Hund im Auto transportieren – was beachten (Gesetze)?

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Welche Gesetze sind zu beachten, wenn ich den Hund im Auto transportiere? / Foto: Pixabay

Ist der Hundetransport im Auto eine Wissenschaft für sich? So könnte man meinen, wenn man sich die Meinungen der Hundemenschen dazu anhört. Das Straßenverkehrs- und Kraftfahrrecht betont, dass Tiere unter die Ladungssicherungsvorschrift des Kraftfahrgesetzes fallen. Sicherheit geht jedenfalls vor, will man Hund im AUto transportieren.

Wie soll ich meinen Hund im Auto transportieren? Die einen schwören auf Hundeboxen aus massiven Materialien, bei den anderen haben ihre Hunde Bewegungsfreiheit im gesamten Fahrzeuginnenraum. Aber Tiere sind rechtlich gesehen als Ladungen zu verstehen, die es vorschriftsmäßig zu sichern gilt. Und zwar so, dass eine sichere Fahrt nicht beeinträchtigt und dass niemand gefährdet wird.

Sicherheitsfaktor: Gurt, Hundebox oder -gitter?

Mitfahrende Tiere sind so zu sichern und unterzubringen, dass nach menschlichem Ermessen auch bei Unfall und Vollbremsung möglichst wenig passieren kann. Freiheit im Fahrzeuginneren ist somit gesetzlich ausgeschlossen – Sicherheit geht vor!

Die Verwahrung in Hundetransportbehältnissen ist nicht Vorschrift, sehr wohl aber ein angemessener Transport. Hundenetze alleine genügen nicht. HundebesitzerInnen können wählen zwischen Hundebox, Hundegitter und Sicherheitsgurt. Bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen darf bei Ladungen nichts verrutschen, umfallen, herunterfallen oder unnötigen Lärm verursachen.

Umgelegt auf unsere Hunde bedeutet das auch, bei der Wahl der Transportgegenstände auf hohe Qualität zu achten. Sicherheitsgurte und -geschirre dürfen nicht zu viel Spielraum bieten und müssen sicher verankert sein. Größere Boxen stehen gut im Laderaum, seitlich zur Fahrtrichtung. Im Kofferraum werden fest installierte Boxen empfohlen, die Schutz und trotzdem Bewegungsfreiheit bieten.

Trenngitter ermöglichen eine weitere Absicherung hin zu Mitfahrenden. Auch hier bitte Qualität vor Preis!

Strafrahmen bei unzureichender Sicherheit

Das Strafausmaß bewegt sich von 35 Euro aufwärts bis hin zu mehreren Tausend Euro, da auch zivilrechtliche Haftungsfolgen drohen können. Bei mangelhaftem Tiertransport handelt es sich um kein Kavaliersdelikt.

Tierschutzgesetz

Auch das Tierschutzgesetz ist beim Transport relevant. Tiere sollen in massiven Transportboxen aufrecht sitzen und sich drehen können, bei längeren Aufenthalten muss Wasser zur Verfügung gestellt und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Selbstredend – aber aufgrund der jährlich vorkommenden Tragödien immer eine Erwähnung wert – dass Tiere bei warmen oder sommerlichen Temperaturen nicht im Auto gelassen werden sollten!

Rechtlich sattelfest

Hunde stellen rechtlich gesehen Risiken für die Verkehrssicherheit dar. Kaskoversicherungen können im Schadensfall Zahlungen verweigern, wenn das Haustier als Ladung nicht so gesichert mitfährt, dass der Fahrende weder abgelenkt noch behindert wird oder wenn Fremdgefährdung besteht. Tierquälerei ist insofern auszuschließen, als dass die Sicherung tiergerecht sein muss. Hunderückhaltesysteme auf Qualitätsprüfzeichen kontrollieren

Faires Einsteigen – Tier zuliebe!

Was Usus ist in der Hundewelt – den Hund in das Auto hineinspringen zulassen – wird spätestens im Alter oder bei Erschöpfung des Tieres, bei zu engem Parken oder bei rutschigem Untergrund zum Problem. Weitaus gelenkschonender ist es, dem Tier ins Auto zu helfen, etwa über eine Einstiegsrampe. Achtung: Auch eine Rampe muss sicher verstaut werden. Gewöhnt eure Vierbeiner stresslos an Brustgeschirr, Rampe und Hundebox sowie ans Autofahren an sich.

Video: Hunde im Auto richtig transportieren – so geht’s!

Tipps zum artgerechten und gesetzeskonformen Transport von Hunden im Auto gibt’s im folgenden Video (Dauer: 2:15 Min.) vom Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs ARBÖ.

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