Ein Therapiehund, der selbst blind ist

Golden Retriever Smiley - Behinderung
Foto: Training the K9 Way/facebook
Durch seine Behinderung findet Golden Retriever Smiley immer wieder einen ganz besondern Zugang zu Menschen. Foto: Training the K9 Way/facebook
Durch seine Behinderung findet Smiley immer wieder einen ganz besondern Zugang zu Menschen. Foto: Training the K9 Way/Facebook

Smiley macht seinem Namen alle Ehre – weil er andere zum Lachen bringt. Der Golden Retriever kam blind auf die Welt und erobert als Therapiehund die Herzen der Menschen.

Nomen es omen – im Fall des Therapiehundes Smiley in Ontario, USA, trifft das allemal zu. Nicht nur sein Gesicht ist es, das zu lachen scheint, durch seine liebevolle Art zaubert er auch den Menschen ein Lächeln ins Gesicht.

Warum, klingt zunächst tragisch: der Vierbeiner wurde ohne Augen geboren. Und musste unter grausamen Bedingungen aufwachsen. Geboren in einem überfüllten Stall mit mehr als 100 anderen Hunden musste er – vor allem wegen seiner Behinderung – zwei Jahre lang ums Überleben kämpfen. Verhaltenstrainerin Joanne George, die damals als Veterinärtechnikerin arbeitete, hatte von der Welpenstation gehört und gemeinsam mit anderen beschlossen, die Hunde zu befreien. Zehn Welpen nahm sie mit nach Hause, von denen alle rasch neue Besitzer fanden. Nur Smiley schien niemand zu wollen.

Also beschloss George, den damals zweijährigen Vierbeiner zu behalten, wie die „Huffington Post“ berichtet. Er freundete sich mit ihrer Dänischen Dogge an, deren Lebensfreude auf ihn abzufärben schien. Der mittlerweile 12-jährige Golden Retriever arbeitet an einer kanadischen Erste-Hilfe-Station, der St. John’s Ambulance in Ontario. Seine Besitzerin bildete Smiley zum Therapiehund aus, wobei ein Großteil die Arbeit mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen umfasst.

Weil Smiley schon von Geburt an blind war, habe er ein ganz besonderes Gespür für Menschen, weil er ihre Gefühle viel besser wahrnehmen könne, so George. Durchs Smiley’s Geschichte hofft sie, Menschen dazu zu ermutigen, Hunden aus Tierheimen eine Chance zu geben.