Start Hunderassen Dachshund – Dackel (Hunderasse) – treu und mutig

Dachshund – Dackel (Hunderasse) – treu und mutig

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Dachshund, Dackel langhaar, liegend in der Wiese
Der Dachshund oder Dackel wurde ursprünglich für die Jagd gezüchtet. / Foto: Pixabay

Dachshund, Dackel oder Teckel – der kleine Jagdhund hat viele Namen. Er wurde speziell für die Jagd gezüchtet und aufgrund seiner Körperform kann er problemlos in Wildtierhöhlen eindringen.

Obwohl er heute noch immer als Jagdhund eingesetzt wird, hat sich der Dachshund oder Dackel mittlerweile als beliebter Begleithund etabliert. Er besitzt ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, ist liebevoll und ein freundlicher Familienhund. Manchmal wird ihm aber auch eine gewisse Sturheit nachgesagt.

Dachshund bzw. Dackel – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 4: Dachshunde.
mit Arbeitsprüfung
Ursprungsland: Deutschland

FCI-Standardnummer: 148
Gewicht: ca. 9 kg
Verwendung: Jagdhund über und unter der Erde

Geschichte und Herkunft

Ursprünglich wurde der Dackel für die Jagd unter der Erde gezüchtet und findet bereits im Mittelalter eine erste Erwähnung. Er stammt von kurzbeinigen Bracken ab. Dieser niederläufige Hund ist als eine der vielseitigsten Jagdgebrauchshunderassen anerkannt. Beim spurlauten Jagen sowie im Stöbern und auf der Schweißfährte ist er ein Meister seiner Klasse. Seinen Namen verdankt der Dackel, weil seine Aufgabe darin bestand, in Fuchs- und Dachsbaue einzudringen und die Tiere aus ihren Höhlen zu treiben. Der Kurzhaardackel ist wohl die älteste Züchtung, erst später kamen Rauhaardackel und Langhaardackel hinzu. Die Hunderasse wird seit mehreren Jahrzehnten in drei verschiedenen Größen und drei verschiedenen Haararten gezüchtet.

Wesen und Charakter

Der Dackel ist flink, freundlich und hat ein ausgeglichenes Temperament. Sie sind sehr gelehrige und intelligente Tiere, wollen aber manchmal ihren Dickkopf durchsetzen. Als Jäger beweist die Rasse Nerven aus Stahl, wenn es darum geht, die Beute aus ihrem Versteck zu locken. Er ist ausdauernd, lebhaft und hat eine feine Nase. Obwohl er mittlerweile gerne als Familienhund gehalten wird, sollte man nicht vergessen, dass in seinen Adern noch Jägersblut fließt. Seine Bindungsfähigkeit ist – anders als bei anderen Rassen – weniger intensiv ausgeprägt. Sein übermäßiges Selbstbewusstsein führt manchmal dazu, dass er im Umgang mit Artgenossen überstürzt handeln kann – dadurch kann es zu Konfrontationen kommen. Der kleine Dachshund ist ein guter Begleiter für viele Lebensbereiche, da er sehr anpassungsfähig ist. Allerdings braucht auch diese Rasse dementsprechende Erziehung und Beschäftigung.

Ein Dachshund mit Merle-Fellzeichnung.
Dachshunde mit Merle-Fellzeichnung sieht man eher selten. / Foto: unsplash.

Erscheinungsbild

Besonders markant ist die Körperform des Dackels: niedrig, kurzläufig, langgestreckt, aber kompakt. Wegen ihrer speziellen Gestalt werden sie deswegen im Englischen gerne “Wiener Dogs”, zu Deutsch “Würstchenhunde”, genannt. Doch trotz ihrer kurzen Beine sind Dachshunde erstaunlich flink, ausdauernd und kräftig. Der langgestreckte Kopf läuft zur Schnauze hin beinahe spitz zu. Die erlaubten Augenfarben der ovalen Augen umfassen leuchtend dunkelrotbraun bis schwarzbraun. Helle Augenfarben sind bei gefleckten Tieren nicht erwünscht, werden aber im Rassestandard toleriert. Anders als bei anderen Rassen geht es bei der Größe des Dackels nicht um die Widerristhöhe, sondern um den Brunstumfang. Denn als Jagdhund ist entscheidend, in welchen unterirdischen Wildbau er damit eindringen kann.

Folgende Größen gibt es beim Dachshund:

  • Standardteckel: Brunstumfang ab 35 cm
  • Zwergteckel: Brustumfang zwischen 30–35 cm
  • Kaninchenteckel: bis zu 30 cm

Fell und Pflege

Egal, ob Kurzhaar, Langhaar oder Rauhaar – die Hunderasse Dachshund gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farbvarianten. Besonders häufig kommen einfarbig rot, zweifarbig tiefschwarz oder braun mit Brand sowie verschiedene Variationen von Merle vor. Abzeichen sind nicht gewünscht, ein weißer Fleck auf der Brust wird jedoch toleriert. Die Palette des Haarkleides reicht von glatt, dicht und glänzend bis hin zu drahtig und weiter zu langem, leicht welligem Fell. Über Unterwolle verfügt der Dackel jedoch nicht, deswegen haart er etwas weniger als andere Hunderassen.

Das Fell von Kurzhaardackel und Rauhaardackel ist sehr pflegeleicht, regelmäßiges Bürsten reicht vollkommen aus. Beim Langhaardackel jedoch muss man etwas mehr Zeit investieren, und das lange Fell sorgfältig kämmen. So können keine Verfilzungen entstehen. Außerdem könnte es erforderlich sein, das Fell professionell zu trimmen oder zu zupfen.

Schon gewusst?

Noch eine Besonderheit, die der Dackel mit sich bringt: Er ist die einzige Hunderasse, die einen ganzen Rassestandard laut FCI für sich allein beansprucht. Der Dachshund ist somit der einzige Vertreter der gleichnamigen Kategorisierung.

Dachshund Dackel rauhaar Teckel süß
Dachshunde gibt es mit unterschiedlichem Fell, hier: ein Rauhaardackel. / Foto: pixabay

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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