„Hunderassen“ neu betrachtet – Drei Fragen an Yvonne Adler

Yvonne Adler auf einer grünen Wiese mit einem Australian Sheperd
Hundexpertin und Buchautorin Yvonne Adler im Interview. Foto: ©Yvonne Adler

Wissenschaftlich fundiert erklären die Hundeexperten Yvonne Adler, Udo Gansloßer und Gudrun Braun in ihrem neuen Buch die Entstehung unserer Hunderassen.
Wir stellten Yvonne Adler drei Fragen zum neuen Buch „Hunderassen“:

Worauf sollte man bei der Anschaffung eines Hundes achten?

Die Anschaffung eines Hundes sollte wohlüberlegt sein. Schließlich handelt es sich um ein Lebewesen, um ein Familienmitglied, das einen zehn bis 15 Jahre begleiten wird. Man sollte sich mit den unterschiedlichen Hunderassen und rassetypischen Verhaltenseigenschaften auseinandersetzen, dabei aber gleichwohl das Wesen des Hundes, seine Bedürfnisse und Persönlichkeit bedenken – und ob man dem gerecht werden kann. Die reine Auswahl nach Aussehen, Farbe und Geschlecht sollte hier keine Rolle spielen.

Wie kann Ihr neues Buch „Hunderassen – Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet“ dabei helfen?

In unserem Buch erklären wir durchaus ungeschminkt, welche Hunderassen eher leichter zu erziehen sind und welche Hunderassen eher schwieriger. Die Unterschiede im Verhalten, in Training und Erziehung zu verdeutlichen war uns wichtig. Wir haben uns auch bemüht, medizinische Befunde in die Besprechung mit aufzunehmen. Hier gibt es unzählige gesundheitliche Problematiken bei einer Vielzahl von Hunderassen.

Hunderassen, Buch, erschienen beim Kosmos Verlag.
„Hunderassen – Zoologie, Zucht und Verhalten neu betrachtet“ von Udo Gansloßer, Yvonne Adler, Gudrun Braun – Kosmos Verlag. Ab sofort erhältlich. /Foto: ©Kosmos Verlag, Yvonne Adler

Ein paar spannende Beispiele?

So hat z.B. die Körpergröße des Hundes tatsächlich eine Auswirkung auf das Wesen des Hundes. So zeigen sich kleinere Hunde oftmals kühn, wagemutig und meist impulsiver und leichter erregbar. Eine Reihe von Untersuchungen zeigt allgemein, dass größere Hunde tendenziell ruhiger sind. Auch die Kopfform kann als Indikator für die Fähigkeiten des Hundes herangezogen werden. Während breitschnauzige Hunde besser räumlich sehen, haben langschnauzige Hunde ein besseres Bewegungssehen in die Weite. Die Breite des Kopfes und wie weit die Augen auseinander stehen, nimmt hier einen Einfluss darauf. Die Fähigkeit des Schnüffelns hängt z.B. mit der Form der Schnauze zusammen. Auch Farbgene haben nicht nur einen Einfluss auf die Fellfarbe und Pigmentverteilung beim Hund, sondern sind auch für Verhaltens- und gesundheitliche Veränderungen verantwortlich.

Yvonne Adler (rechts) und Udo Gansloßer mit HundezeitungRedakteurin Kerstin Biernat-Scherf beim Hundetrainer-Kongress.
Yvonne Adler (rechts) und Udo Gansloßer mit HundezeitungRedakteurin Kerstin Biernat-Scherf beim Hundetrainer-Kongress. /Foto: ©Die Hundezeitung

Wer mehr über Yvonne Adler und Adler Dogs erfahren möchte, kann sich auf Adler Dogs umsehen.