Kein Jetlag für Hunde

Hund - Zeitumstellung
Hunde zeigen sich von der Zeitumstellung meist weniger beeindruckt als ihre Besitzer. Foto: VIER PFOTEN, Andreea Balaurea

Sie plagt so manches Frauchen oder Herrchen, die Zeitumstellung. Unseren Hunden macht sie meist wenig aus – eine schrittweise Gewöhnung ist unter Umständen dennoch ratsam.

Von Samstag auf Sonntag stellen wir die Uhren um. Während die gewonnene Stunde für den einen oder anderen Zweibeiner mit einem kleinen Jetlag daherkommt, ist sie für Hunde meist kein Problem. Unter gewissen Umständen können die Vierbeiner dennoch sensibel auf die Umstellung reagieren.

Hund - Zeitumstellung
Hunde zeigen sich von der Zeitumstellung meist weniger beeindruckt als ihre Besitzer. Foto: VIER PFOTEN, Andreea Balaurea

So empfiehlt etwa Irina Fronescu, Kampagnenmitarbeiterin der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, Hundehaltern, ihre Lieblinge schrittweise an den neuen Rhythmus gewöhnen. Sie rät, schon ein paar Tage davor damit zu beginnen, die festen Essens-, Schlafens- und Gassigehzeiten jeweils um etwa zehn Minuten oder eine Viertelstunde zu verzögern.

Prinzipiell ist für die Vierbeiner das Zurückdrehen der Uhren „kein Problem“, so Bettina Horvat, Fachtierärztin für Kleintiere in der Tierklinik Hollabrunn. „Hunde lesen keine Uhren, insofern macht ihnen die Zeitumstellung nichts aus“. Falls jedoch immer sehr genaue Uhrzeiten für Fütterung, Spaziergänge und ähnliches eingehalten werden, dann sollte man diese über den Zeitraum von einer Woche langsam anpassen“. Auch Horvat rät, dies am besten in Zehn-Minuten-Schritten zu tun. Das kann besonders bei älteren oder kranken Hunden, die an einen bestimmten Rhythmus gewöhnt sind, hilfreich sein. Im Großen und Ganzen falle die Umstellung aber den Hundehaltern meist schwerer als den Tieren, „die sind viel flexibler, als ihre Besitzer oft denken“, so die Tierärztin. „Glücklicherweise sind sie sehr anpassungsfähig. Das ist wahrscheinlich ihr Erfolgsrezept für ihren Umgang mit uns Menschen“.