30% aller „Hunde-Allergiker“ reagieren nur auf Rüden

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Bei fast einem Drittel aller Menschen mit "Hunde-Allergie" sind ausschließlich Rüden Auslöser. Im Kontakt mit Hündinnen treten hingegen keine Symptome auf. / Foto: Pixabay

Können Hunde-Allergiker Hündinnen halten? Bei rund einem Drittel der Betroffenen lösen ausschließlich Rüden die Beschwerden aus.

„Bis zu 30% der Menschen, die allergisch auf Hunde reagieren, sind in Wahrheit nur auf ein spezielles Protein allergisch, das in der Prostata von Hunden produziert wird“, erklärt Dr. Lakiea Wright vom Brigham and Women’s Hospital in Boston im Gespräch mit CNN. Das bedeutet, dass Betroffene Personen weder im Kontakt mit Hündinnen noch mit kastrierten Rüden Probleme haben. Für die restlichen 70% – sprich: jene Menschen, die auch auf Hündinnen allergisch reagieren – können als Alternative immerhin diverse allergikerfreundliche Hunderassen eine Lösung sein.

Entdeckt wurde das besagte Protein bereits vor Jahren, seit letzten Mai existiert ein verlässlicher Bluttest, mit dem entsprechende Allergien nachgewiesen werden können. Beteiligt an der Erforschung des Verfahrens waren Wissenschafter aus Stockholm und Wien.

Hunde gegen Allergien

Dass Hunde beim Heranwachsen sogar gegen Allergien vorbeugen können, hat eine Studie aus Großbritannien herausgefunden. Verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten waren bei Kindern mit mindestens einem Hund im Haushalt um 90% seltener als bei Kindern ohne Haustier. Das Risiko einer Hausstaubmilbenallergie war laut Untersuchung um 66% geringer.