Besondere Beziehung: Warum lieben Frauen Hunde?

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Warum Frauen Hunde lieben, ist freilich individuell unterschiedlich. Fakt ist: Hunde haben ein feines Gespür für Stimmung und hormonelle Veränderungen. / Foto: Pexels

Frauen, Hunde und Hormone ergeben zusammen ein unschlagbares Team. Der Alltag wird mit Spaß gemeinsam absolviert und abends auf der Couch zusammen gekuschelt. Kein Wunder, dass dieses Dreamteam nicht so leicht zu trennen ist. Was aber ist es, das die Beziehung zwischen Frau und Hund so besonders macht? Oder vereinfacht ausgedrückt: Warum lieben Frauen Hunde?

Frauen neigen ja dazu, ein ausgesprochen feines Gespür für Stimmungen, Bindungsaufbau und Zusammenhalt zu besitzen. Mit Empathie ausgestattet, nimmt das weibliche Wesen sein Gegenüber wahr und weiß oft intuitiv,was in verschiedensten Situationen zu tun ist – und Hund kann das auch. Hierfür stehen beiden unter anderem hormonelle Regelkreise zur Verfügung. Aber warum lieben Frauen Hunde ganz besonders?

Ein entscheidendes Hormon ist das Oxytocin, das die wundervolle Aufgabe hat, innige Beziehungen aufzubauen – es wird auch gerne als „Sozialkleber“ bezeichnet. Zwischen Mutter und Kind, Hündinnen und ihren Welpen oder auch außerartlich, bei einer engen Bindung zwischen Hund und Halter(-in). Bei jeder wohlwollenden Berührung, einem tiefen Blick in die Augen oder einem gemeinsamen Chillen auf der Couch, wird von beiden Organismen Oxytocin ausgeschüttet. Das schafft Vertrautheit – die eine tiefe Bindung und Verlässlichkeit erzeugt, die keine Worte braucht.

Warum sind Hunde so sensibel?

Oft sprechen Hundehalterinnen davon, dass ihr Vierbeiner die Schwangerschaft als erstes „entdeckt“ hat. Liegt das an dem so oft ausgesprochenen siebten Sinn des Hundes?Vielleicht – aber auch Gerüche, Verhaltensweisen und so weiter spielen eine große Rolle. Der Hund kennt uns in- und auswendig. Jede Unregelmäßigkeit wird wahrgenommen.

Frauen fühlen sich auf abendlichen Spaziergängen mit Hund meist wohler als ohne. Dennoch gehen Sie – auch mit Vierbeiner – lieber tagsüber spazieren. Ihr Hund spürt den Unterschied. Bei Tag wirken Sie sicherer. Darauf stellt er sich ein und weiß, dass Sie alles unter Kontrolle haben. Gehen Sie hingegen abends, spürt er eine Veränderung in Ihrem Verhalten. Sie fühlen sich unsicher. Ihr vierbeiniger Liebling bellt nun vielleicht den Passanten an, der ihm nachmittags noch gleichgültig gewesen ist.

Feinheiten bleiben dem Hund nicht verborgen. Zumal er auch merkt, dass Sie sich vielleicht auch wohlfühlen, wenn er den einen oder anderen Menschen abends auf Abstand hält. Er reagiert auf Stärken und Schwächen gleichermaßen und situativ– und dazu nutzt er alle seine Sinne.

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Woher wissen Hunde von Schwangerschaft?

Bei einer Schwangerschaft nimmt der Hund nicht nur (mögliche) Stimmungswechsel und Verhaltensveränderungen wahr, sondern riecht auch die Hormonveränderung einer Frau. Das Schwangerschaftshormon ß-HCG verdoppelt sich etwa alle zwei Tage zu Beginn einer Schwangerschaft. Minimale Erhöhungen vermitteln dem Hund aber bereits Klarheit – oft eher als der werdenden Mutter.

Und so schafft es der Hund, sich bestens auf das Verhalten einer Frau, mit allen zyklischen Höhen und Tiefen, einzustellen – und gerade das lieben „wir Frauen“ auch so an ihm. Dabei ist natürlich klar, darauf zu achten, den Hund in seinen eigenen Bedürfnissen genauso ernst zu nehmen und diese zu jeder Zeit zu berücksichtigen.

Eine eindeutige Antwort auf die Frage „Warum lieben Frauen Hunde?“ gibt es freilich nicht. Bei HundeliebhaberInnen stellt sich dabei aber ohnehin automatisch eine Gegenfrage. Nämlich: „Warum gibt es Menschen, die Hunde nicht lieben?“

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