Wandern mit Hund – Was es zu beachten gilt

Wandern mit Hund, Berge und ein klarer See. Der Hund steht auf der einer Bank. /pixabay

Wandern mit Hund: Vom kurzen Spaziergang zum langen Ausflug

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den kalten Winter vertreiben, zieht es Mensch und Tier an die frische Luft. Vorbei sind die langen, gemütlichen Stunden auf dem Sofa. Stattdessen stehen ausgedehnte Spaziergänge auf dem Plan. Doch wenn aus dem Spaziergang eine lange Wanderung werde soll, braucht der Hund im Zweifel ein maßgeschneidertes Training.

Zwei apricot färbige Pudel beim Spazieren gehen mit einer Frau, von hinten fotografiert. /pixabay (pasja1000)
Pudel lieben lange Ausflüge bei moderater Geschwindigkeit. /Foto: Pixabay

Hund ohne Training zum Wandern mitnehmen: Hot or Not?

Genauso wie der Mensch müssen sich Hunde an die hohe Belastung einer stundenlangen Wanderung gewöhnen. Das gilt besonders dann, wenn sie die letzten Wochen und Monaten nur relativ kurze Spaziergänge unternommen haben. Wenn Halter denken: „Mein Hund ist fit, er ist jederzeit auf eine dauerhafte Belastung vorbereitet“, kann das unangenehme Konsequenzen haben. Natürlich sind viele Hunde agil und es ist großartig zu sehen, wenn sie sich lebhaft durch das Gelände bewegen und fröhlich vorausstürmen. Doch die Belastung des Hundekörpers beim Wandersport ist nicht zu unterschätzen. Auch Hunde sollten die Chance bekommen, sich langsam an den Ausdauersport zu gewöhnen. Außerdem gilt, dass nicht jede Rasse gleich gut für ausgedehnte Wanderungen geeignet ist.

Welche Hunderassen lieben lange Wanderungen?

Einige Hunderassen sind geradezu prädestiniert für lange Touren in der Natur. Dazu gehören zum Beispiel Podencos, Jack Russel Terrier und Dackel. Ja, auch kleine Rassen besitzen viel Energie und traben ausdauernd stundenlang neben ihrem Menschen her. Zudem kommen Australian Shepherd, Golden Retriever, Weimaraner, Labrador Retriever und English Setter in Frage. Auch Pudel mögen es, lange Distanzen zurückzulegen, allerdings muss das Tempo stimmen. Zu schnell darf es nicht sein. Doch auch viele andere Rassen sind gerne auf ausgedehnten Wandertouren dabei. Ob Mischlingshund, Schäferhund oder Terrier: Halter können in der Regel sehr gut einschätzen, wie fit und agil ihr Hund ist.

Hund kaufen: Tipp

Wer auf der Suche nach einem vierbeinigen Begleiter ist, der schon bald mitwandert, findet seinen Traumhund über edogs. Hier lassen sich Hunde vorrangig aus Deutschland finden, die ein neues Zuhause suchen. Für Hundefreunde, die am liebsten mit einem Welpen starten wollen, den sie von Grund auf erziehen können, bietet sich die Suche über die gesonderte Welpen-Kategorie an. Die Betreiber der Website machen sich für sicheren und seriösen Hundekauf und Hundeverkauf stark. Sie arbeiten mit verifizierten Anbietern zusammen und kontrollieren täglich die eingestellten Anzeigen. Darüber hinaus positionieren sie sich gegen illegalen Welpenhandel, um kriminelle Machenschaften in diesem Zusammenhang zu unterbinden.

Schlafender Welpe, Wandern mit Hund. /pixabay (sweetlouise)
Welpen schlafen mitunter 15 bis 20 Stunden täglich. Eine lange Wanderung kommt für sie nicht in Frage. /Foto: Pixabay

Welpen: Erst erziehen, dann wandern

Bevor Welpen längere Wege mit ihren Haltern gehen können, müssen sie viel lernen, wachsen und sich ausprobieren. Ganz kleine Hunde sollten nur ein paar Minuten an der Leine gehen und sich dann wieder ausruhen dürfen. Sie sind noch nicht alt genug, um eine Wanderung mitzumachen. Zudem gilt, dass ein Hund die Grundkommandos beherrschen muss und zuverlässig auf den Rückruf reagiert, bevor es ins Gelände geht. Halter haben somit zuerst die Aufgabe, ihren Welpen zu erziehen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Hunde leinenführig sind und zuverlässig ohne Zug auf der Leine neben ihrem Halter laufen. Denn in vielen Regionen Deutschlands gilt die Leinenpflicht während der Setz- und Brutzeit. Auch Hunde, die keinen ausgeprägten Jagdinstinkt haben, sind an der Leine zu führen, um nicht versehentlich Wildtiere in ihrer Kinderstube aufzuschrecken.

Wandern mit Hund: Ab wann dürfen Hunde lange Strecken laufen?

Hunde sollten schon ein gewisses Alter aufweisen, bevor sie stundenlange Wanderungen bewältigen müssen. Grund ist, dass Bänder und Gelenke bei langen Touren stark belastet werden. Sind diese noch nicht gut trainiert und wenig belastbar, können die kleinen Vierbeiner noch nicht mithalten.

  • Ausgedehnte Spaziergänge von 60 Minuten kommen für Hunde – abhängig von der Rasse – ab dem 9. Lebensmonat in Betracht. Die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin informiert in ihrem Positionspapier über den Zusammenhang von Bewegung und Wachstum bei Hunden.
  • Ab dem ersten Lebensjahr, also bei einem ungefähren Alter von 12 Monaten, sind längere Wanderungen meist möglich – vorausgesetzt, die Kondition des Hundes ist entsprechend ausgebildet.

Tipp: Halter sollten bei älteren Tieren ebenfalls überlegen, ob eine Wanderung in Frage kommt. Fehlt die Kondition oder leidet ein Hund unter Verschleißerscheinungen wie zum Beispiel unter Rücken- oder Hüftproblemen, ist eine lange Wanderung keine gute Idee.

Kleiner Hund mit blonder Frau lächeln in die Kamera, Wandern mit Hund. /pixabay (TerriC)
Wenn die Belastung artgerecht gesteigert wird, haben Hunde großen Spaß an Wanderungen mit ihrem Frauchen oder Herrchen. /Foto: Pixabay

Wandertraining mit Hund: Tipps für den Aufbau der Grundkondition

Das Fitnesstraining mit einem gesunden Hund ist im Prinzip ganz einfach. Hundehalter verlängern buchstäblich Schritt für Schritt ihren Spaziergang. Eine moderate Steigerung im Viertelstundentakt über 8 Trainingseinheiten ermöglicht die Verdoppelung der Ausgangsstrecke.

Die folgende Tabelle zeigt ein Beispiel für einen Trainingsplan ausgehend davon, dass die übliche Gassirunde etwa eine Stunde dauert. Die Trainingsrunden zum Aufbau der Kondition finden zwei Mal wöchentlich statt, einmal während der Woche (im Beispiel donnerstags) und einmal am Wochenende (im Beispiel sonntags).

Trainingseinheit Dauer
1. Woche
Donnerstag 1 ¼ Stunde
Sonntag

 

1 ¼ Stunde
2. Woche
Donnerstag 1 ¼ Stunde
Sonntag

 

1 ½ Stunden
3. Woche
Donnerstag 1 ½ Stunden
Sonntag

 

1 ¾ Stunden
4. Woche
Donnerstag 1 ¾ Stunden
Sonntag

 

2 Stunden

 

Wichtig: Hunde folgen ihrem Menschen und tun dies sogar bis nicht mehr weiterkönnen. Das ist gefährlich für ihre Gesundheit. Halter sollten deshalb sehr genau hinsehen, ob ihr Vierbeiner wirklich noch fit ist oder bereits Anzeichen von Erschöpfung zeigt. Regelmäßige Pausen sind ein Muss. Am besten wirken Pausen bei Mensch und Tier, wenn sie rechtzeitig eingelegt werden, bevor sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen. Zur Orientierung: Nach 30 bis 45 Minuten bietet sich ein kurzer Break an.

Nahrhafte Snacks und Wasser mitführen

Je nach Belastung, Gelände und Verhalten des Hundes brauchen die Tiere frisches Wasser, um ihren Durst zu stillen. So mancher junge Hund rennt quietschfidel hin und her, springt herum und legt dabei die doppelte Strecke zurück wie der Mensch. Dass sich dabei Durst einstellt, ist verständlich. Einige nahrhafte Leckerchen dürfen ebenfalls mit auf die Trainingsrunde. Allerdings sollte der Hund nicht eine ganze Mahlzeit zu sich nehmen, denn dann hat der Hundekörper mit der Verdauung zu tun und der Hund wird müde. Lieber ein paar kleinere, köstliche und gesunde Snacks – zum Beispiel getrocknetes Hühnerfleisch – für den Vierbeiner einpacken, dann bleibt er leistungsfähig und kraftvoll genug, um die gesamte Strecke gut zu bewältigen.

Tipps für Tagesausflüge

Beim Wandern mit Hund ist der Hund den ganzen Tag im Gelände unterwegs und braucht natürlich seine gewohnten Futterrationen. Diese sollten zu denselben Zeiten und in der üblichen Menge gefüttert werden. Der Hund benötigt ausreichende Ruhephasen, um die Nahrung zu verdauen und sich zu erholen. Das sollten Halter dringend bei der Tourplanung berücksichtigen. Außerdem haben sich folgende Ratschläge bei Wandertouren mit Hund bewährt:

  • Im Sommer schattige Routen auswählen, die an Wasserläufen oder Seen entlangführen. Ist es zu heiß, bleibt der Hund lieber zuhause.
  • Eine Hunde-Notfalltasche bietet alles, was es für die erste Hilfe am Vierbeiner braucht.
  • Von Frühjahr bis Herbst ist Zeckenzeit, so dass die Zeckenzange mit ins Wandergepäck sollte.
  • Schmale Passagen mit Absturzgefahr sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Im steinigen Gelände und im Winter sollten die Hundepfoten geschützt werden.
  • Auch Hunde brauchen die passende Kleidung. So kann es im Herbst und Winter beim Wandern mit Hund ratsam sein, einen Regenschutz oder einen kuscheligen Hundemantel zu nutzen.