Die besten vierbeinigen Sprichwörter und Redensarten

Beiger Hund hat Denkblasen mit verschiedenen Sprüchen um seinen Kopf herum.

Es gibt im Deutschen viele Sprichwörter und Redensarten, die unseren besten Freund zum Thema haben. Doch woher kommen diese Ausdrücke ursprünglich? Diese Frage lässt sich leicht beantworten – sonst wird noch der Hund in der Pfanne verrückt!

Der innere Schweinehund

Dieses seltsame Mischwesen in unserem Inneren gilt es zu bezwingen, wenn die Motivation niedrig ist, eine anstrengende Aufgabe zu erfüllen. Wer aber denkt, dass der Ausdruck ein Amalgam aus „faulem Hund“ und „faulem Schwein“ ist, hat sich getäuscht – denn tatsächlich
kommt der Ausdruck aus der Jagd. Der zur Wildschweinjagd eingesetzte Sauhund war lange Zeit mit wilder Hetze auf das Beutetier und der Erschöpfung danach assoziiert.

Vor die Hunde gehen

Diese Redensart drückt aus, dass jemand oder etwas zugrunde geht und es wirtschaftlich schlecht um ihn oder es bestellt ist. Als möglicher Ursprung könnte der Umstand gelten, dass kranke oder schwache Beutetiere leichter von der Meute erwischt werden. Eine weitere Möglichkeit könnte eine Strafe für Bergarbeiter sein, die bei schlechtem Verhalten den „Hunt“, einen kleineren Förderwagen, ziehen mussten.

Von allen Hunden gehetzt sein

Dabei handelt es sich um eine weniger bekannte Alternative des „Mit allen Wassern gewaschen sein“. Auch dieser Ausdruck stammt aus der Jagdszene – denn ein listenreiches, erfahrenes und schlaues Beutetier kann jedem noch so engagierten Hetzhund entkommen. Will man darauf hoffen, es zu erwischen, muss man daher die ganze Meute einsetzen.

Da wedelt der Schwanz mit dem Hund

Dies ist die hündische Alternative des Pferdes, das man von hinten aufzäumt. Gemeint ist damit, dass Verhältnisse nicht stimmen oder eine Sache falsch angegangen wird.

Weißer Hund mit bunt gefärbten Haaren sitz vor einer Hausmauer.
© Canva

Hunde, die bellen, beißen nicht

Während man in der Realität nicht darauf vertrauen darf, dass bellende Hunde nicht beißen, ist mit diesem Sprichwort eigentlich gemeint, dass man wenig Angst vor Menschen haben soll, die mögliche Untaten groß ankündigen. Wer jemandem wirklich schaden will, tut dies meist still und leise. Wer stattdessen ein großes Aufhebens macht, von dem habe man (so heißt es) nichts zu befürchten.

Heulen wie ein Schlosshund

Dieser Ausdruck hat tatsächlich einen weniger erfreulichen Hintergrund: Früher wurden Hunde sehr oft ein Leben lang an der Kette gehalten, die man auch als „Schloss“ bezeichnete. Weil diese Hunde zu wenig Bewegung und soziale Zuwendung bekamen, waren sie dafür bekannt, viel und lange zu heulen und zu bellen. Heutige Tierschutzgesetze verbieten zum Glück die Haltung dieser „Schlosshunde“.

Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt

Tatsächlich liegt der Ursprung dieses Ausrufs in einer fiktiven Geschichte der Till-Eulenspiegel-Saga: Der listige Schelm war von dem Meister einer Bierbrauerei angewiesen worden, in seiner Abwesenheit den Hopfen zu sieden. Unglücklicherweise hieß der Hund des Meisters Hopf und landete daraufhin in der Pfanne, in der er aufgrund der Hitze „wie verrückt“ umhersprang.

Bekannt wie ein bunter Hund

Damit ist der Umstand gemeint, dass auffällige Personen mehr Aufmerksamkeit erhalten und größeren Wiedererkennungswert haben – ähnlich, wie bunt gefleckte oder gescheckte Hunde auf der Hundewiese eher auffallen als einfärbige Artgenossen. Ursprünglich war diese Redewendung jedoch nicht nett gemeint und bezeichnete eher Personen mit negativen Charaktereigenschaften.