Dienstag, Dezember 6, 2022
StartUrlaub & FreizeitHundeverbot auf Malediven? Die hundefeindlichsten Länder

Hundeverbot auf Malediven? Die hundefeindlichsten Länder

Nicht überall werden Hunde so geschätzt wie bei uns – andernorts sind sie sogar verboten! Auf den Malediven beispielsweise darf man überhaupt keine Hunde halten. Erfahren Sie hier mehr über jene Länder der Welt, die wenig Wert auf Fellnasen legen – und die damit als Urlaubsziel mit Hund eher nicht in Frage kommen.

Im deutschsprachigen Raum lieben wir unsere Fellnasen, denn sie sind oftmals mehr Familienmitglied als Haustier. Hunde sind sowohl in Deutschland als auch in Österreich das zweitbeliebteste Haustier hinter der Samtpfote. Doch leider werden Hunde nicht überall so sehr geschätzt wie bei uns – wohin also der nächste Urlaub mit Hund gehen soll, sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Denn auf den Malediven beispielsweise könnte es bei der Landung am Flughafen zu unangenehmen Überraschungen kommen.

Hundeverbot auf den Malediven

Soll die nächste Urlaubsreise auf die Malediven gehen, muss man die geliebte Fellnase wohl leider zu Hause lassen. Denn auf dem Inselstaat im Indischen Ozean sind Hunde verboten, sowohl die Haltung als auch die Einfuhr. Das bedeutet, dass man auf der ganzen Insel wahrscheinlich keiner einzigen Fellnase begegnet! Dieses Gesetz mag auf den Islam als alleinige Staatsreligion zurückzuführen sein. Denn im Sunnitentum des Islam gilt der Hund als unrein und darf nicht im selben Haus leben wie Menschen. Dasselbe gilt für Schweine – was jedoch nicht bedeutet, dass man die Tiere schlecht behandeln darf. Denn Tierschutz und respektvolle Behandlung von Vierbeiern hat für Muslime einen hohen Stellenwert, weil auch Mohammed als ausgesprochener Tierliebhaber überliefert ist. Besonders Katzen soll der Prophet sehr geschätzt haben, weswegen Samtpfoten auf den Malediven ein schönes Leben führen können.

Auch in Saudi-Arabien gibt es aus denselben religiösen Gründen vollkommene Hundeverbote in manchen Städten. Als Haustiere darf man die Vierbeiner nur dann halten, wenn diese als Arbeitshunde registriert sind. Dennoch gibt es auch im Islam einen Trend zur Veränderung, denn immer mehr muslimische Tierfreunde wollen sich einen Hund zu Hause halten.

Fehlender Tierschutz

Leider gibt es weiterhin viele Länder auf dieser Welt, in denen Tierschutzgesetze kaum vorhanden sind oder gar ganz fehlen. In solchen Nationen haben Hunde und Tiere generell natürlich schlechte Karten. Besonders in asiatischen Ländern wie Japan oder China oder auch Ägypten haben Tiere keinen hohen Stellenwert. In Japan werden streunende Vierbeiner überhaupt nicht toleriert, und schätzungsweise sollen dort jeden Tag über 500 Hunde und Katzen von den Behörden erstickt oder vergiftet werden. Trotzdem halten immer mehr Japaner Hunde als Haustiere und geschätzte Familienmitglieder. In China wiederum ist der Konsum von Hundefleisch zwar seit 2020 offiziell verboten, aber in der Praxis immer noch im Gange. Demnach sieht man dort Hunde eher als Nutztiere, und Hundeliebhaber sanktioniert die Regierung oftmals mit strengen Haltungsgesetzen oder gar Gassi-Verboten.

Streunende Hunde schlafen auf einem Stück Pappe auf der Straße.
Wo es zu viele streunende Hunde gibt, gibt es oftmals auch wenig Tierschutz. / Symbolfoto: Canva (stocktributor).

Streunerproblem

In anderen Ländern werden Hunde besonders dann eher als Problem gesehen, wenn zu viele davon auf der Straße leben. Speziell in Ägypten, Griechenland und Indien sind massenweise Fellnasen herrenlos und ohne Dach über dem Kopf. Allein in Indien soll es über 30 Millionen Streuer geben. Massentötungen der Tiere, Tierquälerei und auch die Verbreitung von Zoonosen sind in diesen Ländern ein großes Problem. Denn in Indien kann man 35 Prozent aller menschlichen Todesfälle auf Tollwut zurückführen. Diese tödliche Infektionskrankheit wird üblicherweise durch einen Biss von einem Hund auf andere Hunde oder Menschen übertragen.

Dennoch gibt es auch hier Bemühungen, das Leben der Tiere zu verbessern und das Streunerproblem in den Griff zu bekommen. Durch Spenden finanzierte Tierärzte führen an Hündinnen und Rüden Kastrationen durch, bevor man die Fellnasen wieder freilässt. Auch Informationskampagnen über Tollwut und Hundebisse sollen dabei helfen, die Öffentlichkeit über die Gefahren der Seuche aufzuklären und weitere Todesfälle zu verhindern.

Natürlich gibt es jedoch auch genügend Orte auf der Welt, die man regelrecht als Hundeparadies bezeichnen kann: Lesen Sie hier über die hundefreundlichsten Städte der Welt!

Ähnliche Beiträge