Dienstag, Oktober 4, 2022
StartNews & StoriesHartberg: Privatinitiative verwirklicht Hundeschwimmteich

Hartberg: Privatinitiative verwirklicht Hundeschwimmteich

Die oststeirische Bezirksstadt Hartberg hat dank einer bemerkenswerten Privatinitiative den ersten, speziell auf Hunde ausgerichteten Badesee Österreichs. Und der kommt sehr gut an.

Das hat Seltenheitswert: ein Badesee, in dem Hunde nicht nur dankenswerterweise geduldet, sondern wirklich willkommen sind. Die ehemaligen Kulmbacher-Teiche im steirischen Hartberg, direkt an der Abfahrt der Südautobahn, sind zum ersten Hundeschwimmteich Österreichs umfunktioniert worden. Früher dienten sie als Eisreservoir für eine Brauerei und waren nur 30 Zentimeter tief. „Deshalb mussten wir den Teich erst einmal ausbaggern, danach wurde das Gebiet mit etwa 600 Laufmetern Zaun eingefasst und die dort schon vorhandene Hütte musste noch erneuert werden“, erzählt Initiator Bernhard Prasch von den aufwändigen Arbeiten vor der Eröffnung am 4. Juni. Die Mühen haben sich gelohnt. Der Badeteich speziell für den Hund ist bereits weithin bekannt.

Das bestätigt auch der Hartberger Bürgermeister Karl Pack: „Die Menschen kommen mit ihren Hunden aus der näheren und weiteren Umgebung, viele sogar aus dem etwa eine Autostunde entfernten Graz.“ Einen Tourismusfaktor will er im Hundebadesee zwar noch keinen sehen, aber ganz ausschließen kann er es nicht, dass bald Hundebesitzer aus nah und fern in seine Stadt pilgern, um mit ihren Lieblingen im Badesee zu planschen. Platz für Hunde Was auch kein Wunder wäre. Platz ist genügend vorhanden.

Beliebtes Ausflugsziel

Die eingezäunte „Mehr Platz für Hunde“-Zone bietet 10.000 Quadratmeter Raum zum Herumtollen für Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen. Der Teich selbst ist etwa so groß wie ein halbes Fußballfeld. Natürlich dürfen auch Zweibeiner rein. Bernhard Prasch ist voll des Lobes über die Besucher: „Bisher hat es überhaupt keine Probleme gegeben. Alle sind diszipliniert, machen keinen Dreck und halten sich an die Regeln.“

Ein hausgemachtes Problem gibt es aber, das gerade in Angriff genommen wird: „Wir haben den Faktor ‚nasser Hund‘ unterschätzt. Die Wiese ist immer dermaßen aufgeweicht, dass nur der Einsatz von Kies hilft, um der Schlammentwicklung Herr zu werden“. Für alle, die wegen der ausfallenden Schlammschlacht ein bisschen traurig sind, gibt es ein Trostpflaster: Der Eintritt ist gratis. Freiwillige Spenden sind aber willkommen und man kann sie auch brauchen. „Der Betrieb des Teiches kostet zwischen 300 und 500 Euro im Monat“, so Prasch.

Ähnliche Beiträge