Der Hund und sein Schlaf

An einen neuen Schlafplatz gewöhnen sich Hunde leichter mit einem vertrauten Gegenstand oder unter Zuhilfenahme von Leckerlis. Pixabay © ornaw (CC0 Public Domain)

Hunde brauchen einen Rückzugsort

Ein Hund schläft und döst viele Stunden am Tag. In Abhängigkeit vom Alter, dem Gesundheitszustand und seinem Aktivitätslevel ist der Hund nur zwischen vier und neun Stunden wirklich wach. Welpen und sehr alte Hunde manchmal sogar nur zwei. Da ist es einleuchtend, dass der Schlafplatz eine wichtige Rolle für den Hund spielt. Es geht dabei nicht darum, wo sich der Schlafplatz befindet, sondern wie er ausgestattet ist. Schließlich soll er perfekt zum Hund passen. Nachfolgend gibt es ein paar grundlegende Tipps, wie aus einem Platz im Haus ein richtiger Schlafplatz für den Hund wird.

 

Ist ein fester Schlafplatz notwendig?

Die meisten Hunde liegen nicht immer am selben Platz, wenn sie schlafen. Sie haben in der Regel mehrere Stellen, an denen sie sich gerne ausruhen oder die sie als Rückzugsort nutzen. Dennoch ist es wichtig, einem Hund einen festen Schlafplatz zu geben und ihn auch daran zu gewöhnen. Der Schlafplatz soll für jeden Hund ein Platz sein, an den er sich zurückziehen kann, an dem er sich sicher und geborgen fühlt.

Kennt und akzeptiert ein Hund seinen Platz, ist es möglich, ihn in bestimmten Situationen an „seinen Platz“ zu schicken, beispielsweise wenn es an der Haustür klingelt. Der Hunde sollte nicht laut bellend zur Tür rennen, sondern wissen, dass er mit der Aufforderung „Geh an deinen Platz“ ganz entspannt bleiben kann, weil sein Herrchen oder Frauchen alles im Griff hat.

 

Ein Schlafplatz für die Nacht

Ein Hund braucht nachts einen festen Schlafplatz, an dem es ruhig und warm ist, nicht zieht und der speziell für ihn eingerichtet ist. Er sollte alles mitbekommen und am Familienleben teilhaben können, ohne dass ständiger Durchgangsverkehr die Ruhe stört. Hunde mögen es gar nicht, in den einem anderen Zimmer allein zu schlafen.

Dafür eignet sich beispielsweise ein Platz in einer Nische oder unter der Treppe. Gerne darf das Hundebett auf einem Podest liegen, von wo aus der Vierbeiner einen schönen Überblick hat. Das Wohnzimmer ist dabei nicht unbedingt die beste Wahl, weil es dort in der Regel recht warm ist. Es ist auch möglich, einem Hund zwei Schlafplätze anzugewöhnen, einen für tagsüber und einen für nachts.

Auf jeden Fall sollte der Hund an seinem Schlaf- und Ruheplatz eine ordentliche Unterlage zur Verfügung haben. Gut geeignet sind dafür spezielle, pflegeleichte und hygienische Hundebetten, wie das Hundekissen Divo von Miacara. Der beste Schlafplatz für den Hund ist ruhig, aber dennoch ziemlich zentral, damit der Hund in der Nähe seiner Menschen sein kann.

 

So sieht der ideale Schlafplatz aus

Für den Hund spielt es keine Rolle, wie schick sein Schlafplatz ist oder ob er den neusten Trends entspricht. Für ihn ist wichtig, dass das Bett die richtige Größe hat und seine individuellen Bedürfnisse erfüllt. Viele Hunde legen sich gern lang ausgestreckt und ganz entspannt auf die Seite oder den Rücken. Dafür muss der Schlafplatz ausreichend groß sein. Ein leicht erhöhter Rand bietet dem Kopf eine Stütze. Hunderassen mit kurzem Fell suchen zum Schlafen meist warme, weiche Unterlagen auf. Hunde mit dichtem Fell hingegen legen sich gerne auf kühlere Unterlagen. Für sehr kleine Rassen gibt es kuschelige Schlafhöhlen als Rückzugsort. Kranke und ältere Hunde haben häufig ein höheres Wärmebedürfnis. Sie brauchen eine warme, weiche Unterlage und gegebenenfalls sogar eine Decke zum Zudecken.

Da immer mehr Hunde unter Allergien leiden, kann es sinnvoll sein, ein Hundebett für Allergiker anzuschaffen, dann sind Hausstaubmilben oder bestimmte chemischen Substanzen im Material der Schlafunterlage kein Problem mehr.

Manche Hunde liegen auch gerne ausgestreckt auf dem Rücken. Dazu muss der Schlafplatz ausreichend groß sein. Pixabay © picsbyfran (CC0 Public Domain)

 

Den Hund an seinen Schlafplatz gewöhnen

Kommt ein Hund in die Familie, ist es notwendig, ihn an seinen neuen Rückzugsort zu gewöhnen. Besonders hilfreich ist es dabei, wenn er etwas Vertrautes hat, beispielsweise eine kleine Decke oder ein Spielzeug vom Vorbesitzer, das er kennt. Der Geruch nach seiner alten Umgebung, nach seiner Mutter und seinen Geschwistern erleichtern den Übergang in eine neue Familie in einer ganz fremden Umgebung. Welpen fühlen sich dann gleich sicher und geborgen in ihrem neuen Zuhause. Auch für ältere Hunde, beispielsweise aus dem Tierheim, ist ein vertrauter Geruch eine große Erleichterung bei der Eingewöhnung in das neue Zuhause.

Darüber hinaus sind besondere Leckerlis eine gute Möglichkeit, anfangs den Schlafplatz attraktiver zu machen. Hunde sollen ihren Schlafplatz mit positiven Gefühlen verknüpfen. Ist der Schlafplatz hingegen mit einer Bestrafung verbunden, weil der Hund gerade etwas kaputt oder der Welpe in die Wohnung gemacht hat, wird er versuchen, den Schlafplatz zu meiden, weil er sich dort nicht wohlfühlt.

 

Darf der Hund auf die Couch?

Ob ein Hund auf der Couch ausruhen darf oder nachts im Bett schlafen darf, muss jeder Hundebesitzer für sich selbst entscheiden. Dabei spielt die Größe des Hundes oft eine wichtige Rolle. Einen niedlichen Chihuahua ins Bett zu holen ist wahrscheinlich einfacher, als nachts den Schlafplatz mit einem Bernhardiner zu teilen. Es spricht absolut nichts dagegen, wenn der Hund es sich auf der Couch oder im Bett bequem machen darf. Aber es sollte für beide freiwillig sein. Dabei sollten allerdings ein paar grundlegende Hygiene-Regeln gelten.

Der Hund darf sich dabei nicht als Chef fühlen. Er sollte jederzeit und ohne zu murren den Platz frei machen, wenn sein Herrchen oder Frauchen das verlangt.

Wenn der Hund auf die Couch oder ins Bett darf, ist es wichtig, an die Hygiene zu denken. Hunde tragen schließlich keine Schuhe, die sie einfach ausziehen können, um den Schmutz von der Straße auf dem Boden zu lassen. Pixabay © vivros62 (CC0 Public Domain)

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