Alternative Heilmethoden für die treuen Begleiter

Von CBD bis Kamille: Alternative Heilmethoden für den Hund. /Foto: JackieLou-DL (pixabay)

Jeder Hundefreund möchte das Beste für seinen Vierbeiner. Auf der Suche nach Linderung bei Schmerzen oder Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens rücken immer häufiger alternative Methoden in den Fokus. Dieser Artikel zeigt, wie CBD und Co. wertvolle Unterstützung bei der Hundegesundheit leisten können.

Hanf: Die facettenreiche Heilpflanze vorgestellt

Hanf, wissenschaftlich als Cannabis sativa bekannt, ist eine Pflanze, die aufgrund ihrer vielfältigen gesundheitlichen Vorteile sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin Beachtung findet. Ursprünglich in Zentralasien beheimatet, hat sie sich weltweit verbreitet und wird wegen ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten geschätzt. In ihren Blättern und Blüten befinden sich zahlreiche Cannabinoide, unter denen CBD (Cannabidiol) besonders hervorsticht.

Im Gegensatz zu THC, einem anderen bekannten Cannabinoid, wirkt CBD nicht psychoaktiv, sondern bietet therapeutische Vorteile, wie die Linderung von Entzündungen, Angstzuständen und Schmerzen. Hanföl, speziell das terpenfreie CBD Hanföl, wird zunehmend für die Gesundheit von Hunden eingesetzt. Es kann helfen, Stress und Angstzustände zu reduzieren, chronische Schmerzen zu lindern und unterstützt das allgemeine Wohlbefinden des Hundes. Die Verabreichung von CBD Hanföl sollte jedoch immer unter tierärztlicher Aufsicht erfolgen, um die richtige Dosierung zu gewährleisten und sicherzustellen, dass es keine negativen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt.

Hanföl ist nicht gleich Hanföl

Ähnlich wie in der Humanmedizin, gibt es auch bei den Ölen in der Tierheilkunde deutliche Unterschiede. Terpenfreies CBD Hanföl für Hunde hat keine aromatischen Verbindungen, die Terpene.

Während Terpene in einigen Fällen therapeutische Eigenschaften haben, können sie bei Hunden manchmal unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Sie zeigen sich beispielsweise durch Symptome wie Juckreiz, Hautausschläge oder Atemprobleme. Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind ebenfalls mögliche Nebenwirkungen. Ebenso können manche Terpene beruhigend wirken, was bei einigen Hunden übermäßige Sedierung oder Lethargie hervorrufen kann. Bei äußerlicher Anwendung können bestimmte Terpene Haut- oder Schleimhautreizungen hervorrufen. Zudem können Terpene bei einigen Hunden zu Verhaltensänderungen führen, darunter erhöhte Ängstlichkeit oder Unruhe.

CBD-Öl kann vielseitig bei Vierbeinern eingesetzt werden. /Foto: Erin Hinterland (pixabay)

Natürliche Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden von Hunden

Beschwerden des Magen-Darm-Traktes gehören zu häufigen Leiden der aktiven vierbeinigen Begleiter. Manchmal haben sie beim Gassigehen verdorbene Speisereste oder anderen Unrat vom Boden „aufgesammelt“ und verspüre dann ein Unwohlsein.

Kamille ist ein bewährtes Heilkraut, das bei Verdauungsproblemen wie Blähungen, leichten Krämpfen und Unruhe hilft. Ein Tee, abgekühlt und in kleinen Mengen über den Tag verteilt gegeben, kann beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken. Ingwer ist ein weiteres effektives Mittel, insbesondere bei Übelkeit und Magenverstimmung. Eine kleine Menge frisch geriebener Ingwer kann dem Futter hinzugefügt werden, um die Verdauung zu unterstützen und Entzündungen zu reduzieren.

Fenchel, sowohl in Form von Samen als auch als Tee, wirkt krampflösend und kann bei Blähungen und Darmkrämpfen eingesetzt werden. Ein schwach gebrühter Fencheltee, dem Futter beigemischt, kann sanfte Erleichterung bieten. Sollten die Beschwerden mehrere Stunden oder sogar Tage dauern, sollte unverzüglich der Besuch beim Tierarzt folgen. Gleiches gilt auch, wenn sich der Zustand des Hundes drastisch verschlechtert, er etwa apathisch wird oder Schaum vor dem Mund hat. Dann ist höchste Eile geboten, denn er könnte womöglich einen Giftköder verschluckt haben.

Die Halskrause wird von den Vierbeinern meistens nur ungern getragen, dient aber als wohltuender Leckschutz. /Foto: maryhelly (pixabay)

Die heilende Kraft der Natur bei tränenden Augen

Gerade in der kühlen Jahreszeit sind tränende Augen bei den Vierbeinern gar nicht so selten. Ein kalter Luftzug kann die Netzhaut reizen und zumindest kurzzeitig für einen verstärkten Tränenfluss sorgen. Auch hierfür gibt es natürliche Heilmittel, etwa Euphrasia. Bekannt auch als Augentrost, ist das Mittel ein echter Geheimtipp. Ein schwacher Aufguss aus Euphrasia kann als sanfte Augenspülung verwendet werden, um die Augen zu reinigen und Irritationen zu lindern.

Auch Kamillentee hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann, abgekühlt, Linderung bringen. Dafür wird die Flüssigkeit vorsichtig mit einem sauberen Tuch auf die Augenpartie aufgetragen und sanft getupft. Abhängig vom Grad des Tränenflusses sollte das ein- bis zweimal pro Stunde wiederholt werden. Zeigt sich nach einem Tag noch keine signifikante Besserung, ist der Gang zum Tierarzt des Vertrauens empfehlenswert.

Schnelle Hilfe bei Kratzern

Beim ausgelassenen Spielen mit Herrchen, Frauchen und anderen Vierbeinern sind kleine Blessuren keine Seltenheit. Aufgekratzte Hautstellen können nicht nur jucken, sondern unbehandelt auch zu Entzündungen führen. Hilfreich sind natürliche Mittel, etwa Aloe Vera. Es ist äußerst kühlend und hat heilende Eigenschaften. Reines Aloe Vera Gel kann direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, um die Haut zu beruhigen und die Regeneration zu unterstützen.

Ringelblume, auch als Calendula bekannt, ist ein weiteres wirksames Mittel bei Hautirritationen. Eine Salbe oder ein Tee aus Ringelblumen kann auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, um Entzündungen zu reduzieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen. Kamille, bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften, kann ebenfalls genutzt werden. Ein abgekühlter Kamillentee, auf ein sauberes Tuch aufgetragen, wirkt beruhigend auf gereizte Haut.

Solange die Wunde noch offen ist, sollte das Toben im Dreck möglichst ausfallen. Lässt es sich bei besonders aktiven Vierbeinern nicht vermeiden, hilft ein temporärer Schutz (etwa durch einen Verband). Wichtig ist, die Wunde immer sauber und trocken zu halten. Hunde haben den natürlichen Reflex, ihre Wunden zu lecken. So können jedoch Bakterien hineinkommen und die Heilung verzögern oder sogar noch verschlimmern. In diesem Fall ist ein Leckschutz notwendig. Er wird von den meisten Hunden nicht geliebt, denn er schränkt die Bewegungsfreiheit etwas ein. Hier können Herrchen und Frauchen mit ein paar Leckerlies und zusätzlichen Kuscheleinheiten für mehr Entspannung und Akzeptanz beim Tragen der ungeliebten Halskrause sorgen.

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