Samstag, Dezember 3, 2022
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Der Hund, unser neues Familienmitglied: Das ist zu beachten

Kinder lieben Tiere. Vor allem Hunde nehmen häufig den Platz als neues Familienmitglied ein. Es gibt Rassen, die besonders gut als Familienhund geeignet sind und das Zusammenleben mit Kindern lieben. Damit der neue beste Freund sich von Anfang an im neuen Zuhause wohlfühlt und schnell seinen Platz als Familienmitglied einnehmen kann, gilt es einige Dinge zu beachten.

Nicht alle Rassen sind gute Familienhunde

Welcher Hund am besten als neues Familienmitglied geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn ein Hund einziehen soll, ist es zunächst wichtig, den Familienalltag kritisch unter die Lupe zu nehmen.

Diese Fragen können dabei helfen, den richtigen Hund als täglichen Begleiter zu finden:

  • Wie viele Kinder leben im Haushalt und wie alt sind sie?
  • Wie turbulent und laut ist der Familienalltag?
  • In welcher Wohnsituation lebt die Familie?
  • Ist der Hund tagsüber viel allein, oder sind einzelne Familienmitglieder häufig zu Hause?

Es gibt viele Rassen, die den Trubel im Familienalltag gut mitmachen und viel Geduld im Umgang mit kleinen Kindern mitbringen. Andere Hunderassen eignen sich eher als Begleithund für Familien mit älteren Kindern und wünschen sich einen ruhigeren Alltag.

Je nach Wohnsituation sollte ein tiersicher Begleiter ausgewählt werden, der sich mit dem begrenzten Platz in einer Etagenwohnung zufriedengeben kann. Eine Rasse, die viel Bewegung braucht und ihre Freiheit liebt, sollte nur bei einer Familie einziehen, die viel Platz und einen eigenen Garten hat.

Vor allem kleine Kinder wünschen sich einen Hund, der gerne und viel mit ihnen spielt. Eine gemütlichere Rasse, die lieber den Großteil des Tages auf dem Schoß kuschelt, wird hier wahrscheinlich nicht glücklich werden.

Ebenfalls nicht gut geeignet sind typische Schutz- und Hütehunde. Sie übertragen ihren ausgeprägten Schutzinstinkt gerne auf die Familie als ihr Rudel und neigen nicht selten zu aggressivem Verhalten gegenüber Fremden, wenn sie ihre Schutzbefohlenen bedroht sehen. Besucher und Spielkameraden könnten es deshalb mit einem Schutz- oder Hütehund schwer haben.

Grundsätzlich sollten Familien einen Hund als neues Familienmitglied auswählen, der offen auf Menschen reagiert und sich gerne auf neue Bezugspersonen einlässt. Eine Rasse, die typischerweise auf eine Person fixiert ist, eignet sich als Familienhund weniger. Hier sind Hunderassen besser geeignet, die von Natur aus gerne die Zuneigung von verschiedenen Rudelmitgliedern genießen und erwidern.

Dies sind einige der beliebtesten Hunderassen für Familien:

  • Beagle
  • Berner Senne
  • Französische Bulldogge
  • Labrador
  • Golden Retriever
  • Golden Doodle
  • Labradoodle
  • Maltipoo
  • Mops
  • Papillon
  • Bichon Frisé

Neben den typischen Eigenschaften einzelner Hunderassen ist das Wesen des Tieres ausschlaggebend. Auch Mischlingshunde können eine gute Wahl sein, insbesondere dann, wenn schon etwas über ihre Charakterzüge bekannt ist. Am besten ist ausführliches Beschnuppern auf beiden Seiten. Durch ein persönliches Kennenlernen lässt sich am besten herausfinden, welcher Hund das neue Familienmitglied werden soll.

Die Erziehung eines Welpen

Am besten gelingt die Erziehung, wenn Du den Hund bereits als Welpen bekommst. Die ersten Monate sind besonders wichtig in der Erziehung, wenn Du hier Fehler machst, ist es später schwer, deinem Hund unerwünschte Marotten wieder abzugewöhnen.
Zu den wichtigsten Lektionen für Welpen gehört auch zu lernen, was sie dürfen und was nicht. Wahrscheinlich wird der kleine Welpe zunächst alles anknabbern, das musst Du ihm unbedingt so schnell wie möglich abgewöhnen.

Hundeversicherungen an die ganze Familie anpassen

Mit einer Hundeversicherung sind Tier und Halter von Anfang an gut abgesichert. Familien, die mit den Gedanken spielen, sich einen Vierbeiner ins Haus zu holen, sollten sich zu diesem Thema deshalb ausführlich informieren. Eine umfangreiche Hundekrankenversicherung übernimmt viele Tierarztkosten. Je nach gewähltem Versicherungsschutz empfiehlt sich zusätzlich eine OP-Versicherung.

Eine weitere unerlässliche Versicherung für Familien mit Hund ist die Hundehaftpflicht. Sie schützt den Halter vor Sach- oder Personenschäden, die der Familienhund verursacht. Je nach Versicherungsumfang sind auch ungewollte Deckungsakte abgesichert.

Soll eine Hundehaftpflicht für den Familienhund abgeschlossen werden, ist es wichtig, auch Familienangehörige von Anfang an in den Versicherungsschutz zu integrieren. Sollen auch Partner und Kinder mit dem Familienhund Gassi gehen, ist die zusätzliche Absicherung unerlässlich.

Kind streichelt Hund am Kopf.
Kinder sollten nicht zu früh allein mit dem Hund Gassi gehen. (c) jarmoluk (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Für Eltern stellt sich häufig die Frage, in welchem Alter Kinder in der Lage sind, die tägliche Gassirunde mit Familienhund allein zu übernehmen. In § 28 der Straßenverkehrsordnung ist vermerkt, dass Tiere nur im Straßenverkehr zugelassen sind, wenn sie dort von geeigneten Personen geführt werden, die ausreichend auf sie einzuwirken. Außerdem geht der Gesetzgeber davon aus, dass Kinder erst im Alter von 14 Jahren in der Lage sind, allein mit einem Hund Gassi zu gehen. Hierbei kommt es auf die Größe und das Verhalten des Hundes an, aber auch auf die körperliche und geistige Befähigung des Kindes:

  • Läuft die Gassirunde an stark befahrenen Straßen vorbei, so muss der Hund grundsätzlich an der Leine laufen. Diese Leine sollte in der Regel 1-2 Meter lang und nicht ausziehbar sein. Diese Regel gilt auch dann, wenn dein Hund gut ausgebildet ist.
  • Kinder unter 14 Jahren sind laut der Straßenverkehrsordnung generell ungeeignet, einen Hund allein an der Leine zu führen.
  • Kinder sollten demzufolge erst dann einen Hund allein an der Leine halten, wenn sie körperlich und geistig dazu vollkommen in der Lage sind.
  • Ist das Kind dem Hund in Gefahrensituationen nicht gewachsen, so kann dies schnell zu einer Gefahr für Dritte oder sogar für das Kind werden.

Solange Kinder noch nicht alt genug sind, um die Gassirunde mit dem Familienhund allein zu übernehmen, ist es wichtig, sie in die tägliche Runde miteinzubeziehen und ihnen die wesentlichen Aspekte dieser verantwortungsvollen Aufgabe auch in unterschiedlichen Gefahrensituationen einfühlsam zu vermitteln. So können Kinder schon in jungen Jahren in die Verantwortung hineinwachsen, die ein Familienhund bedeutet, und sind später gut darauf vorbereitet, auch allein mit dem Vierbeiner spazieren zu gehen.

Napf gefüllt mit Trockenfutter und daneben sieht man zwei weiße Pfoten.
Bei der Pflege des Hundes kann die ganze Familie helfen. (c) @ mattycoulton (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Verantwortlichkeiten von Anfang an klar verteilen

Ein Hund benötigt viel Zuwendung und Pflege. Füttern, Fellpflege, mehrmals täglich einen Spaziergang und je nach Wesen des Tieres sind auch ausgiebiges Toben, viel zusätzliche Bewegung und Schmuseeinheiten gewünscht. Diese Pflichten sollten allen Familienmitgliedern bewusst sein.
Noch bevor der Familienhund einzieht, sollten die einzelnen Aufgaben rund um den neuen Freund besprochen und an einzelne Familienmitglieder verteilt werden. Ein detaillierter Tages- und Wochenplan mit klaren Zuordnungen kann helfen.

Wer ist dafür zuständig, dass der Napf und die Wasserschüssel immer gut gefüllt sind? Wer übernimmt die Gassirunde auch bei schlechtem Wetter? Wer geht mit dem Familienhund in die Hundeschule? Wer kümmert sich um notwendige Arztbesuche? Die Verantwortlichkeiten sollten dem Alter der einzelnen Familienmitglieder entsprechend zugewiesen und gegebenenfalls von den Eltern begleitet werden.

Sehr kleine Kinder können noch nicht die volle Verantwortung für die Fütterung eines Tieres übernehmen, aber sie können täglich zu kleinen Hilfsarbeiten rund um die Mahlzeiten ihres besten Freundes herangezogen werden und so in diese wichtige Aufgabe hineinwachsen. Ältere Kinder können bestimmte Verantwortungsbereiche schon selbst übernehmen und sollten auch lernen, ihre Pflichten ernst zu nehmen. Die Verantwortung, die Kinder für ein Familientier übernehmen, vermittelt ihnen so ganz nebenbei wichtige soziale Kompetenzen.

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