Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Herbstblues? Nein danke!

Ade laue Nächte, Eiscreme und Bikini – hallo Regen, Nebel und Trübsal? Von wegen! Der Herbst ist eine richtig tolle Jahreszeit, vor allem mit dem vierbeinigen Freund! Dem Hund zuliebe gibt es aber einiges zu beachten.

Ach, ist es nicht herrlich, wenn einen der strahlend blaue Himmel und der Sonnenschein nicht täglich „dazu zwingt“, jede Sekunde seiner Freizeit draußen zu verbringen? Wenn man sich ohne schlechtes Gewissen aufs Sofa knotzen und die Beine hochlegen kann? Eine heiße Tasse Tee in der Hand und eine kalte Hundeschnauze neben sich, die erleichtert im Schlaf seufzt, weil es endlich nicht mehr drückend heiß ist? Ja, der Herbst hat schon seine Vorteile.

Out(door)fit

So gemütlich es zuhause auch ist, irgendwann sollte man sich dann doch nach Draußen begeben – allerspätestens dann, wenn die Hundeblase drückt. Also, raus aus der Jogginghose und rein in die (Wander)Schuhe! Apropos Schuhe äh Pfoten – diese sollte man jetzt regelmäßig pflegen und eincremen. So bleiben die Ballen schön geschmeidig und reißen nicht so leicht ein.

Nebst Schuhen braucht man für das ideale Herbstoutfit eine Jacke – auch für so manchen Vierbeiner in der klammen Witterung eine Wohltat, ganz ohne modische Hintergedanken. Vor allem für Hunden, die (fast) keine Unterwolle haben oder deren Fell eher dünn und kurz ist. Ältere, kranke und generell kälteempfindliche Fellnasen freuen sich ebenfalls über ein wärmendes Stück Stoff – nicht nur um schmerzenden Gelenken, sondern auch Erkältungen vorzubeugen! Je nach Uhrzeit darf weiters die richtige „Beleuchtung“ nicht fehlen, denn die Dämmerung kommt im Herbst oft schneller als man denkt. Reflektoren oder Lichter an Halsband bzw. Geschirr und Leine machen den Hund gut sichtbar und helfen, Unfälle zu vermeiden. Auch auf die eigene Sichtbarkeit sollte man nicht vergessen!

Buntes Vergnügen

Kaum aus der Tür, kann man sich auch schon ganz vom Herbst verzaubern lassen. Die frische Luft in der Nase, die sanften Sonnenstrahlen auf der Haut und die bunten Blätter überall sind es wert, von der Couch aufzustehen. Vor allem im Wald gibt es jetzt viel zu entdecken und zu erschnüffeln. Eichhörnchen sammeln fleißig Nüsse für den Winter und auch Rehe und andere Wildtiere sind auf Futtersuche. Die Hundenase bekommt also ganz schön viele Eindrücke geliefert. Damit der Hund aber nicht „immer der Nase nach“ flugs auf und davon ist, ist es besonders wichtig, ihn entsprechend gut zu sichern und immer anzuleinen!

Auch den Boden sollte man im Auge behalten – Pilzsammler kommen jetzt voll auf ihre Kosten. Hunde sollten allerdings die Pfoten, vor allem aber die Schnauze von den Schwammerln lassen – auch von denen, die für Menschen ungefährlich sind! Typische Vergiftungserscheinungen sind Durchfall, Erbrechen, starker Speichelfluss und Durchfall – bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung bitte unbedingt sofort zum Tierarzt!
Wem die Schwammersuche generell ein zu gefährliches Pflaster ist, kann bei den schmackhaften Esskastanien zulangen. Von den giftigen Rosskastanien sollten Mensch und Hund allerdings Abstand halten, ebenso von den stacheligen Kastanienhüllen, die den Boden säumen. Hunde also bitte nicht durch „Kastanien-Minenfelder“ führen – für die unbeschuhten Hundepfoten sind diese nämlich äußerst schmerzhaft!

Nahaufnahme einer Hundepfote.
Nach dem Spazierengehen sollten die Pfoten von Schmutz befreit werden. (c) Smutnypan - Getty Images/ Canva

Pflege

Zurück vom Spaziergang befreit man die Pfoten sorgfältig von Schmutz und Fremdkörpern. Eincremen, auch ein zweites Mal, schadet nicht! Fellpflege wird im Herbst aufgrund des Fellwechsels großgeschrieben. Bürsten sollte zur täglichen Routine gehören – Waschen sollte man hingegen nur dann, wenn es unbedingt notwendig ist, da es den natürlichen Kälteschutz des Fells beeinträchtigt. Durch eine ausgewogene Ernährung und hochwertiges Futter wird der Hund außerdem von Innen beim Fellwechsel unterstützt. Protein- und nährstoffreiches Hundefutter, am besten mit hohem Fleischanteil, hilft, den erhöhten Nährstoffbedarf zu decken. Hunde sind aber dennoch keine Bären und müssen sich im Herbst keinen Winterspeck anfressen – auch wenn die eigene Fellnase anderes behaupten sollte.

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