Montag, September 26, 2022
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Doggy Dates: Flirtcoach auf vier Pfoten

Auf der Suche nach Mrs oder Mr Right? Hund inklusive? Das Glück liegt vielleicht schon im nächsten Speed-Dating – für Zwei- und für Vierbeiner. Denn bei den Doggy Dates treffen sich Single Hundebesitzer und solche, die es gerne werden möchten.

Ein Glas Prosecco für Frauchen und Herrchen, dazu Snacks für den Hund – und schon kann es losgehen mit dem gemeinsamen Beschnuppern. Nach einem kleinen Kennenlernspiel startet das eigentliche Speed-Dating, gefolgt von einem gemeinsamen Spaziergang. „Und danach entscheidet man erst wirklich, will man eine Person wiedersehen oder nicht“.
Ines Zimmermann ist die Gründerin von Doggy Date. Sie hatte selbst Online Dating ausprobiert und dabei bemerkt, dass das einzig entscheidende das erste Treffen ist. „Ich kann innerhalb dieser eineinhalb Stunden entscheiden, ist da wer für mich dabei, ist da niemand für mich dabei, und dann hat man in der Zeit eigentlich schon mehrere Leute kennengelernt“. Und vor allem auch deren Hunde. Denn der geliebte Vierbeiner muss den oder die neue Partnerin mindestens genauso mögen und umgekehrt. So ging Juni 2014 das erste Doggy Date an den Start, „mittlerweile habe ich schon Wartelisten“, so Zimmermann. „Ich habe auch Kunden, die wiederholt kommen“.

Bis zu zwei Stunden dauert ein Date, maximal zehn Personen nehmen teil. „Ich möchte, dass das überschaubar und die Atmosphäre auch angenehm bleibt“, sagt Zimmermann, die die Treffen immer selbst moderiert. Einen eigenen Hund zu haben, ist dabei aber kein Muss. „Wir haben jetzt mittlerweile bei jedem Date mindestens eine Person, oder sogar mehrere, die keinen Hund haben. Also die vielleicht einfach Hunde sehr gerne mögen oder selber gern einen hätten“, so Zimmermann, deren Jack Russel Terrier Jacky quasi Mitbegründer der Agentur ist.

Hund als Kuppler

„Das tolle ist, wir haben bis jetzt bei jedem Date mindestens ein Match gehabt – das heißt zwei Personen wollten sich wiedersehen“. Auch drei Matches seien schon vorgekommen. „Das hat schon sehr auch damit zu tun, wie sich die Hunde verstehen“, weiß Zimmermann. Hunde würden oft die „Barriere brechen, weil man dann plötzlich ein Gesprächsthema hat und diese Person dann vielmehr in Frage kommt. Oft reden dann zwei Leute miteinander wo ich eigentlich gedacht hätte, das könnte nicht funktionieren“, so Zimmermann, die immer versucht, die Teilnehmer schon im Vorfeld per mail ein wenig kennenzulernen, um sie so während des Dates begleiten und jene mit gleichen Interessen zusammenführen zu können.

Doggy Date darf auch schon ein Pärchen auf seine eigene Kappe nehmen. „Die haben sich dort kennengelernt und sind mittlerweile sehr glücklich. Da hatte übrigens auch einer keinen Hund“, ist Zimmermann stolz.

Sie und sie, er und er

Gleichgeschlechtliche Dating Events mit Hund starten nächsten Monat. „Da haben wir unser erstes schwules Date, darauf freue ich mich schon sehr“, so die Verkupplerin.
Das nächste Doggy Date findet übrigens am 23. November in Stockerau, Niederösterreich, statt und ist noch nicht ausgebucht. „Da würden wir uns noch über Anmeldungen freuen“.

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