Der chinesische Schopfhund (Hunderasse) – fröhlicher Zausel

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Dem chinesischen Schopfhund macht ein "Bad Hair Day" nichts aus! / Foto: pixabay.

Der chinesische Schopfhund ist ein richtiger Superstar – jeder erkennt ihn sofort anhand seiner markanten „Frisur“. Weiterhin zeichnet er sich aber auch durch sein verträgliches Temperament, seine Gutmütigkeit und seine Lebensfreude aus.

Chinesischer Schopfhund (Hunderasse) – Klassifikation FCI

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde.
Sektion 4 – haarlose Hunde.
ohne Arbeitsprüfung
Ursprungsland: China

FCI-Standardnummer: 288
Widerristhöhe:
Rüde: 28 – 33 cm
Hündin: 23 – 30 cm
Verwendung: Gesellschaftshund

Geschichte und Herkunft

Woher genau der chinesische Schopfhund ursprünglich kommt, lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen: Während der Ursprung der Rasse über lange Zeit in China angenommen wurde, wo sie auf Schiffen als fähige Rattenfänger, im Haus als aufmerksame Wachhunde und (in größerer Variante) als eifrige Jagdhunde gezüchtet wurden, haben neuere DNA-Analysen ergeben, dass der chinesische Schopfhund einen gemeinsamen, wahrscheinlich afrikanischen Vorfahren mit dem Xoloitzcuintle hat, einer ebenfalls haarlosen Hunderasse aus Mexiko. Auch die wahrscheinliche Erwähnung der Rasse als „African Hairless Terrier“ (dt. „afrikanischer haarloser Terrier“) in englischen Texten aus dem 19. Jahrhundert legt diesen Schluss nahe. Während 1885 und 1926 waren sie oft auf Hundeausstellungen in Amerika anzutreffen, bis zu den 1970er Jahren verschwanden sie jedoch fast. Seither erholten sich die Bestände wieder, und 1987 wurde der offizielle Rassestandard in der FCI aufgenommen.

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Weil er außer an wenigen Körperstellen sonst kein Fell hat, kann dem chinesischen Schopfhund leicht kühl werden. / Foto: unsplash.

Wesen und Charakter

Der chinesische Schopfhund ist der ideale Gefährte für ältere Menschen oder all jene, die von dem gutmütigen Charakter und fröhlichen Natur dieser Hunde profitieren. Sie sind niemals bösartig und selten stur oder unfolgsam. Sie brauchen nicht viel Auslauf und sind auch nach kurzen Spaziergängen gut ausgelastet. Solange sie mit ihren Menschen zusammen sein können, sind sie zufrieden und glücklich. Sie sind verspielt, aufgeweckt und lebensfroh, zeigen aufgrund ihrer ursprünglichen Verwendung als Wachhunde aber auch Treue und Wachsamkeit. Als ideale Begleiter können sie sich an die Gefühlslage ihrer BesitzerInnen anpassen.

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Erscheinungsbild

Im Allgemeinen ist der chinesische Schopfhund ein kleiner, anmutiger Hund, deren Körperbau zwei verschiedene Varianten aufweist: den feinknochigen „Deer Type“ und den gedrungenen, etwas kräftigeren „Cobby Type“. Die gerade Rute ist hoch angesetzt und wird in der Bewegung hoch oder seitwärts getragen. Manchen Rassevertretern fehlen Zähne, da das Gen für Haarlosigkeit (FOXI3) mit dem Gen für Zahnentwicklung zusammenhängt. Das Gangwerk ist ausgreifend und elegant mit viel Schub. Die Haut der Schopfhunde ist sehr weich und fühlt sich beim Anfassen warm an, alle Farben sind grundsätzlich erlaubt, auch wenn dunklere Haut bevorzugt wird – nicht nur aus kosmetischen Gründen, sondern auch, weil Nackthunde mit heller Haut anfälliger für Sonnenbrände sind. Chinesische Schopfhunde können des Weiteren zu Akne und Hautirritationen durch Allergien neigen.

Das Haarkleid betreffend werden zwei Arten unterschieden: „Hairless“ und „Powder Puff“. Die „Hairless“-Variante ist nicht vollkommen haarlos, sondern weist üblicherweise einen Schopf am Kopf, Fahnen an den Läufen und Befederung der Rute auf, die spärlich bis voll sein dürfen. Die „Powder Puff“-Variante besitzt am ganzen Körper langes, seidiges Deckhaar mit Unterwolle. Beide Arten benötigen regelmäßige Fellpflege und Trimmen, damit das feine Haar nicht zu lange wird und einerseits verfilzt oder andererseits das Blickfeld des Hundes einschränkt. Alle Farben und Farbkombinationen sind zulässig.

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Als beinahe haarloser Hund ist der chinesische Schopfhund gut für Allergiker geeignet. / Foto: pixabay.

Wusstest du, dass der chinesische Schopfhund...

… buchstäblich ein „Hasenfuß“ ist?

Anders als die meisten anderen Hunderassen verfügt der chinesische Schopfhund über verlängerte Pfoten, deren seltsamer Pfotenabdruck oft als dem eines Hasen ähnlich beschrieben wird.

… schwitzen können?

Normalerweise müssen sich Hunde durch Hecheln abkühlen, da sie über nur wenige Schweißdrüsen auf ihrer Haut verfügen. Chinesische Schopfhunde jedoch weisen signifkant mehr Schweißdrüsen auf als andere Hunde und müssen daher nicht so oft hecheln, um ihre Körpertemperatur zu regulieren.

Die Rasse im Überblick

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Majestätische chinesische Schopfhunde (Video)

In Slow Motion lässt sich der chinesische Schopfhund sogar noch besser bewundern!

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