Echt wau, dieser VW T-Cross

VW T-Cross Shar Pei Auto hundefreundlich Test
Wir haben den VW T-Cross auf Hundetauglichkeit getestet. / Foto: die Hundezeitung

Wir hatten gemeinsam mit dem neuen VW T-Cross und unserem Shar Pei Lucy ein spannendes Abenteuer im Visier. Wir brachen zum Ort einer versunkenen Stadt an der Ostsee auf.

Das Ziel hieß Barth und ist eine hübsche, mittelalterliche Kleinstadt mit Meerblick, die hierzulande kaum jemand kennt – und das, obwohl sie seit vielen Jahren Schatzsucher und Wissenschaftler fasziniert. Angesehene Fachleute sind überzeugt davon, dass genau dort einst das sagenumwobene Vineta lag, das Atlantis der Ostsee. Es soll sich um die reichste, aufregendste und größte Stadt Europas gehandelt haben, die wahrscheinlich durch eine Naturkatastrophe im elften oder zwölften Jahrhundert untergegangen ist. Keiner weiß, warum.

Die Expedition kann starten.

Das Expeditionsteam – zwei Erwachsene, ein Hund – durfte auf ein reizvolles Fahrzeug für diese Tour zugreifen. Auf den frisch am Markt gelandeten VW T-Cross, der nun der vierte Streich in der Volkswagen-SUV-Palette ist. Wer ihn einen auf Zeitgeist getrimmten Polo nennt, vereinfacht zu sehr. Der Kleine ist nicht nur seinem feschen, größeren Bruder, dem Tiguan, optisch sehr ähnlich, er bietet auch innen erstaunlich viel Platz und dank erhöhter Sitzposition eine feine Rundumsicht. Der Eyecatcher mit der markanten, durchgehend schwarzen Blende am Heck bewährt sich damit nicht nur im engen, städtischen Parkplatzdschungel, er macht auch auf der Langstrecke gute Figur. Man spürt keine Enge und wird auf den deutschen High-speed-Autobahnen nicht zum Hindernis. Und selbst bei höherem Tempo wurde uns der VW T-Cross nie zu laut.

Das Wichtigste: Lucy, unser Shar Pei, hat ihn schnell ins Herz geschlossen. Das bedarf einiger Erklärung: Lucy ist ein „Straßenhund“ der ganz anderen Art. Ihr unumstrittener Lieblingsplatz ist der straßenseitige (!) Balkon unserer Stadt-Wohnung, den zweiten – mit Blick auf hübsches Grün – findet sie unerträglich fad. Lucys Charakter lässt sich mit zwei Eigenschaften beschreiben: Sie ist unendlich stur und grenzenlos neugierig. Der Neugier kommen lange Autofahrten durchaus entgegen, sie entsprechen dem Schema des straßenseitigen Balkons – jede Menge Action, die man beobachten kann. Die Sturheit schafft allerdings eine Barriere: Lucy mag nicht jedes Auto, ihre Bewertungskriterien haben wir leider noch nicht ganz durchschaut. Sie dürften viel mit der Qualität der Rückbank zu tun haben, die im Auto stets Lucys Revier ist, und mit der Rundumsicht der dortigen Fenster, die im Übrigen nicht getönt sein dürfen.

Expertin Lucy ist sichtlich zufrieden.

Lucys Meinungsäußerung ist unmissverständlich: In ungeliebte Fahrzeuge bringt man sie mit Ach und Krach rein, geschätzte Vehikel besteigt sie elegant. So wie den T-Cross. Er hat offenbar auch aus Hunde-Sicht das gewisse Etwas. Frauchen und Herrchen konnten sich dieser Zuneigung rasch anschließen. Unter anderem auch aus räumlichen Überlegungen: Für zwei Erwachsene plus rücksitzbegeistertem Hund, der ja keinerlei Beinfreiheit braucht, ist die um 14 Zentimeter verschiebbare hintere Bank ein echter Hit. Sie beschert dem T-Cross einen fast üppigen Kofferraum für ein Fahrzeug seiner Größenordnung. Wir waren mit dem am einfachsten aus-gestatteten T-Cross (Benziner, 95 PS und Handschaltung – Anschaffungspreis:18.960 Euro) unterwegs und hatten nie das Gefühl, dass uns etwas fehlt. Unter anderem auch deshalb, weil Smartphones über Android Auto bzw. Apple CarPlay ins Bordsystem integriert sind und das Auto also gar kein eigenes Navi mehr braucht – sofern man eine App dafür am Handy hat. Fassen wir zusammen: Der T-Cross ist echt wau! Und: Vineta haben leider auch wir nicht entdeckt.

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Weitere Berichte, in denen wir Autos auf ihre Hundefreundlichkeit getestet haben, finden sich unter Produkte & Tests – Autos.