Mittwoch, Oktober 5, 2022
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Ukraine: Hilfe und Solidarität für Hunde in Not

Durch die Invasion der Ukraine Ende Februar durch russische Streitkräfte sind Millionen von Menschen in eine schreckliche Notsituation geraten – und damit auch viele HundebesitzerInnen. Während angrenzende Staaten die evakuierte Bevölkerung solidarisch und mit offenen Armen empfangen, gestaltet sich die Aufnahme von Haustieren oftmals schwieriger. Doch auch hier wird Hilfe angeboten.

Ganz Europa befindet sich in einem furchtbaren Ausnahmezustand. Atemlos und solidarisch blickt man auf die plötzliche russische Invasion der Ukraine. Millionen von ukrainischen Bürgern haben ihr Zuhause verloren oder mussten ganze Städte evakuieren. Nur das Nötigste wurde eingepackt und mitgenommen – und daher ist es mehr als verständlich, dass der eine oder andere Hundebesitzer den Impfpass seiner Fellnase im Kriegsgebiet zurücklassen musste. Während Nachbarstaaten die evakuierten Ukrainer mit bewundernswert offenen Armen empfangen und jenen Hilfe leisten, die ihre Heimat verteidigen, gestaltet sich dasselbe mit evakuierten Haustieren schwieriger. Denn laut Gesetz müssen Tiere bei der Grenzkontrolle entweder eine gültige Tollwut-Impfung vorweisen können. Alternativ können die Tiere sicherheitshalber in Quarantäne gebracht werden, die sie nach einer gewissen Frist wieder verlassen dürfen. Diese strengen Schritte halfen in der Vergangenheit, die für Mensch und Tier tödliche Infektionskrankheit in Europa beinahe auszurotten. Jetzt stellt sie HundebesitzerInnen vor eine zusätzliche Hürde bei der Einreise.

Doch zum Glück sind u.a. der Tierschutzverein München mit Rat und Tat zur Stelle. Sie wollen jedem einreisenden Hund aus der Ukraine ohne Impfnachweise eine Quarantänemöglichkeit in ihrer Tollwutquarantänestation bieten. Im Austausch mit dem Veterinäramt wurde bereits die Infrastruktur für diese Leistung angelegt. Betroffene, die beispielsweise per Flugzeug mit ihrem Haustier aus der Ukraine nach Deutschland kommen, können sich an den jeweiligen Flughafen wenden. “Das Team dort tut alles Mögliche, um die Menschen mit ihren Tieren dort herauszuholen”, schreiben sie auf ihrer Homepage.

Ukrainische Tierheime in Not

Doch nicht nur Familienhunde sind durch den plötzlichen Krieg in der Ukraine in Not geraten. Auch lokale Tierheime stehen vor immensen Herausforderungen und schwierigen Entscheidungen. Der IWAF steht jedoch bereits mit den Partner-Tierheimen in Donezk und Gorlovka in Verbindung. Weil man dort beispielsweise aus Sicherheitsgründen kein warmes Futter mehr zubereiten könne, brauche man nun Trockenfutter für mehr als 1.100 Hunde in Betreuung. “Der IFAW wird die Kosten für Tierfutter und Tierarzneimittel für mehrere Monate übernehmen. Unsere finanzielle Nothilfe beinhaltet auch Zuschüsse z.B. für die Löhne der Mitarbeitenden sowie der Betriebskosten, damit die Arbeit für die Tiere im Tierheim weitergehen kann.” Gerade in den schlimmsten Zeiten ist es wichtig, der Ukraine solidarisch beizustehen – sowohl Mensch als auch Tier. Denn gerade jetzt kann ein geliebtes Haustier jenen wertvollen Trost spenden, der in dunklen Zeiten zu rar geworden ist.

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