiten einher. Neben einer Neigung zu Harnsteinen, Epilepsie und dem Cushing-Syndrom ist besonders die Dackellähme nicht selten. Deswegen ist es besonders wichtig, nur von seriösen Züchtern Dackel-Welpen mit Papieren zu erwerben.

Dabei handelt es sich um eine Wirbelsäulenerkrankung, von der sowohl Dackel als auch Dackelmischlinge häufiger betroffen sind. Durch die kurzen Beine und dem langen Rücken ist die Wahrscheinlichkeit eines Bandscheibenvorfalls höher. Dabei können die Nerven in der Wirbelsäule eingequetscht werden, es kommt zu Lähmungserscheinungen. Je nach Schweregrad der Dackellähme muss man das Tier bestenfalls schonen oder schlimmstenfalls einem chirurgischen Eingriff unterziehen. In manchen Fällen werden die Nerven so stark geschädigt, dass irreparable Schäden entstehen. Die Folgen können lebenslange Lähmung, Inkontinenz und neurologische Ausfälle umfassen.

Schon gewusst?

Noch eine Besonderheit, die der Dackel mit sich bringt: Er ist die einzige Hunderasse, die einen ganzen Rassestandard laut FCI für sich allein beansprucht. Der Dachshund ist somit der einzige Vertreter der gleichnamigen Kategorisierung. Wau!

Dackel-Welpen in einer Hundehütte.
Dackelwelpen sollte man nur von seriösen Züchtern erwerben - für ein langes und gesundes Leben. / Foto: Canva (Gorlov).

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Unglaublich süß: Dachshund-Welpen mit Dackel-Mama (Video)

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