Deutlich weniger Nahrungsmittelallergien bei Kindern mit Hund im Haushalt

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Kleinkinder, die mit Hunden unter einem Dach leben, leiden seltener an Lebensmittelunverträglichkeiten. / Foto: Pexels

Hunde tun Menschen gut – das gilt schon für die Kleinsten. Die Ergebnisse einer Studie aus Großbritannien zum Thema Nahrungsmittelallergien bei Kindern legen jedenfalls nahe, dass Kleinkinder, die mit Hunden in Kontakt kommen, später seltener an Unverträglichkeiten beim Essen leiden.

Von 100 Kleinkindern entwickeln 10 eine Unverträglichkeit für bestimmte Nahrungsmittel. Welche (Umwelt-) Faktoren Lebensmittelallergien bei Kindern begünstigen, ist daher seit Jahren Mittelpunkt der Forschung.

Laut Volksweisheit soll das Zusammenleben mit (Haus-) Tieren das Immunsystem von Babys stärken und ihre weitere Entwicklung positiv beeinflussen. Was wirklich dahinter steckt, haben britische Forscher untersucht und die Ergebnisse Mitte 2019 veröffentlicht.

Aufbau der zu Studie

Insgesamt wurden die Eltern von 1303 teilnehmenden Kleinkindern im Alter von 3 Monaten zu ihren Haustieren befragt. So lebten zum Start der Studie bei 176 der Kinder (15,7 %) Hunde in der Familie. Bei 4,3 % der Kinder gab es mindestens zwei Hunde im Haushalt.

Mithilfe von Labor- und Pricktests Allergietests wurde nach 3, 12 und 36 Monaten geprüft, ob die Kinder sensibler auf Allergene wie Kuhmilch, Hühnereiweiß, Fisch, Erdnuss, Sesam und Weizen reagieren. Durch doppelblinde, Placebo-kontrollierte Nahrungsmittelprovokationstests im Zeitraum zwischen einem und drei Jahren wurde zudem kontrolliert, ob bei den Kindern tatsächlich Nahrungsmittelallergien vorlagen.

Kinder seltener allergisch auf Lebensmittel und Staub

Nach dem Ausschluss anderer Einflussfaktoren kamen die Forscher zu einem überraschend eindeutigen Ergebnis. So zeigte sich, dass Kleinkinder, die mit Hunden im Haushalt lebten im Alter von drei Jahren um 90 % seltener an Lebensmittelallergien leiden als ihre Altersgenossen ohne Haustiere.

Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass das Risiko für eine Hausstaubmilbenallergie von Kindern, die in Haushalten mit Hunden aufwachsen, ein um 66 % geringer ist, als bei Kindern ohne Hund.

Mit diesen Erkenntnissen hofft das Team Entscheidendes bei der Erforschung von Asthma bronchiale und Neurodermitis beigetragen zu haben. Die Ergebnisse erklärt man sich jedenfalls damit, dass regelmäßiger Kontakt mit Tieren die Mischung von Bakterien im Haushalt und in der Umwelt günstig beeinflusst, so dass bei Kindern ein nachhaltig schützender Effekt zu erwarten ist.