Das Leben als Petfluencer

Das Leben als Petfluencer: Katinka und Bobby haben auf Instagram über 10.000 Follower. /Foto: Katinka Preugschat

Mein Name ist Katinka Preugschat, ich bin 40 Jahre alt und lebe mit meinem 3 Jahre alten Boxer Bobby im schönen Hamburg. Wir haben seit 2 Jahren einen gemeinsamen Instagram Account und seit kurzem haben wir mehr als 10.000 Follower.
Im Monat erreichen wir mit unseren Inhalten im Schnitt 300.000 Menschen. Inzwischen sind wir zu erfolgreichen Petfluencern geworden und verdienen mit dem Account Geld. Bobby hat den Job, den wir alle gerne hätten: einfach nichts tun und so sein, wie er ist. Ich als Frauchen von Bobby und Owner des Accounts hab‘ da ein bisschen mehr zu tun, aber eins ist sicher: auch ich bin wie ich bin. Gerne erzähle ich Euch wie es zu unserem Account kam, mit welchen Inhalte sich unser Account von anderen unterscheidet und welche Verantwortung aus meiner Sicht damit verbunden ist.

Wie alles begann

Ich selber habe schon lange einen eigenen, privaten Instagram Account. In Bobbys 1. Lebensjahr habe ich dort vor lauter Liebe und Stolz viele Stories von Bobby als Welpe und Junghund gepostet, gezeigt wie schnell er gewachsen ist, wie niedlich er ist … Mir sind dann schnell die ersten Hundeaccounts gefolgt und die Inhalte haben sich vermischt. Das fand ich nicht gut und wollte den Content trennen: Mein Profil, das eher sportlicher und privater Natur ist und ein Profil für Hundefreunde.

Ein eigener Instagram Account zum 1. Geburtstag

So habe ich Bobby, neben nützlichen Dingen für Hunde, zum 1. Geburtstag einen eigenen Instagram Account geschenkt. Von Anfang an habe ich jeden Sonntag für Bobby gesunde Hundekekse gebacken und jeden Montag das Rezept mit unseren Followern geteilt. Das kam sofort gut an. Zusätzlich habe ich unsere Follower mit in unseren Alltag genommen und wollte weiterhin Bobbys Persönlichkeit und meine Liebe zu ihm mit der Welt zu teilen.

Die ersten Fragen unserer Follower zu meinen Erfahrungen hinsichtlich Erziehungsthemen, Ernährung und zum Joggen mit Hund erreichten mich und ich habe angefangen diese erst in privaten Nachrichten und dann öffentlich in Stories und Beiträgen zu beantworten. Dadurch bildete sich schnell unser inhaltlicher Fokus: Erziehung, Ernährung, Sport, Empfehlungen und ganz viel Liebe. Alles basierend auf meinen Erfahrungen. Viele Follower finden meine Tipps und Ratschläge hilfreich und ich merke wie viel Freude es mir bereitet, mein Wissen weiterzugeben. Es kamen dann schnell die ersten Hundezeitungen auf uns zu und haben unseren Fokus inhaltlich aufgegriffen.

Parallel hatte ich mit coolen Hoodies und einem funktionalen Regenmantel die ersten Produktideen inkl. Umsetzung – da ist es natürlich hilfreich ein steigendes Followerwachstum zu haben, um die eigenen Produkte aus dem eigenen Onlineshop auch möglichst vielen Interessenten zeigen zu können.

Authentisch sein – Fakes gibt es genug

Bis heute ist es mein größtes Anliegen authentisch zu sein, auch mal Dinge zu zeigen die eben nicht gut laufen. Weg von der perfekten Instagram Welt hin zu dem wie der Alltag mit Hund nun mal eben wirklich ist: Hundehaarig, matschig, nass und dreckig … Wer geht denn schon „dressed-up“ mit Designertasche und weißer Hose mit seinem Hund vernünftig spazieren?! Im echten Leben fällt man doch morgens aus dem Bett und geht vor allem anderen zuerst mit dem Hund raus. Da sieht man dann eben aus, wie man aussieht: mit Hundejacke, Gummistiefeln und Palme auf dem Kopf.

Wenn ich mit Bobby trainiere oder tobe, bleiben die Klamotten einfach nicht sauber … erst recht nicht, wenn ich mit ihm Hund gerecht über matschige Wiesen oder durch den Wald gehe – und spätestens wenn ich einen von Bobby’s 3m Stöckern in der Kniekehle habe ist die Hose oder der Mantel dann ganz sicher dreckig. All das ist vorprogrammiert, weil ein Hunde Spaziergang Bobby’s Zeit ist – deswegen ziehe ich mich auch entsprechend an.

Solange es um Bobby geht, nimmt Katinka ihre Follower überall mit hin. So entstehen wunderschöne Bilder wie dieses, aber auch Fotos in Hundejacke, Gummistiefel und mit Palme auf dem Kopf. /Foto: Katinka Preugschat

Natürlich bin ich in meinem Alltag anders angezogen. Ich nehme Bobby mit ins Büro, in Restaurants oder zu Freunden … das sehen dann auch unsere Follower, denn sie sind ja dabei, solange es um den Hund geht. Ich achte darauf, echte Inhalte rund um das Leben mit Hund zu liefern. Unsere Authentizität wird von unseren Followern sehr geschätzt und sie erkennen sich wieder.

Ich teile meine positiven wie negativen Erfahrungen, recherchiere detailliert bestimmte Themen für unsere Follower und spreche Empfehlungen aus. Mir ist es besonders wichtig, dass ich mit unserem Profil neben niedlichen und schönen Bildern wertvolle Inhalte rund ums Thema Hund liefere. Außerdem liebe ich die Interaktion mit unserer Community. Mit vielen stehe ich regelmäßig im persönlichen Austausch.

Welche Verantwortung trage ich als Petfluencer?

Unsere Follower vertrauen mir und geben viel auf mein Wort, meine Erfahrungen, meine Tipps. Da muss ich aufpassen, was ich wie sage und weitergebe. Wenn man so wie Bobby und ich mit über 10.000 Followern, mehreren Presse-Artikeln und TV-Auftritten in der Öffentlichkeit steht, wird man natürlich auch außerhalb von Instagram wahrgenommen. Da sollte es einem ein Anliegen sein, die Reichweite für bestimmte Themen zu nutzen und Aufmerksamkeit zu schaffen.

Ein Grund mehr, sich genau zu überlegen, was man veröffentlicht. Das ist oft ein schmaler Grat, denn jeder hat zu jedem Content eine Meinung und äußert diese auch. In den meisten Fällen ist diese Meinung in unserem Fall zum Glück positiv oder zumindest positiv kritisch hinterfragend. Dafür bin ich unserer Community auch sehr dankbar – ihr seid die besten 😉 …

Dazwischen gibt es aber auch vereinzelt Menschen die quer schießen: Hinter dem Rücken schlecht reden, böse Kommentare schreiben oder absichtlich den Account oder die Produkte von anderen schlecht machen. Das ist Kindergarten, so gar nicht meine Welt und verstößt übrigens ganz nebenbei auch gegen die Richtlinien von Instagram. Ich stehe da drüber. Neider gibt es überall und es sind nicht alle so nett wie sie tun.

Ihrer Verantwortung als Petfluencerin ist sich Katinka sehr wohl bewusst. Ein großes Anliegen ist es ihr, ihre Reichweite für bestimmte Themen zu nutzen, die ihr am Herzen liegen und Aufmerksamkeit zu schaffen. /Foto: Katinka Preugschat

In meiner perfekten Welt schaffe ich es mit meiner wachsenden Reichweite vielleicht irgendwann gesellschaftliche Veränderungen gegenüber dem Umgang mit Hunden im speziellen aber mit Tieren generell herbeiführen. Es gibt so viele Tiere in der Welt, denen es nicht so gut geht wie Bobby.
Ich freue mich, wenn ich Menschen dazu inspiriere, ihre eigene Beziehung zu ihren Tieren zu vertiefen und hoffe, dass sie verstärkt auf die Bedürfnisse Ihrer Tiere achten. Jeder Influencer sollte sich bewusst sein, dass er seine Community direkt oder indirekt beeinflusst. Somit trage ich als Petfluencer ein hohes Maß an sozialer Verantwortung gegenüber Tieren, Followern und am Ende sogar der ganzen Gesellschaft.

Bobby und ich freuen uns auf jeden, den wir mit unserem Alltag und unseren Erfahrungen und Empfehlungen begeistern können. Persönlicher Austausch zu Erziehung, Ernährung und Sport mit Hund ist jederzeit willkommen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch, die ich mir jedoch gerne nehme. Schaut doch mal auf unserem Account vorbei, ihr findet uns auf Instagram: boxer.littlebob. Wir freuen uns auf Euch!

Über die Autorin

Katinka Preugschat
Petfluencerin

lebt mit ihrem 3 Jahre alten Boxer Bobby im schönen Hamburg. Seit 2 Jahren haben die beiden einen gemeinsamen Instagram Account, dem seit kurzem mehr als 10.000 Menschen folgen.

Katinka Preugschat || Boxer Bobby (@boxer.littlebob) | Instagram-Profil

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