Mein Hund hat Angst vor Autofahrten – was tun?

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Mein Hund hat Angst vor Autofahrten! Was kann ich dagegen tun? / Foto: Pexels

Bei vielen Vierbeinern ist nie ein Thema. Manche Besitzer kennen das Problem nur zu gut: Mein Hund hat Angst vor Autofahrten! Was soll ich tun?

Ein Vierbeiner, der nicht ins Auto einsteigen möchte, ist keine Seltenheit. So wenden sich in Online-Foren immer wieder verzweifelte Herrchen und Frauchen mit ähnlichen Fragen hilfesuchend an die Community: „Mein Hund hat Angst vor Autofahrten! Wie kann ich das trainieren? Wie nehme ich ihm den Stress?“

Eines gleich vorweg: Ob ein Hund eher wagemutig oder ängstlich ist, hängt freilich mit seinem Charakter aber auch seiner Sozialisierung und gemachten Erfahrungen zusammen.  Umso früher Fellnasen mit Dingen in Kontakt kommen und dabei positive Erfahrungen machen, desto weniger Angst werden sie ihr Leben lang vor ähnlichen Situationen haben. Mit etwas Training und Einfühlungsvermögen sind aber auch ältere Hunde durchaus in der Lage ihre Ängste abzulegen und Neues zu erlernen.

Mit den folgenden zwei Tipps erklären wir, wie man daran arbeiten kann, um in Zukunft vielleicht doch noch gemeinsame Ausfahrten gemütlich und vor allem ohne Stress zu verbringen.

Vertrauen aufbauen

Der Hund muss Vertrauen fassen und seinen Platz im Automobil mit einem positiven Ereignis verbinden. Setzen Sie sich bei geöffneten Türen mehrmals mit ihm hinein und füttern sie ihn. Auch ein geliebtes Spielzeug kann durchaus als probates Lockmittel dienen, wenn man auf Leckerlis als Belohnung verzichten möchte. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass man während der Autofahrt in der Regel nicht in der Lage sein wird, mit dem Hund zu spielen.

Übung Schritt für Schritt ausbauen

Fahren sie auf keinen Fall los, sondern lassen Sie Ihren Hund nach einiger Zeit einfach wieder aussteigen. Damit lernt der Vierbeiner, dass nichts Schlimmes daran ist, wenn er im Auto sitzt und dass er aus zunächst noch stressigen Situation auch wieder unbeschadet herauskommt.

Bei besonders hartnäckigen Fällen kann es notwendig sein, für die genannte Übung ein anderes, für den Hund ungewohntes Fahrzeug zu verwenden. So komisch das nun klingen mag: Das Auto sollte auch möglichst eine andere Farbe haben.

Funktionieren kurze Aufenthalte im Auto bereits ganz gut, kann die Trainingsdauer Schritt für Schritt ausgebaut werden. Dabei gilt: nur nichts überstürzen! Je nach Verhalten (bzw. Stresssignalen des Hundes) kann nach einigen Wochen konsequenten Trainings die erste kurze Fahrt unternommen werden. Auch hier sollte man langsam steigern und stets auf die Bedürfnisse und Körpersprache der betroffenen Fellnase achten.