Flöhe beim Hund! Parasiten erkennen und behandeln

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Flohbisse reizen die Haut und führen zu starkem Juckreiz. / Foto: pixabay.

Flöhe sind klein, gemein und kommen selten allein: Erblickt man nur ein Tier im Fell des Hundes, sollte man mit hunderten mehr rechnen, die besser versteckt sind. Erfahren Sie, wie Sie Flohbefall erkennen, richtig behandeln und (noch besser) gleich vorbeugen.

Flöhe werden oft mit heimatlosen Streunern oder unhygienischen Lebensumständen assoziiert, doch tatsächlich ist selbst der sauberste Hund und Haushalt nicht vor den kleinen Tierchen sicher – ein Befall erfolgt meist per Zufall, über Kontakt mit bereits betroffenen Artgenossen oder mit Eiern, Larven und Puppen in einer kontaminierten Umgebung. Durch ihre rasante Vermehrungsfähigkeit können einige wenige Flöhe schnell Überhand gewinnen.

Flöhe – kleine Quälgeister

Bei Flöhen handelt es sich um parasitierende Insekten, die das Blut ihres Wirtes über winzige Wunden in dessen Haut trinken und nur ein Lebensziel haben: sich zu vermehren. Schon in den ersten 48 Stunden können sie bereits Eier legen, die vom Wirt abfallen und die Umgebung verunreinigen. Ein Floh kann seinen kompletten Lebenszyklus vom Ei über die Larve bis zur Puppe und zum erwachsenen Floh in drei bis fünf Wochen abschließen. Nur der erwachsene Floh lebt auf dem Tier selbst – der Großteil der Population lebt in der räumlichen Umgebung des Wirts.
Die Wirtpräferenz hängt von der Flohart ab: Hunde werden in ländlichen Gebieten meist vom Hundefloh, in der Stadt tendenziell eher vom Katzenfloh befallen. Aber auch der Menschen-, Fuchs-, Hühner-, Kaninchen-, Ratten- und Sandfloh kann sich einen hündischen Wirt aussuchen. Flöhe sind das ganze Jahr über aktiv, ihre Entwicklung verlangsamt sich jedoch bei Kälte oder übermäßiger Trockenheit. Doch auch im Winter ist man nicht vor ihnen sicher!

Symptome und Folgen eines Flohbefalls

Da die Parasiten mit freiem Auge schwer zu erkennen sind, ist das auffälligste Anzeichen eines Flohbefalls ein sich ständig kratzender und leckender Hund. Um an das Blut des Wirts zu kommen, verletzen Flöhe dessen Haut und geben Speichel in die Wunde ab, der die Haut stark irritiert und Juckreiz auslöst. Auch braune Krümel im Fell, die auf nassem Küchenpapier rötlich verlaufen, sind sichere Hinweise – es handelt sich dabei um unverdautes Blut, dass die Flöhe für die Ernährung der Larven ausscheiden. Ohne Behandlung kann es zu Haarausfall, Hautentzündungen und bei sehr starkem Befall sogar zu Blutarmut (Anämie) kommen.

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Erwachsene Flöhe sind zwischen zwei und vier Millimeter groß und daher oftmals schwer zu sehen. / Foto: pixabay.

Manche Hunde können auch eine Flohspeichelallergie entwickeln, die die Symptome und Hautreizungen noch verschlimmert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass Flöhe als Zwischenwirte den Gurkenbandwurm auf den Hund übertragen, sodass bei Flohbefall stets auch entwurmt werden sollte.

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Flöhe beim Hund ade – Behandlung und Vorbeugung

Entdeckt man auf seiner geliebten Fellnase auch nur einen verdächtig hüpfenden Punkt, ist schnelles und sorgfältiges Handeln angesagt. Am wirksamsten gegen den direkten Befall des Hundes sind Antiparasitika, die den Vermehrungszyklus durchbrechen. Dies können Kombipräparate gegen mehrere Parasitenarten sein, die oral verabreicht oder als Spray, Halsbänder oder Spot-ons direkt auf Haut und Fell aufgetragen werden. Diese sollten nicht nur zur Behandlung, sondern auch vorbeugend das ganze Jahr regelmäßig angewendet werden; für die optimale Flohprophylaxe lassen Sie sich von einem Tierarzt oder Tierärztin Ihres Vertrauens beraten. Auch eine parallele Entwurmungskur ist bei Flohbefall dringend empfohlen.
Doch wie das Tier ist bei Flöhen auch immer die Umgebung betroffen. Säubern sie gründlich alle Tiermöbel wie Hundekörbe und Hundehütten, aber auch alle Polstermöbel, Teppiche, Heimtextilien wie Kissen, Decken, Vorhänge, etc. und auch Böden und Bodenritzen mit Insektiziden zur Umgebungsbehandlung. Wenn der Hund im Auto gereist ist, muss auch dieses sorgfältig geputzt und gesaugt werden. Vermehrtes Staubsaugen ein paar Tage nach der Reinigung kann helfen, noch die letzten Eier, Larven und Puppen zu erwischen.

Haben die Flöhe in einem Haushalt erst einmal Fuß gefasst, ist es aufwendig und lästig, sie wieder loszuwerden. Daher gilt bei Parasiten besonders: Vorbeugung ist besser als Nachbehandlung!

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